Freiwilligendienst in Deutschland – Bewerber*innen aus anderen Ländern
Du möchtest dich für Verständigung, Vielfalt und Solidarität einsetzen und im Ausland Erfahrung sammeln? Mit ASF kannst du dich für ein Jahr freiwillig engagieren – gemeinsam als Teil einer internationalen Freiwilligen-Gruppe. Die Freiwilligen kommen aus verschiedenen Ländern Europas, Israel und den USA. Sie arbeiten in mehreren deutschen Städten in Gedenkstätten und Kulturzentren, sie besuchen ältere Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden und unterstützen Menschen mit Behinderungen oder Geflüchtete.
Unser internationales Freiwilligenprogramm in Deutschland und unser deutsch-ukrainisches Freiwilligenprogramm in Polen beginnen jedes Jahr Anfang September.
Die nächsten Freiwilligendienste im Internationalen Programm, für die eine Bewerbung möglich ist, beginnen am 1. September 2027. Dies gilt auch für ukrainische Bewerber*innen für unser Programm in Polen.
Leider können wir für das Internationale Freiwilligenprogramm nicht aus allen Ländern Bewerbungen annehmen. Hier erfährst du, aus welchen Ländern eine Bewerbung möglich ist: Länderliste.
Bewerber*innen aus Deutschland können sich hier bewerben.
Was ist ein Freiwilligendienst?
Im Zentrum des Freiwilligendienstes steht dein Engagement bei den Menschen vor Ort. Du engagierst dich #mitASF für ein Jahr bei unseren Partnerorganisationen. Der freiwillige Einsatz, neue Erfahrungen und viele Begegnungen machen einen Freiwilligendienst aus.
In einem Freiwilligendienst engagierst du dich für ein Jahr mit ASF bei einer oder zwei Partnerorganisationen in Deutschland. Du hast eine feste Freiwilligenstelle, auf der du dich an fünf Wochentagen in Vollzeit engagierst. Zum Beispiel begleitest du NS-Verfolgte, unterstützt Menschen mit Behinderungen oder du arbeitest in einer Gedenkstätte mit.
In einem Freiwilligendienst geht es um mehr als nur um die Arbeit: Du lernst gemeinsam mit einer internationalen Gruppe von Mitfreiwilligen in Seminaren das Land, seine Menschen, die Sprache und Geschichte kennen. Gemeinsam tauscht ihr euch über eure Erfahrungen in vier ASF-Seminaren aus und bereitet euch am Anfang des Freiwilligenjahres darauf vor.
ASF wurde nach dem Zweiten Weltkrieg und der Shoah gegründet, als Zeichen der Umkehr und einer konkreten Solidarität mit den Menschen und Ländern, die die beispiellosen NS-Verbrechen erleiden mussten. ASF erinnert an die Verfolgten und tritt aktuellen Formen von Antisemitismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit und Ausgrenzung von Minderheiten entgegen.
ASF begleitet und unterstützt dich vor und während deines Auslandsjahres. Im Land gibt es eine feste ASF-Ansprechpartnerin. Mit unseren Partnerorganisationen kooperieren wir eng und meist seit vielen Jahren. Auch am Arbeitsplatz gibt es für dich feste Ansprechpartner*innen. Die gute Vorbereitung und Begleitung durch dieses Jahr und vielseitige Seminare sind uns sehr wichtig und zeichnen einen ASF-Freiwilligendienst aus. Deshalb: #MitASF.
Wir suchen Freiwillige, die politisch und geschichtlich interessiert sind und die mit Herz und Verstand bei unseren Partnerorganisationen mitarbeiten.
Was machen Freiwillige?
Unsere Freiwilligenstellen in diesem Arbeitsbereich befinden sich in Gedenkstätten und Museen, in Archiven und bei lokalen Bildungsinstitutionen. Dein Schwerpunkt liegt entweder auf Bildungsarbeit oder auf Archivarbeit. In jedem Fall gibt es einen großen Anteil an Büroarbeit.
Fast alle Stellen in diesem Bereich drehen sich um die Erinnerung an die deutschen Verbrechen im Nationalsozialismus. Du trägst dazu bei, der Opfer und Leidtragenden der NS-Verbrechen zu gedenken und Täterstrukturen aufzuklären. Du reflektierst Kontinuitäten von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus, die bis in unsere Gegenwart reichen.
Du gibst z.B. Führungen für Schulklassen in einer Gedenkstätte. Du gestaltest Seminare und Workshops mit oder machst Recherchen. Du hilfst bei der Gestaltung einer neuen Ausstellung in einem Museum, oder bei der Organisation einer Gedenkfeier. In Forschungseinrichtungen scannst du z.B. wertvolle alte Dokumente und katalogisierst Archivbestände in einer Datenbank.
An vielen dieser Orte begegnest du Überlebenden der NS-Verfolgung oder ihren Nachkommen. Du lernst berührende Geschichten über das Überleben in der Verfolgung und nach der Befreiung kennen.
Für die Mitarbeit in diesem Tätigkeitsfeld brauchst du Interesse an geschichtlichen Themen, Ausdauer und Geduld. Der größte Teil der Arbeit findet im Büro am Computer statt. Für die Begleitung von Besucher*innen und Gruppen solltest du Lust auf pädagogische Arbeit haben und vor Gruppen reden können. Ganz anders in Archiven und Forschungsstellen: hier brauchst du vor allem viel Ruhe und Geduld und Spaß an der Arbeit in Datenbanken oder am Scanner.
