USA. Austausch-Begegnung-Bewegung

Zeitschrift: zeichen 2 / 2018

Vor zehn Jahren wurde das deutsch-amerikanisch-jüdische Austauschprogramm Germany Close Up gegründet und vor 50 Jahren begann unsere Arbeit in den USA. Reflexionen von Alumni und ehemaligen Freiwilligen finden Sie im vorliegenden Heft.

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Grund für ein solches Themenheft gibt es jedoch weit darüber hinaus. Die transatlantischen Beziehungen sind auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt, wie es Karsten Voigt treffend beschreibt. Gleichzeitig erleben wir auch eine Berichterstattung, die nicht nur in einer reißerischen Bildsprache meist allein den amerikanischen Präsidenten in das Zentrum stellt, sondern auch viel zu wenig von den anderen politischen und zivilgesellschaftlichen Kräften berichtet. Wir brauchen keine weiteren Witze über Donald Trump, wir brauchen analytische Tiefenschärfe und zivilgesellschaftliches Engagement und ein Nachdenken darüber, wie wir miteinander diskutieren, ja auch im positiven Sinne streiten wollen.

Cathleen Fisher beleuchtet in ihrem Essay die Gefahren der derzeitigen politischen Situation, aber auch die Chancen des föderalen Systems und des zivilgesellschaftlichen Engagements.

Danny M. Cohen und Raphael Magarik setzen sich auf unterschiedliche Weise mit der Frage auseinander, wie wir im Horizont der Vergangenheit miteinander reden und um schwierige Themen ringen können.

Malte Lehming beleuchtet angesichts der Ereignisse in Charlottesville die Frage, ob es auch richtig sein könne, schmerzhafte Denkmäler abzureißen. Wenn wir den Fokus auf die Arbeit in einem unserer Projektländer legen, so heißt das umgekehrt nicht, dass wir nicht aktiv und prägnant unsere Stimme hier in Deutschland erheben. Im Gegenteil.

Im zweiten Teil des Heftes finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen und Aktionen, die uns in den nächsten Wochen wichtig sind. Mit unserer Aktion Wir sind viele wollen wir zeigen, dass es immer noch viele Menschen gibt, die sich für Demokratie, Vielfalt und Solidarität engagieren. Wir alle werden weiter unsere Stimme gegen Rechtspopulismus, Hass und Ausgrenzung erheben.

In den Tagen um den 9. und 10. November werden wir an verschiedenen Orten bundesweit mit unserer Aktion Wir erinnern die Aufmerksamkeit auch auf bekannte und weniger bekannte Orte jüdischen Lebens richten, die durch die Nationalsozialisten zerstört wurden und deren Zerstörung möglich war, weil viele Menschen in Deutschland sich an den nationalsozialistischen Gewaltaktionen beteiligten – oder wegsahen.

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