Sommerlager
Jeden Sommer engagieren sich Menschen mit ASF gemeinsam für Frieden, Erinnerung und internationale Verständigung: Sie arbeiten an einem praktischen Projekt und erfahren in Workshops und Exkursionen mehr über die Geschichte und die Menschen des Ortes. Ein Sommerlager – das sind neue Erfahrungen, gemeinsames Anpacken und Lernen und viel Austausch! Die Teilnehmenden unserer Sommerlager unterstützen Gedenkorte, helfen jüdischen Gemeinden oder engagieren sich in politischen Projekten: ob eine Ausstellung, ein Gedenkpfad, Recherchen zu NS-Verfolgten oder die Pflege eines jüdischen Friedhofs.
Auf dieser Seite:
Was ist ein ASF-Sommerlager?
Du verbringst eine bis zwei Wochen voller praktischer Arbeit, spannender Lernmöglichkeiten und berührender Geschichtserlebnisse. Ein Sommerlager – das sind neue Erfahrungen, gemeinsames Anpacken und Lernen und viel Austausch! Die Projekte können von einer Ausstellung, einem Gedenkpfad, Recherchen zu NS-Verfolgten bis hin zur Pflege eines jüdischen Friedhofs reichen und bieten viele Möglichkeiten, ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für Vielfalt zu setzen. Hier triffst du Menschen im Alter von 18 bis 99 Jahren, die alle das gleiche Ziel haben: sich auszutauschen und von der Geschichte des Projektorts sowie der aktuellen Situation im Land zu lernen.
Ob Malen, Gärtnern, Bauen oder Recherchieren – es gibt viele Möglichkeiten, dich aktiv einzubringen. Egal, ob du Vorerfahrung hast oder nicht, in den ASF-Sommerlagern ist für alle etwas dabei! Türen streichen, Unkraut jäten, bei archäologischen Ausgrabungen mitmachen oder Gedenkwege pflegen… Ein Sommerlager fördert nicht nur deine handwerklichen Fähigkeiten, sondern hält auch persönliche Begegnungen und bewegende Erfahrungen für dich bereit.
Denn es geht nicht nur um körperliche Arbeit: Du wirst auch an Archivierungs- und Rechercheprojekten teilnehmen, die dir die Möglichkeit geben, die Geschichten der Menschen, die an diesen Orten gelebt haben, zu erforschen und festzuhalten. Hierbei kannst du mit historischen Quellen und Fundstücken arbeiten und so einen wichtigen Beitrag zur Geschichtsaufarbeitung leisten. Durch dein Engagement übernimmst du Verantwortung für gesellschaftliche Entwicklungen und setzt ein starkes Zeichen für Toleranz und Demokratie.
Bildung und Reisen gehören zusammen – und genau das bieten dir die ASF-Sommerlager! Hier hast du die Möglichkeit, freiwillig aktiv zu werden und gleichzeitig andere Kulturen kennenzulernen und dich mit historischen Themen auseinander zu setzen. Das Kennenlernen des Ortes, an dem das Projekt stattfindet, ist ein fester Bestandteil jedes Sommerlagers, sei es ein Projekt im malerischen Ort Viski im Südosten Lettlands, der ein jüdisches Stetl war, eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Zwangsarbeit in Berlin oder Recherchen an Gedenkorten im polnischen Oświęcim.
In jedem Sommerlager geht es um ein besonderes Thema. Als Gruppe beschäftigt ihr euch über die praktische Tätigkeit hinaus intensiv damit. Freue dich auf spannende Exkursionen, inspirierende Ausstellungsbesuche, aufschlussreiche Gespräche mit Zeitzeug*innen und Expert*innen und kreative Workshops.
Ein Sommerlager lebt von vielen Begegnungen: Verschiedene Kulturen, Nationalitäten, Perspektiven und Erfahrungen: Im Austausch miteinander erlebst du die Vielfalt, die unsere internationalen Teilnehmenden mitbringen. Bei Gesprächen über Religion, Politik, Geschichte und Gegenwart, aber auch beim gemeinsamen Kochen, abends am Lagerfeuer oder bei Ausflügen wirst du viele neue Perspektiven gewinnen und Kontakte in die Welt.