Einige unserer Stellen in der historischen Bildung befinden sich an Orten ehemaliger Konzentrations- oder Vernichtungslager. Die tägliche Mitarbeit und Konfrontation mit diesen Orten kann psychisch belastend sein. Du solltest Strategien haben, um nach Feierabend Abstand zu finden.
Interessierst du dich für gesellschaftspolitische Themen und für interkulturelle Fragen? Dann kann eine Stelle in diesem Bereich für dich spannend sein.
Unsere Stellen der politischen Bildung gehören zu Bildungsvereinen oder zu politischen Initiativen. Sie machen Lobbyarbeit für marginalisierte Gruppen oder Recherchen über Menschenrechtsverletzungen. Sie bieten vielfältige Bildungs- und Begegnungsprogramme an, z.B. Fortbildungen zur Stärkung der Demokratie.
Du arbeitest hier vor allem im Büro am Computer. Du hilfst bei Recherchen und bei der Zusammenstellung und Veröffentlichung von Informationen, z.B. über Rechtsextremismus, Rassismus oder Antisemitismus. Du machst mit bei Übersetzungen oder bei der Pflege der Social Media und Webseiten. Du unterstützt die Vorbereitung und Durchführung von Bildungsangeboten oder du betreust Infostände bei Veranstaltungen.
Für diese Stellen solltest du Freude an der täglichen Büroarbeit am Computer haben. Du brauchst viel Selbständigkeit und Eigeninitiative und je nach Stelle auch Lust auf die pädagogische Arbeit mit Gruppen.
In diesem Tätigkeitfeld unterstützt du Menschen mit Behinderungen bei ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und in ihrem Alltag. Du lernst vielfältige Lebensrealitäten und Menschen mit großem Mut und voller Lebensfreude kennen. Du setzt dich dafür ein, dass sie als gleichwertige Mitmenschen wahrgenommen und geachtet werden.
Du unterstützt Menschen mit Behinderungen z.B. in ihren Wohnungen, in Wohneinrichtungen oder in Tageseinrichtungen. Du machst mit bei ihrer Freizeitgestaltung zu Hause oder bei ihrer Arbeit in Werkstätten. Du bietest Freizeitaktivitäten für Gruppen an, z.B. Musik, Sport oder Spiele. Ihr unternehmt gemeinsame Ausflüge oder Freizeitfahrten.
Menschen mit Behinderungen können körperlich oder geistig durch ihre Umwelt behindert werden. Manche Menschen haben eine eigene Sprache und Kultur, z.B. gehörlose Menschen. Menschen mit Behinderungen werden noch immer benachteiligt und diskriminiert und kämpfen um ihre Teilhabe.
In den meisten unserer Stellen geht es um soziale Kontakte und Kommunikation. Manchmal leisten Freiwillige Unterstützung auch bei einfachen pflegerischen Aufgaben.
Einige dieser Einsatzstellen haben einen kirchlichen Hintergrund, stehen aber Interessierten unabhängig ihrer Konfession oder ihres Glaubens offen.
Für diese Aufgaben benötigst du Enthusiasmus und Humor, Geduld und Flexibilität. Kreative oder musikalische Fähigkeiten sind ebenfalls sehr willkommen. Du begibst du dich auf eine spannende Reise und lernst die Welt mit anderen Augen sehen.
In diesem Tätigkeitsfeld unterstützt du alte Menschen. Überwiegend handelt es sich um Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung und ihre Kinder: Jüdinnen*Juden, ehemalige Zwangsarbeiter*innen, politisch Verfolgte.
Du besuchst alte Leute in ihrem Zuhause oder im Seniorenheim. Du hilfst ihnen z.B. bei Hausarbeiten, gehst mit ihnen zum Einkaufen oder begleitest sie auf Spaziergängen.Bei dieser Tätigkeit geht es um soziale Kontakte und Kommunikation.
Für diese Aufgaben benötigst du Geduld und Sensibilität, aber auch kreative und kommunikative Fähigkeiten. Du lernst vielleicht spannende und berührende Lebensgeschichten kennen und kannst warmherzige Freundschaften schließen.
Unsere Stellen in diesem Tätigkeitsfeld umfassen vielfältige Aufgaben und ermöglichen Begegnungen mit sehr unterschiedlichen Menschen und Gruppen. Die konkreten Tätigkeiten hängen von der Organisation ab, bei der du mitarbeitest. Das kann konkrete soziale Arbeit oder auch Büroarbeit sein. Hier gibt es Überschneidungen mit Stellen im Bereich der politischen Bildung.
Du machst Freizeitangebote oder Sprachkurse für geflüchtete Menschen und ihre Kinder. Du unterstützt NGOs, die sich für die Rechte von Migrant*innen einsetzen, bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit oder bei Veranstaltungen. Du engagierst dich bei Initiativen von Minderheiten, wie z.B. LGBTIQ* oder bei Selbsthilfeorganisationen der Sinti*zze oder Rom*nja.