Der Mix aus verschiedenen Altersgruppen und der Austausch zwischen den Generationen sind uns besonders wichtig. Einige unserer Sommerlager richten sich jedoch an Menschen in bestimmten Altersgruppen (18 bis 30 bzw. 35 Jahre). Mit den Ü40-Sommerlagern und generationsübergreifenden Projekten möchten wir hingegen besonders jene Freiwilligen ansprechen, die sich gern in einer nicht-(nur)-jugendlichen Gruppe engagieren.
In unseren Sommerlagern kannst du bei einem konkreten Projekt praktisch anpacken oder kreativ gestalten. Ihr pflegt gemeinsam einen Gedenkpfad oder einen jüdischen Friedhof, recherchiert für eine Ausstellung in Archiven oder bringt euch sozial in einem Begegnungsprojekt ein.
Die Projekte in Gedenkstätten reichen von handwerklichen Arbeiten bis hin zu kreativen Projekten und thematischen Recherchen. Dazu gibt es Workshops und Exkursionen, in denen du dich mit Ausgrenzung, Rassismus und der Geschichte anschaulich auseinandersetzt.
Ein weiterer Fokus unserer Arbeit liegt auf jüdischen Friedhöfen. Hier arbeitest du aktiv daran mit, Grabsteine zu säubern, alte Wege freizulegen und den Friedhof als Erinnerungsort zu gestalten. Deine Arbeit ist ein wichtiges Zeichen gegen die Zerstörung und das Vergessen, und du hilfst dabei, das kulturelle Erbe jüdischer Gemeinden zu bewahren.
Jedes Sommerlager ist einzigartig. Wir laden dich ein, die Vielfalt unserer Projekte kennenzulernen und gemeinsam mit uns ein starkes Zeichen für Frieden, Erinnerung und Versöhnung zu setzen. Diese Arbeit ist heute wichtiger denn je – schließe auch du dich ihr an und erlebe, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Hand in Hand gehen.
Eindrücke
Programm 2026
Das Sommerlagerprogramm 2026 ist da!
Auch dieses Jahr laden unsere internationalen Sommerlager dazu ein, Geschichte vor Ort zu entdecken, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Erinnerung zu gestalten. Ob praktische Arbeit an historischen Orten, intensive Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart oder internationale Begegnungen – das neue Programm bietet vielfältige Möglichkeiten, aktiv zu werden.
Die Anmeldung startet im Februar 2026.
Searching for Traces of Forced Labour
Berlin, 02.08. – 15.08.2025
Das Sommerlager findet in Kooperation mit der Internationalen Jugendbegegnungsstätte des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit statt. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Vorbereitung einer Fotoausstellung zum Thema NS-Zwangsarbeit und eine Spurensuche an ehemaligen Lager- und Produktionsstandorten in Berlin-Schöneweide und in der Umgebung.
Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit befindet sich am Ort eines ehemaligen fast vollständig erhalten gebliebenen Zwangsarbeitslagers. Dieser Ausstellungs-, Archiv- und Lernort widmet sich schwerpunktmäßig einer jahrzehntelang vergessenen Opfergruppe: den rund 8,4 Millionen zivilen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, die während des Zweiten Weltkrieges für das NS-Regime arbeiten mussten und für die es bis 2006 keinen eigenen Erinnerungsort gab.
Während des Projektes „Searching for Traces of Forced Labour“ werden internationale Teilnehmende an verschiedenen Stationen in Berlin auf photographische Spurensuche zum Thema NS-Zwangsarbeit gehen und dabei erforschen, welche Auswirkungen der zweite Weltkrieg und die NS-Zwangsarbeit auf den Ort hatten. Sie werden von einem professionellen Fotografen in die Grundlagen der Fotografie eingeführt und begleitet. Die Ergebnisse der Spurensuche werden Fotografien und die dazu gehörenden Geschichten sein. Sie werden in eine Ausstellung einfließen, die im Dokumentationszentrum gezeigt und am Ende des Sommerlagers eröffnet wird.
Buchenwald erleben – Geschichte verstehen & Erinnerung gestalten
Weimar-Buchenwald, Deutschland, 19.07.-01.08.2026
Buchenwald ist ein vielschichtiger und mehrdeutiger Ort voller Geschichte. Unter inhaltlicher Begleitung setzen sich die Teilnehmer*innen des Sommerlagers intensiv mit dieser Geschichte auseinander und helfen, Erinnerung zu gestalten.
Ab Juli 1937 wurde auf dem Ettersberg nahe Weimar das Konzentrationslager Buchenwald errichtet. Es war eines der größten Lager auf deutschem Gebiet. Im Februar 1945 waren im KZ Buchenwald und den dazugehörigen Außenlagern über 112.000 Männer und Frauen aus 60 verschiedenen Ländern der Welt eingesperrt. Sie mussten zumeist harte Zwangsarbeit leisten, ab 1942 vor allem in deutschen Rüstungsbetrieben.
Mindestens 56.000 Menschen starben oder wurden gezielt ermordet.
Mindestens 56.000 Menschen starben oder wurden gezielt ermordet.
Von 1945 bis 1950 nutzte die sowjetische Besatzungsarmee das Gelände als Speziallager. Nach 1950 wurden die meisten Gebäude abgerissen. In der neu gegründeten DDR plante man eine Gedenkstätte für den „antifaschistischen Widerstand“. Die „Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald“ wurde 1958 eingeweiht. Seit den 1990ern wurden zahlreiche Veränderungen vorgenommen, um auch an andere Opfer des nationalsozialistischen Regimes zu erinnern. Zwei historische Dauerausstellungen informieren über die Geschichte des Konzentrationslagers und über die des sowjetischen Speziallagers. Es gibt auch eine Kunstausstellung.
Neben praktischen Pflege- und Erhaltungsarbeiten am Wanderweg „Gedenkweg Buchenwaldbahn“ entlang der ehemaligen Bahnschienen oder im ehemaligen Lagergelände beschäftigen sich die Teilnehmer*innen des Sommerlagers mit der vielschichtigen Vergangenheit des Ortes. Am Gedenkweg können sie die Namen deportierter Kinder und Jugendlicher in Steine gravieren oder in der Restaurierungswerkstatt bei Ausgrabungen gefundene Gegenstände restaurieren. Die Nähe des Lagers zu der für die deutsche Geschichte und Kultur bedeutenden Stadt Weimar wird thematisiert. Auch ist der Umgang mit der Geschichte des Ortes Buchenwald seit 1945 ein Thema. Neben dem Ort selbst mit den erhalten gebliebenen Gebäuden und Fundamenten gibt es durch Texte, Fotografien, Zeichnungen, Fundstücke, Archivalien, Ton- und Filmmaterial zahlreiche Möglichkeiten zur Auseinandersetzung.
Auch thematische Exkursionen nach Weimar und in die Umgebung (z.B. Erfurt) sind geplant.
Spurensuche am Arbeitserziehungslager – Archäologie & Geschichte
Osnabrück, Deutschland, 09.08.-16.08.2026
Am Ort des „Arbeitserziehungslagers Ohrbeck“, einem KZ der Gestapo, nähern sich die Teilnehmer*innen dem Schicksal der Häftlinge und der Geschichte des Ortes durch Ausgrabungen auf dem ehemaligen Lagergelände unter fachkundiger Anleitung der Mitarbeitenden der Gedenkstätte Augustaschacht an.
Was Menschenhand und Natur ausgelöscht oder zugedeckt haben, machen Grabungen an historischen Orten sichtbar. Spuren der Vergangenheit werden fassbar. Am Ort des „Arbeitserziehungslagers Ohrbeck“, in dem über 2000 Jugendliche und Männer aus 17 Ländern im Zweiten Weltkrieg inhaftiert waren, unterstützen Teilnehmende Ausgrabungsarbeiten auf dem Gelände der Gedenkstätte und begeben sich auf Spurensuche. Überraschende Begegnungen und neue Perspektiven auf eine Vergangenheit, die noch lange nicht ausgeleuchtet ist und noch lange nicht vergangen ist, sind möglich. Vorkenntnisse sind dazu nicht erforderlich.
In Osnabrück, dem Geburtsort von Erich Maria Remarque und des in Auschwitz ermordeten Malers Felix Nussbaum, besuchen die Teilnehmer*innen Gedenkorte und Museen, die neue Zugänge zur Geschichte von Schoa, Zwangsarbeit und Verfolgung eröffnen und nehmen. Neben dem thematischen Programm bleibt viel Raum für Freizeit, Spaß und Kennenlernen der Teilnehmer*innen. Das Sommerlager wird in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Augustaschacht und dem Haus Ohrbeck angeboten.