Für ein Engagement in diesen Tätigkeitsfeldern brauchst du ein hohes Maß an Aufgeschlossenheit und Kommunikation, dazu auch Empathie und Verständnis für Menschen in schwierigen Lebensumständen. Gleichzeitig solltest du gut eigene Grenzen setzen können.
Freiwilligenstellen
In verschiedenen deutschen Städten gibt es 11 Freiwilligenstellen. Oft leben mehrere Freiwillige in einer Stadt zusammen. Die Freiwilligen engagieren sich an einer oder manchmal auch zwei festen Freiwilligenstellen.
Im Sommerlager-Referat der ASF-Geschäftsstelle in Berlin planst du gemeinsam mit dem Team internationale Workcamps. Jedes Jahr treffen sich Gruppen aus verschiedenen Ländern, um sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, praktisch mit anzupacken und sich zu begegnen. Du bekommst Einblick, wie aus einer Idee ein konkretes Projekt wird – von der ersten Ausschreibung bis zur Auswertung nach dem Sommer.
In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du die Organisation der Sommerlager. Du bearbeitest Anmeldungen, beantwortest Nachfragen, hilfst bei Visaunterlagen und unterstützt die Vorbereitung von Seminaren für Leitungsteams. Außerdem wirkst du bei der Öffentlichkeitsarbeit mit, aktualisierst Informationen auf der Website, sichtest Fotos und Dokumente für das Sommerlager-Archiv und hilfst bei Unterlagen für Fördermittel. Bei Bedarf stellst du die Sommerlager-Arbeit auf Veranstaltungen vor. Du arbeitest einen Tag pro Woche im Sommerlager-Referat und an den anderen vier Tagen in der „Gedenkstätte Sachsenhausen“.
Berlin ist eine Stadt mit vielen Erinnerungsorten, Gedenkstätten und einer lebendigen Szene politischer Bildung. Du bewegst dich zwischen Büroarbeit in der ASF-Geschäftsstelle, Seminarräumen und Veranstaltungen.
https://asf-ev.de/freiwilligendienste-sommerlager/sommerlager/
Die „Arolsen Archives“ sind ein internationales Zentrum zur Geschichte der NS-Verfolgung und bewahren das weltweit größte Archiv zu Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Millionen Dokumente zu Konzentrationslagern, Zwangsarbeit und Displaced Persons sind dort digital zugänglich. Angehörige aus aller Welt wenden sich an die Einrichtung, um mehr über das Schicksal einzelner Menschen zu erfahren.
In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du vor allem mit dem digitalen Archiv. Du hilfst dabei, Dokumente zu erschließen und zu indizieren, damit sie leichter auffindbar sind. Du recherchierst zu einzelnen Biografien, fasst Ergebnisse in gut verständlicher Form zusammen und unterstützt bei Anfragen von Familien oder Projekten der historischen Bildung. Je nach Sprachkenntnissen kannst du Übersetzungen übernehmen, an Recherchen zu Projekten wie der Rückgabe persönlicher Gegenstände mitarbeiten oder Besuchergruppen durch die Ausstellung begleiten und ihnen die Arbeit der Arolsen Archives erklären.
Bad Arolsen ist eine Kleinstadt in Nordhessen mit Schlossanlage, Park und ruhiger Umgebung. In der Region gibt es gute Bahnverbindungen, Rad- und Wanderwege, und du bist mit dem Zug in erreichbarer Nähe größerer Städte wie Kassel.
Das Diakoniewerk Simeon Wohnstättenwerk in Berlin-Neukölln ist ein Wohnangebot für Menschen mit geistiger und/oder psychischer Beeinträchtigung. Auf dem Gelände leben verschiedene Gruppen in Wohngemeinschaften und Einzelwohnungen zusammen. Zum Wohnstättenwerk gehört das Tagesangebot „Die Wohnstättenwerker“: Hier verbringen Menschen ihren Tag in kleinen Gruppen, wenn sie (noch) nicht in einer Werkstatt arbeiten oder im höheren Alter eine andere Struktur brauchen.
In dieser Freiwilligenstelle begleitest du den Alltag im Tagesangebot. Ihr startet gemeinsam mit einem Frühstück, bereitest mit dem Team Mahlzeiten vor und hilfst, wenn jemand Unterstützung beim Essen oder im Tagesablauf braucht. Du machst bei kreativen, sportlichen oder handwerklichen Angeboten mit – zum Beispiel in der Holzwerkstatt, in der Koch- oder Backgruppe, beim Basteln, in der Musik- oder Tanzgruppe, beim Yoga oder im offenen Café. Je nach Bedarf unternimmst du kleine Ausflüge mit einzelnen Teilnehmenden und kannst eigene Ideen für Aktivitäten einbringen. Optional begleitest du Menschen auch zur Toilette.
Berlin ist eine Stadt mit vielen Erinnerungsorten, Gedenkstätten und einer lebendigen Szene politischer Bildung.
Die Evangelische Versöhnungskirche liegt auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau. Sie ist ein Ort der Erinnerung, des Zuhörens und des Dialogs. Gemeinsam mit der Gedenkstätte setzt sich die Kirche dafür ein, an die Geschichte des Konzentrationslagers zu erinnern und Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung von Menschenrechten und Demokratie heute zu sensibilisieren. Ein wichtiges Projekt ist das „Gedächtnisbuch“, das einzelnen Häftlingen des KZ Dachau Namen, Gesicht und Lebensgeschichte zurückgibt.