Spuren bewahren – Jüdisches Erbe in Kelmė entdecken
Kelmė, Litauen, 02.08.-10.08.2026
Im Sommerlager in Kelmė setzt Du Dich aktiv für den Erhalt jüdischer Geschichte ein. Gemeinsam mit einer internationalen Gruppe trägst Du dazu bei, das jüdische Erbe dieser litauischen Kleinstadt sichtbar zu machen und Wissen für kommende Generationen zu bewahren.
Kelmė war bis zum Zweiten Weltkrieg ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens. Jüdinnen und Juden ließen sich hier bereits im frühen 18. Jahrhundert nieder und prägten über Generationen hinweg das wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Leben der Stadt. Ende des 19. Jahrhunderts stellte die jüdische Bevölkerung die Mehrheit der Einwohner*innen; Kelmė war zudem weit über die Region hinaus als spirituelles Zentrum des Judentums bekannt.
Der Schriftsteller Icchokas Meras, der als Kind den Holocaust überlebte, beschrieb seine Heimatstadt mit den Worten: „Kelmė ist mein Litauen und mein Jerusalem.“ In seinen literarischen Werken setzt er sich in einer modernen, zurückhaltenden Sprache mit der Shoah auseinander und stellt grundlegende Fragen nach menschlicher Würde, moralischer Verantwortung und den Grenzen zwischen Menschlichkeit und Entmenschlichung. Diese reiche Geschichte wurde im Sommer 1941 durch die nationalsozialistische Besatzung Litauens gewaltsam zerstört: Rund 1.250 Jüdinnen und Juden aus Kelmė und der Umgebung wurden ermordet.
In Zusammenarbeit mit MACEVA, einer Organisation zur Erhaltung jüdischer Friedhöfe in Litauen, arbeitest Du am jüdischen Friedhof von Kelmė. Ziel ist es, Wissen über diesen Ort zu sichern und öffentlich zugänglich zu machen. Zu Deinen Aufgaben gehören: Pflege des Friedhofsgeländes, Kartierung und Digitalisierung der Gräber und Fotografieren und Dokumentieren lesbarer Grabinschriften. Mit Deinem ehrenamtlichen Engagement hilfst Du, eine fast vergessene Geschichte wieder sichtbar zu machen.
Begleitend zur praktischen Arbeit beschäftigst Du Dich mit jüdischer Geschichte und Kultur in Litauen. Neben Freizeitaktivitäten in und um Kelmė sind Ausflüge geplant. Am Wochenende erwartet Dich außerdem ein gemeinsamer Ausflug nach Vilnius, inklusive Stadtführungen, bei denen Du die litauische Hauptstadt näher kennenlernen kannst.
Višķi entdecken – Erinnern, Restaurieren, Erleben
Višķi, Lettland, 28.07-06.08.2026
Višķi ist ein Ort bei Daugavpils in Südostlettland – ein wunderschöner Ort, umgeben von drei Seen. Višķi war mal ein typisches jüdisches Shtetl (Dorf), wie tausend andere kleinere und größere Dörfer und Städte in Osteuropa. Heute sind das Fundament der ehemaligen Synagoge, der Friedhof sowie Erschließungsorte der Jüdinnen und Juden drei schweigende Zeitzeugen des jüdischen Lebens.
Das Sommerlager in Višķi wird zum vierten Mal von ASF, dem Verein „Drei Stufen e.V.“ (Osnabrück) und der Gemeinde vor Ort organisiert. Die Arbeit, die bereits 2022 begonnen wurde, wird dieses Jahr fortgesetzt.
Konkret soll mit der praktischen Arbeit der Teilnehmer*innen auf dem alten Jüdischen Friedhof ein Beitrag zum Aufbau des künftigen Ensemble-Museums unter freiem Himmel geleistet werden. Es werden Restaurierungs-, Garten- und Reinigungsarbeiten unter Anleitung des Fachpersonals durchgeführt. Die Arbeit in Višķi wird außerdem durch eine thematische Annäherung an die Geschichte des multiethnischen und multikonfessionellen Ortes sowie an Bezüge zur jüdischen Kultur in Lettland in Vergangenheit und Gegenwart ergänzt. Der Blick in die Vergangenheit wird es den jungen Teilnehmenden ermöglichen, Brücken in Gegenwart und Zukunft zu schlagen und diese gemeinsam zu gestalten.