In dieser Freiwilligenstelle begleitest du Besuchergruppen und Einzelpersonen in der Versöhnungskirche und auf dem Gelände der Gedenkstätte. Du wirkst an Führungen und Gesprächen mit, unterstützt die Vorbereitung und Nachbereitung von Bildungsangeboten und hilfst bei der Organisation von Veranstaltungen und Gottesdiensten. Im Projekt „Gedächtnisbuch“ arbeitest du mit Biografien ehemaliger Häftlinge, pflegst Daten, bereitest Materialien für Ausstellungen vor und begleitest Menschen, die selbst ein Gedächtnisblatt erarbeiten. Nach Absprache kannst du auch bei der „Internationalen Jugendbegegnung Dachau“ mitwirken.
Dachau ist eine Kleinstadt bei München mit einer historischen Altstadt, Wohnvierteln und einem Schloss mit Park. Die Nähe zur Gedenkstätte prägt den Ort deutlich. Mit der S-Bahn bist du schnell in München.
Die Gedenkstätte „Augustaschacht“ erinnert am historischen Ort eines ehemaligen Arbeitserziehungslagers der Gestapo an Zwangsarbeit und Verfolgung in der NS-Zeit. Zusammen mit der Gedenkstätte „Gestapokeller“ im Osnabrücker Schloss zeigt sie, wie Überwachung, Haft und Gewalt im Regierungsbezirk Osnabrück organisiert wurden. In Ausstellungen, Bildungsangeboten und Begegnungen mit Angehörigen ehemaliger Zwangsarbeiter*innen und Zwangsarbeiter setzt sich das Team mit diesen Themen auseinander.
In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du in Archiv und Gedenkstätte mit. Du unterstützt Führungen und Workshops für Schulklassen und andere Gruppen, hilfst bei Seminaren, Workcamps und internationalen Jugendbegegnungen und wirkst bei Veranstaltungen mit. Du begleitest Besuchende über das Gelände, beantwortest Fragen und hilfst bei der Vorbereitung von Ausstellungen und Bildungsmaterialien. Je nach Interesse kannst du an Recherchen zu Einzelschicksalen mitarbeiten, Korrespondenz mit ehemaligen Zwangsarbeiter*innen und Zwangsarbeitern oder ihren Familien unterstützen und bei der Organisation von Begegnungsprogrammen mit Partnerorganisationen, zum Beispiel aus den Niederlanden oder Osteuropa, helfen. Büroarbeiten gehören ebenfalls dazu.
Osnabrück hat etwa 165.000 Einwohner*innen und liegt in Niedersachsen. Die gut 3.0000 Studierenden von Universität und Hochschule prägen die Stadt. In deiner Freizeit kannst du die Altstadt, Kulturangebote und das Umland mit Rad- und Wanderwegen erkunden.
Die „Gedenkstätte Buchenwald“ auf dem Ettersberg bei Weimar erinnert an eines der größten Konzentrationslager im Nationalsozialismus und an das spätere sowjetische Speziallager. In Ausstellungen, Rundgängen und Seminaren setzt sich das Team mit der Geschichte des Ortes und mit Fragen von Demokratie, Menschenrechten und heutigen Formen von Ausgrenzung auseinander. Als Freiwillige*r bist du Teil einer Freiwilligengruppe, zu der auch junge Deutsche gehören.
In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du in der historischen Bildungsarbeit und im Archiv mit. Ein fester Bestandteil deines Freiwilligendienstes ist, dass du nach einer Einarbeitung Rundgänge über das Gelände und durch die Ausstellung für Jugendgruppen und Erwachsene aus verschiedenen Ländern führst. Außerdem unterstützt du Seminare, internationale Workcamps und Programme, bereitest Materialien vor und hilfst in der Besucherinformation bei Fragen. Im Archiv und in der Bibliothek arbeitest du an Recherchen zu Einzelschicksalen, bearbeitest Zeitzeugenberichte und übernimmst kleinere Übersetzungen.
Du unterstützt das Team organisatorisch bei Gedenkveranstaltungen und größeren Programmen. Bei Interesse arbeitest du redaktionell an der Öffentlichkeitsarbeit der Gedenkstätte mit. Du verfasst Beiträge für die Website und die Social-Media-Accounts und hilfst mit, Veranstaltungen und Bildungsangebote sichtbar zu machen.
Weimar ist eine Stadt mit 66.000 Einwohner*innen und starker Kultur- und Erinnerungstradition, geprägt von Klassik, Bauhaus und der Nähe zu Buchenwald. In deiner Freizeit kannst du die Altstadt, Museen, Parks und das studentisch geprägte Umfeld erkunden.
Die „Gedenkstätte Sachsenhausen“ in Oranienburg erinnert am historischen Ort an das ehemalige Konzentrationslager und spätere sowjetische Speziallager. In Ausstellungen, Rundgängen und Seminaren setzt sich das Team mit Verfolgung, Zwangsarbeit, Terror und der Nachgeschichte des Ortes auseinander. Die Gedenkstätte ist Teil der „Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten“ und ein wichtiger Lernort für Schulklassen, Auszubildende, Studierende und internationale Gruppen.
In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du in der Bildungsabteilung mit. Du begleitest Besuchergruppen und Angehörige ehemaliger Häftlinge, führst nach einer Einarbeitung eigene Rundgänge über das Gelände und durch die Ausstellungen durch und wirkst an Workshops und Seminaren mit. Ein weiterer fester Bestandteil ist die Vorbereitung und Leitung eines internationalen Sommerlagers auf Englisch, in denen junge Menschen aus verschiedenen Ländern gemeinsam lernen und praktisch mit anpacken. Du bereitest Materialien vor, unterstützt Veranstaltungen der Gedenkstätte und kannst an Recherchen zu Einzelschicksalen oder pädagogischen Projekten mitarbeiten. Je nach Interesse ist auch Mitarbeit im Archiv, in der Bibliothek oder im Bereich Social Media möglich. Ein Tag pro Woche ist für die Arbeit im „ASF Sommerlager“-Referat in Berlin vorgesehen.
Du wohnst in Berlin in einer Wohngemeinschaft und fährst zur Gedenkstätte nach Oranienburg. So verbindest du die Arbeit an einem zentralen historischen Lernort mit dem Alltag in einer vielfältigen Großstadt.
Das „Grandhotel Cosmopolis“ in Augsburg ist Hotel, Unterkunft für Menschen mit Fluchterfahrung und kreativer Treffpunkt in einem. In dem alten, bunt gestalteten Haus wohnen Geflüchtete, Wohnraumsuchende und Kunst- und Kulturschaffende unter einem Dach, es gibt ein Hotel, ein Café und viele kulturelle Projekte. Ziel ist es, ein offener Ort in der Stadt zu sein, an dem Menschen sich begegnen, zusammenleben und Kunst, Politik und Alltag ineinandergreifen.
In dieser Freiwilligenstelle begleitest und unterstützt du Bewohner*innen und Bewohner im Alltag und bringst dich in den verschiedenen Bereichen des Hauses ein. Du kannst im Café und im Hotelbetrieb mitarbeiten, in der Küche helfen, bei Konzerten, Ausstellungen und Nachbarschaftsaktionen unterstützen, kreative Workshops mitgestalten, bei der Öffentlichkeitsarbeit und in den Sozialen Medien mitwirken oder das Haus und seine Räume gemeinsam mit anderen verschönern. Nach einer Orientierungsphase entscheidest du zusammen mit dem Team, wo deine Schwerpunkte liegen, und wirst ermutigt, eigene künstlerische, pädagogische oder soziale Projektideen einzubringen. Die Arbeitssprache ist meist Englisch; vor Ort kannst du im Alltag und über Sprachtandems Deutsch lernen.
Augsburg ist mit knapp 300.000 Einwohner*innen die drittgrößte Stadt Bayerns und eine der ältesten Städte Deutschlands. Du wohnst im Grandhotel in einem Einzelzimmer und teilst dir Küche und Gemeinschaftsräume mit anderen Praktikantinnen und Praktikanten – mitten in der Stadt und nah an Kultur, Cafés und Parks.
Die „KZ-Gedenkstätte Neuengamme“ liegt auf dem Gelände des ehemaligen zentralen Konzentrationslagers in Norddeutschland. Heute ist sie Ausstellungs‑, Begegnungs‑ und Studienzentrum und ein wichtiger Lernort zu Nationalsozialismus, Zwangsarbeit und den Folgen von Verfolgung.
Es gibt zwei Freiwilligenstellen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Als deutschsprachige*r Freiwillige*r arbeitest du vor allem in der Bildungsabteilung und im Studienzentrum: Du unterstützt Seminare und Projekttage für Schulklassen und Jugendgruppen, hilfst bei Workcamps, wirkst in der Lernwerkstatt mit, bereitest Materialien vor und kannst in Vertretung einfache Rundgänge übernehmen. Du hilfst bei der Organisation größerer Gedenkveranstaltungen und kannst an der Korrespondenz mit ehemaligen Häftlingen und ihren Angehörigen sowie an ihrer Begleitung bei Besuchen mitwirken.
Als muttersprachlich englischsprachige*r Freiwillige*r liegt dein Schwerpunkt in der digitalen Kommunikation: Du arbeitest an Social‑Media‑Formaten (zum Beispiel TikTok), hilfst bei Online‑Projekten der Gedenkstätte und machst Angebote und Veranstaltungen international sichtbar. Beide Freiwilligen können im Dokumentationszentrum mitarbeiten, Besucher*innen und Besucher beraten und an Recherchen zu Bildungsprojekten beteiligt sein.
Ein Tag pro Woche ist für den Besuchsdienst bei älteren Menschen in Hamburg über den Verein „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten“ reserviert. Ihr wohnt gemeinsam mit einer weiteren Person in einer Wohngemeinschaft in Hamburg‑Bergedorf.
Der Verein „Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V.“ in Hamburg begleitet Menschen, die Verfolgung im Nationalsozialismus erlebt haben, und ihre Angehörigen. Im Mittelpunkt steht, ihnen im Alltag zur Seite zu stehen und Möglichkeiten für Begegnung zu schaffen. Dein Freiwilligendienst ist mit der Arbeit in der „KZ-Gedenkstätte Neuengamme“ kombiniert: Du verbringst einen Tag pro Woche im Besuchsdienst und die übrige Zeit in der Gedenkstätte.