Aufarbeitung und Erinnerung: Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen 1992
Rostock, Deutschland, 06.09. – 13.09.2026
Das Sommerlager wird in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum „Lichtenhagen im Gedächtnis“ (Soziale Bildung e.V.) organisiert. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit dem rassistischen und antiziganistischen Pogrom in Rostock-Lichtenhagen 1992 in Form von Archivarbeit und thematischen Workshops.
Gemeinsam setzen wir uns mit der historischen Einordnung des rassistischen Pogroms auseinander, beschäftigen uns mit den Perspektiven und Forderungen der Betroffenen und beleuchten die Entwicklungen rund um Aufarbeitung, Erinnerung und rassistische Kontinuitäten. Deshalb laden wir Dich ein, aktiv zur Dokumentation des Pogroms beizutragen: Gemeinsam erschließen, sortieren und verzeichnen wir Zeitungsartikel, Flyer, Plakate und andere historische Dokumente. Gleichzeitig nehmen wir die fortwährenden Strukturen rechter Gewalt in den Blick und hinterfragen kritisch, wie Erinnerungspolitik und Gedenken seit 1990 bis heute gestaltet werden – und welche Rolle wir selbst dabei spielen. Anlässlich der 34. Jahrestage des Pogroms gibt es die Möglichkeit eine gemeinsame Gedenkaktion zu gestalten.
Zwangsarbeit in Oświęcim – Geschichte am Ort des Geschehens
Oświęcim, Polen, 09.08-15.08.2026
Oświęcim, eine Kleinstadt in Südpolen. Den Meisten bekannt unter dem deutschen Namen Auschwitz und weltweit als das Symbol des Holocaust. Nicht viele wissen, dass die Stadt schon eine über 800-jährige Geschichte hat. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten hier in Oszpicin, der jüdische Name für die Stadt Oświęcim, 8.000 Juden und Jüdinnen bei einer Gesamtbevölkerung von 14.000 Einwohner*innen. Über 400 Jahre prägte das jüdische Leben, die jüdische Kultur und zahlreiche Synagogen das Stadtbild.
All dies änderte sich mit der Besetzung Oświęcims im September 1939 sowie der Errichtung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1940. Zunächst als Arbeitslager für polnische Gefangene vorgesehen, wurde Auschwitz im Laufe der Zeit zu einem zentralen Bestandteil des nationalsozialistischen Vernichtungssystems. Ab 1941, mit dem Bau von Auschwitz-Birkenau, nahm das Lager eine Schlüsselrolle im Holocaust ein. Hier wurden vor allem Jüdinnen und Juden, aber auch Sinti* und Roma* systematisch ermordet.
Im Sommerlager wirst du dich intensiv mit der Geschichte des Lagerkomplexes Auschwitz auseinandersetzen. Auf dem Programm stehen Studienführungen durch die Gedenkstätten der ehemaligen Lager Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau, die durch Vor- und Nachbereitungsworkshops ergänzt werden. Dabei wirst du nicht nur die bekannten Aspekte der Lagergeschichte kennenlernen, sondern auch Spuren verfolgen, die sich heute außerhalb der Gedenkstätten finden lassen. Ein Thema ist die Verbindung der deutschen „Musterstadt“ Auschwitz zum Lager sowie die Rolle der deutschen Industrie, insbesondere der IG Farben, mit ihrem eigenen Lager Auschwitz-Monowitz. Auf den Ruinen des ehemaligen Dorfes Monowice wurde im Herbst 1942 ein weiteres Konzentrationslager im Bereich Auschwitz eröffnet. Es war das erste Konzentrationslager, das von einem privaten Industrieunternehmen geplant und finanziert wurde und für die Zwangsarbeit von Häftlingen, die auf der Baustelle für die Buna-Werke der IG Farben arbeiten mussten, gebaut wurde. In Workshops wirst du mehr über die Geschichte von Auschwitz III Monowitz und die Lebensgeschichten von Zwangsarbeitern der IG Farbenerfahren .