In dieser Freiwilligenstelle besuchst du ältere Menschen zu Hause, führst Gespräche, bringst Zeit mit und unterstützt bei kleinen Aufgaben im Haushalt, zum Beispiel beim Einkaufen oder bei Wegen im Stadtteil. Einmal im Monat hilfst du beim Begegnungscafé mit, bereitest den Raum mit vor, begrüßt Gäste und gestaltest gemeinsam mit dem Team einen Nachmittag, an dem Erinnerungen und Austausch Platz haben. Wichtig sind dabei Verlässlichkeit, Zugewandtheit und die Bereitschaft, auch leise und schwierige Themen auszuhalten.
Du wohnt gemeinsam in einer Wohngemeinschaft in Hamburg‑Bergedorf. Die Großstadt Hamburg bietet dir darüber hinaus viele Möglichkeiten, Stadtviertel, Hafen, Kultur und Parks zu entdecken.
Voraussetzungen
Ein Freiwilligendienst #mitASF steht allen Menschen offen. Nur einige Bedingungen musst du vorher erfüllen. Wir beraten dich dazu gerne.
- Wie alt muss ich für einen Freiwilligendienst sein?
Um einen Freiwilligendienst mit ASF leisten zu können, musst du spätestens zum Dienstbeginn (in der Regel am 1. September) volljährig, also 18 Jahre alt sein. Leider ist es nicht möglich, den Freiwilligendienst mit ASF minderjährig zu beginnen. Fast alle Freiwilligenstellen stehen allerdings nur für Menschen offen, die zu Dienstbeginn höchstens 30 Jahre alt sind. Bei Fragen dazu beraten wir dich gerne. - Meldeadresse außerhalb von Deutschland
Am internationalen Freiwilligenprogramm in Deutschland können nur Menschen teilnehmen, die ihren Wohnsitz außerhalb von Deutschland haben. Wir berücksichtigen bevorzugt Bewerbungen aus den Ländern, in die wir selbst Freiwillige aus Deutschland senden (Belarus, Belgien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Israel, Niederlande, Polen, Tschechien, Russland, Ukraine, USA) – sind aber auch offen für Bewerbungen aus anderen Ländern. Leider können wir nur aus bestimmten Ländern Bewerbungen annehmen (siehe Länderliste). Menschen, die in Deutschland gemeldet sind, können #mitASF in andere Länder gehen. Mehr dazu hier. Eine Ausnahme davon gilt für Ukrainer*innen, die vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet sind: Sie können auch am internationalen Programm in Deutschland teilnehmen. - Brauche ich einen bestimmten Schulabschluss oder Vorkenntnisse?
Du brauchst keinen besonderen Schul- oder Berufsabschluss. Wir erwarten keine ausgebildeten Fachleute, auch wenn für manche Stellen bestimmte Fähigkeiten notwendig sind. Bist du offen und kontaktfreudig und hast du Lust, neue Lebenswelten und Kulturen kennenzulernen? Dann bringst du viel für einen Freiwilligendienst mit. Wichtig ist dabei, dass du fremden Anschauungen und Lebensweisen respektvoll begegnest und dich auf den Arbeitsalltag bei unseren Partnerorganisationen einlässt.
- Wie kann ich feststellen, ob ich mich aus meinem Land bewerben kann?
Wenn dein Land in dieser Liste aufgezählt ist, freuen wir uns über deine Bewerbung. Sollte dein Land dort nicht stehen, dann kannst du dich leider nicht bei uns bewerben. Ausnahme: Bewerbungen aus den USA
Bewerber*innen aus den Vereinigten Staaten bitten wir aufgrund der Mehrkosten, einen Teilnahmebeitrag von 6.000 US-Dollar zu entrichten und die Flugkosten selbst zu tragen. Im Falle von finanziellen Schwierigkeiten wendet euch bitte an uns. - Brauche ich bestimmte Sprachkenntnisse?
Für einen Freiwilligendienst in Deutschland sind mindestens grundlegende Deutschkenntnisse notwendig – wenigstens das Sprachniveau B1 ist für einen Freiwilligendienst in Deutschland nötig. In bestimmten Freiwilligenstellen sind auch weitere Sprachkenntnisse nützlich. - Ist ein Freiwilligendienst auch für Menschen mit Behinderungen möglich?
Ein Freiwilligendienst mit ASF sollte für alle offen sein, die sich engagieren wollen. Wir wissen, dass dieser Anspruch in der Praxis an Grenzen stoßen kann. Aber wir bemühen uns, soweit uns das möglich ist, um Lösungen und Angebote auch für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, mit Behinderungen oder Assistenzbedarf. Wenn du zum Beispiel Rollstuhlfahrer*in oder gehörlos oder auf andere Weise auf Assistenz angewiesen bist, beraten wir dich gern und suchen gemeinsam mit dir nach Möglichkeiten für dein Engagement #mitASF.
Leistungen und Sponsorenkreis
ASF ist die gute Begleitung vor Ort und ein spannendes Seminarprogramm für die Freiwilligen sehr wichtig. Für die An- und Abreise, Unterkunft, ein Taschengeld und Versicherungen sorgt ASF. Du zahlst für das Jahr keinen Teilnahmebeitrag, sondern du baust dir einen Sponsorenkreis an Menschen auf, die dich in dem Jahr unterstützen und begleiten.
Wie unterstützt mich ASF?
Vernetztes Engagement
Mit ASF kannst du dich sozial, politisch und historisch engagieren, wertvolle Erfahrungen im Ausland sammeln und viele wunderbare und interessante Menschen kennenlernen und.
Im internationalen Freiwilligen-Programm in Deutschland bist du wirst Teil einer lebendigen Gruppe engagierter und zumeist junger Leute im ganzen Land. Mit ihnen hast du während deines Freiwilligenjahrs viel Kontakt.
Mehr Infos findest du im Leitbild für die ASF-Freiwilligenarbeit.
Unterstützung und Begleitung vor Ort vom ASF-Team
Wir begleiten und unterstützen dich bei der Vorbereitung und Durchführung deines Freiwilligendienstes mit einer festen Ansprechperson in Deutschland – der Landesbeauftragten. Sie unterstützen dich auch bei praktischen Fragen oder Problemen.
Außerdem stehen eventuell in deinem Herkunftsland ASF-Landesbeauftragte bereit, um dich in deiner Sprache zur Bewerbung und einem Freiwilligendienst zu informieren. Hier findest du die Landesbüros.
Spannendes ASF-Seminarprogramm
Alle Freiwilligen von ASF nehmen während des Dienstes an begleitenden Seminaren teil. In unseren Seminaren kannst du dich mit anderen Freiwilligen über deine Erfahrungen in Deutschland und deiner Stelle austauschen und beraten. Darüber hinaus wirst du dich mit historischen, politischen und sozialen Themen beschäftigen. Zentral sind dabei Fragen rund um die Beziehungen zwischen Deutschland und den Ländern, aus denen ihr kommt und dabei besonders die Frage nach den Auswirkungen und Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen bis heute. Ein weiterer Schwerpunkt in unseren Seminaren ist die (familien-)biografische Arbeit, also Recherchen und eine Auseinandersetzung mit Lebensgeschichten. Dabei kannst du auch eigene familienbiografische oder lokalgeschichtliche Forschungen unternehmen.
Hier erfährst du mehr über die Seminare und den Ablauf deines Freiwilligenjahres.
Nachgewiesene Qualität
ASF trägt seit 2004 für die gute Begleitung der Freiwilligen das Gütesiegel QUIFD. Uns sind die gute Begleitung unserer Freiwilligen und ein sinnvolles und nachhaltiges Engagement auf Freiwilligenstellen bei festen Partnerorganisationen sehr wichtig. Dafür gibt es landeskundige ASF-Ansprechpersonen vor Ort. In einem umfangreichen Seminarprogramm können unsere Freiwilligen sich auf ihr Freiwilligenjahr vorbereiten, es während des Dienstes gemeinsam reflektieren und sie erfahren mehr über die Geschichte ihres Gastlandes.
Welche Leistungen bekomme ich von ASF?
Vorbereitung auf das Freiwilligenjahr
Wir versorgen dich ab April mit vielen hilfreichen Informationen zur Vorbereitung und vermitteln Kontakte zu den aktuellen Freiwilligen.
Wir bieten dir zur Vorbereitung die Teilnahme an einem ASF-Sommerlager.
Reisekosten
Wir übernehmen die Buchungen und Kosten der Anreise nach Deutschland und am Dienstende deiner Rückreise ins Herkunftsland (Teilnehmende aus den USA zahlen ihre An- und Abreise selbst).
Wir erstatten dir die Reisekosten zu den ASF-Seminaren im Gastland.
Wir unterstützen dich bei der Beantragung von nötigen Visa.
Unterkunft
Zusammen mit unseren Partner*innen vor Ort stellen wir eine freie Unterkunft (inklusive der Kosten für Heizung und Energie und meistens auch für Internet)
Viele unserer Freiwilligen wohnen in Einzelzimmern in WGs, bei Gastfamilien, in Wohnheimen für Studierende oder direkt in Unterkünften der Partnerorganisation, z.B. in Lebensgemeinschaften. An einigen Orten teilen sich zwei Freiwillige ein Zimmer.
Wenn die Freiwilligen ihre Unterkünfte selbst suchen, werden sie dabei von den Partnerorganisationen und Landesbeauftragten unterstützt.
Oft übernehmen die Freiwilligen die Zimmer ihrer Vorgänger*innen – samt hilfreicher Tipps für das Leben am Ort.
Die Ausstattung der Unterkünfte der Freiwilligen ist häufig sehr einfach. Die Wohnungsausstattung beschränkt sich oftmals auf das Notwendigste: Bett, Tisch, Regal, Stuhl und eine einfache Küchenausstattung. Nicht in allen Unterkünften sind Waschmaschinen vorhanden, so dass ggf. auf Waschsalons ausgewichen werden muss.
Lebensunterhalt
Zusammen mit unseren Partner*innen vor Ort sichern wir für dich das Taschengeld bzw. die Verpflegung.