Der jüdische Friedhof Wrocław: Geschichte vor Ort erleben
Wrocław, Polen, 07.06.-18.06.2026
Der Neue Jüdische Friedhof in Breslau, ein Ort von historischer und kultureller Bedeutung, benötigt zu seiner Restaurierung viele Helfer*innen. Um diesen bedeutsamen Platz für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, laden wir engagierte Teilnehmende ein, sich an unserem diesjährigen Sommerlager zu beteiligen.
Dieses Projekt richtet sich vor allem an Menschen ab 40 Jahren, ist jedoch für alle volljährigen Interessent*innen offen. Auch jüngere Teilnehmende sind willkommen, um gemeinsam die anstehenden Arbeiten zu unterstützen und die intergenerative Zusammenarbeit zu fördern.
Der Neue Jüdische Friedhof wird seit 1902 bis heute von der Jüdischen Gemeinde Breslau/Wrocław als Begräbnisplatz genutzt. Der Friedhof zeugt von der einst blühenden jüdischen Gemeinde Breslaus, die neben Berlin und Frankfurt/Main eine der größten im Deutschen Reich war.
Der Fokus unseres Arbeitseinsatzes liegt auf dem alten, größten Teil des Friedhofs, der bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges als letzte Ruhestätte diente. Leider wurde dieser Ort lange Zeit vernachlässigt und ist an vielen Stellen beschädigt worden. Die nördliche Hälfte ist stark zugewachsen, und es gibt zahlreiche Grabstellen, die der Pflege bedürfen.
In den vergangenen Jahren wurden bereits Maßnahmen zur Beseitigung von Gehölz und Wildwuchs ergriffen, um Grabfelder und Wege zu bereinigen. Die Aufgaben im Rahmen des diesjährigen Sommerlagers sind vielfältig: Wir werden Gräber aufstellen und wieder sichtbar machen, Rosen schneiden und Efeu und Wildwuchs beseitigen. Damit leisten wir unseren Beitrag, den Friedhof als Ort des Gedenkens und der Erinnerung zu gestalten.
Aber das Projekt bietet mehr als nur körperliche Arbeit. Wrocław ist eine pulsierende Stadt, die als „Stadt der Begegnung“ bekannt ist. Das Begleitprogramm des Sommerlagers umfasst die Erkundung der Geschichte und Gegenwart der Stadt, mit einem besonderen Fokus auf die Spurensuche jüdischen Lebens. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, sich mit der Kultur und Religion auseinanderzusetzen und eine Stadt zu entdecken, die sowohl geschichtsträchtig als auch modern ist. Wir freuen uns auf eine inspirierende Zeit voller Begegnungen, Austausch und gemeinsamer Arbeit.
Mikulov erleben – Jüdisches Erbe & Stadtgeschichte
Mikulov, Tschechien, 01.09.-09.09.2026
Mikulov, eine malerische Stadt im südmährischen Tschechien, besticht durch ihre beeindruckende Burg und die charmante Altstadt. Diese Stadt hat eine reiche Geschichte, die eng mit dem jüdischen Erbe verbunden ist. Im 18. und 19. Jahrhundert war Mikulov ein blühendes Zentrum der jüdischen Kultur in Mähren. Heute erinnern der alte jüdische Friedhof und die restaurierte Synagoge an diese bewegte Vergangenheit.
Im Sommerlager laden wir dich ein, aktiv an der Pflege und Erhaltung eines der ältesten und geräumigsten jüdischen Friedhöfe Tschechiens mitzuwirken. Die ersten Begräbnisse fanden hier bereits im 15. Jahrhundert statt, und der älteste noch erhaltene Grabstein datiert auf das Jahr 1605. Der Friedhof ist ein Ort des Gedenkens und der Erinnerung, der in den letzten Jahrhunderten viele Geschichten erzählt hat.
Gemeinsam werden wir auf dem weitläufigen Friedhof Efeu und Wildwuchs beseitigen und Gräber sichtbar machen. Damit leisten wir unseren Beitrag, den Friedhof als Ort des Gedenkens und der Erinnerung zu gestalten.