Taschengeld und Verpflegungsgeld orientieren sich an den Kosten vor Ort und erlauben dir ein einfaches unabhängiges Leben.
Versicherungspaket
Wir schließen für dich ein Versicherungspaket ab. Es beinhaltet eine Auslandskrankenversicherung, eine Unfall- und eine Haftpflichtversicherung. Zusätzlich versichern wir dich bei der gesetzlichen Unfallversicherung der berufsgenossenschaftlichen VBG für Unfälle in der Dienstzeit. Damit bist du in deinem Freiwilligenjahr gut abgesichert.
Teilnahme an ASF-Seminaren
Wir begleiten dich in deinem Freiwilligendienst mit einem spannenden Seminarprogramm mit Exkursionen und Workshops. Wir übernehmen dafür die Kosten für das Programm, die Unterkunft und Verpflegung.
Sponsorenkreis – deine Unterstützung im Freiwilligenjahr
Was ist ein Sponsorenkreis?
Wir bitten dich um den Aufbau eines Sponsorenkreises. Dein Sponsorenkreis besteht idealerweise aus 10 oder mehr Personen, die deinen Freiwilligendienst monatlich mit einer Spende unterstützen und dich durch dein Freiwilligenjahr begleiten.
Für die Absicherung unserer Dienste ist es wichtig, dass über deinen Sponsorenkreis Spenden eingeworben werden.
Warum braucht es Sponsorenbeiträge?
Ein Freiwilligendienst im Ausland kostet bis zu 1.500 Euro pro Monat. Das entspricht den von ASF zugesicherten Leistungen für deinen Freiwilligendienst (siehe linke Spalte).
Sponsorenkreise sind ein solidarisches Modell. Wir bitten alle Freiwilligen um ihr Engagement beim Aufbau eines Sponsorenkreises, unabhängig von ihrer zukünftigen Stelle, der Höhe der Sp0nsorenspenden oder ob die Freiwilligenstelle durch ein Förderprogramm co-finanziert wird. ASF setzt besonders Wert auf eine gute Begleitung der Freiwilligen im Land und ein gutes Seminarprogramm. Dafür übernimmt ASF alle Kosten. Die Sponsorenbeiträge sind notwendig, damit wir unsere Freiwilligendienste insgesamt in guter Qualität durchführen und begleiten können.
Wie unterstützen mich meine Sponsorinnen*Sponsoren?
Deine Sponsorinnen*Sponsoren unterstützen dich mit einer monatlichen Spende. Sie begleiten dich außerdem durch dein Freiwilligenjahr: Du bleibst während deines Dienstes mit ihnen in Kontakt und berichtest ihnen von deiner Arbeit und deinen Erfahrungen – u.a. mit zwei Berichten aus deinem Freiwilligenjahr. Sie sind nicht nur Spender*innen, sie beraten und unterstützen dich auch im Auslandsjahr. Und sie erfahren aus erster Hand, was dein freiwilliges Engagement ausmacht. Damit sind deine Sponsorinnen*Sponsoren sehr wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit von ASF.
Wie finde ich meinen Sponsorenkreis?
Für dich bedeutet das vielleicht eine Herausforderung: Du musst Menschen ansprechen und sie bitten, dein Engagement zu unterstützen. Aber keine Sorge, die meisten unserer Freiwilligen schaffen das sehr gut. Und es macht sogar Spaß, anderen Menschen von deinem geplanten Freiwilligendienst zu erzählen. Menschen von deinem Vorhaben zu überzeugen und darüber zu berichten ist eine wichtige Erfahrung, die dir auch später nützen kann.
Sicher findest auch du in deinem Umfeld Menschen, die deinen Freiwilligendienst unterstützenswert finden: Verwandte, Freund*innen, Lehrer*innen, manchmal auch ganze Schulen oder Schulklassen, Pfarrer*innen oder Kirchengemeinden, Abgeordnete und Bürgermeister*innen, Sportvereine oder Gruppen, in denen du aktiv bist. Auch über einen Artikel in der Lokalzeitung, Aushänge im Gemeindezentrum oder Nachbarschaftsforen kannst Du Sponsorinnen*Sponsoren gewinnen.
Wie unterstützt mich ASF bei der Suche?
Wir werden dich beim Aufbau deines Sponsorenkreises gut beraten und unterstützen. Im Vorfeld kannst du dich an die Landesbeauftragte für Deutschland oder das Landesbüro in dem Land, aus dem du kommst, wenden. Uns ist wichtig, dass alle Menschen mit ASF einen Freiwilligendienst machen können, unabhängig von ihren finanziellen oder familiären Voraussetzungen. Daher unterstützen wir dich intensiv beim Aufbau deines Sponsorenkreises.
Jetzt bewerben!
Unsere Freiwilligendienste starten in jedem Jahr Anfang September. Ab Oktober 2026 kannst du dich hier für einen Freiwilligendienst bewerben, der am 1. September 2027 beginnt. Die Bewerbungsfrist ist der 31. Januar 2027.
Bitte beachten: Leider können wir nicht aus allen Ländern Bewerbungen für unser Internationales Freiwilligenprogramm annehmen. Hier kannst du herausfinden, aus welchen Ländern du dich bewerben kannst: Länderliste