Das Projekt richtet sich vor allem an Menschen ab 40 Jahren, steht jedoch allen volljährigen Interessent*innen offen. Auch jüngere Teilnehmende sind herzlich willkommen, um die intergenerative Zusammenarbeit zu fördern und gemeinsam an einem wichtigen kulturellen Erbe zu arbeiten.
Auf Pfaden der Erinnerung – der Zivilcourage auf der Spur
Kryoneri, Griechenland, 25.06.-04.07.2026
Kryoneri Korinthias ist ein lebendiges Bergdorf auf der Peloponnes, hoch über dem Golf und der Stadt Korinth. Mutige Bewohner*innen versteckten hier während der deutschen Besatzungszeit die sechsjährige Jüdin Rivka Kamhi mit ihrer Familie. Rivka überlebte den Terror der Shoah und wurde gerettet. Sie lebt heute in Israel.
In diesem internationalen Sommerlager wirst du die Geschichte von Rivkas Rettung kennenlernen und kannst helfen, sie vor dem Vergessen zu bewahren. Du wirst mit über 20 anderen Teilnehmer*innen aus verschiedenen EU-Ländern Pfade und Wanderwege rund um das Dorf freilegen und pflegen und dadurch den Zugang zu historischen Orten bewahren. Außerdem wirst du spannende Einblicke in die Geschichte Griechenlands, der deutschen Besatzung und deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung bekommen.
Mut und Zivilcourage braucht es zu jeder Zeit. Du kannst dich in diesem Sommerlager mit anderen internationalen Teilnehmer*innen über Formen von Rassismus und Ausgrenzung auch in unserer Zeit austauschen. Gemeinsam könnt ihr überlegen, was ihr heute dagegen tun könnt.
Das Dorf und die Umgebung sind bergig und leider nicht barrierefrei.
Anmeldung und Kosten
Vielen Dank für Dein Interesse an den ASF-Sommerlagern.
Dein finanzieller Beitrag zum Sommerlager
Teilnahmebeiträge gestaffelt nach Herkunftsland:
- Deutschland, West-, Nord- und Südeuropa, Nordamerika, Israel: 160 Euro ermäßigt/ 190 Euro ohne Ermäßigung.
- Baltikum, Griechenland, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Türkei, Ungarn, Mittel- und Südamerika: 100 Euro ermäßigt/ 130 Euro ohne Ermäßigung.
- Osteuropa, Kaukasus, Zentralasien: 80 Euro ermäßigt/110 Euro ohne Ermäßigung.
Ermäßigungen gelten für geringfügig Verdienende und Menschen ohne festes Einkommen.
Wenn Du die Teilnahmegebühr nicht – oder nicht voll – leisten kannst, nimm bitte den Kontakt zu ASF auf. Wir prüfen Deine Anfrage und versuchen Dir eine Teilnahme an einem Sommerlager zu ermöglichen.
Welche Kosten kommen noch auf dich zu?
Individuelle An- und Abreise
Die Sommerlager beginnen und enden zu den angegebenen Terminen. Reisekosten zum Projektort und Ausgaben für Visumbeschaffung werden von den TeilnehmerInnen selbst getragen. Wenn möglich, bemühen wir uns, den Projektausschreibungen Reiseinformationen und Tipps beizufügen, wie du preiswert zum Sommerlagerort anreisen kannst. In jedem Fall ist Deine eigene Recherche wichtig!
Versicherungen
Wir schließen für alle Teilnehmer*innen eine Unfall- und Haftpflichtversicherung ab.
Für nicht-deutsche Teilnehmer*innen schließen wir zusätzlich eine Krankenversicherung ab, wenn sie an einem Sommerlager außerhalb ihres Heimatlandes teilnehmen. Da bei der Antragstellung für ein Visum ein Nachweis über eine Krankenversicherung vorgelegt werden muss, empfehlen wir, außerdem noch eine persönliche private Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen, um Probleme bei der Einreise zu vermeiden.
Alle deutschen Teilnehmer*innen müssen sich selbst um eine Auslandsreisekrankenversicherung kümmern. Informationen geben die Krankenkassen.
Für nicht-deutsche Teilnehmer*innen schließen wir zusätzlich eine Krankenversicherung ab, wenn sie an einem Sommerlager außerhalb ihres Heimatlandes teilnehmen. Da bei der Antragstellung für ein Visum ein Nachweis über eine Krankenversicherung vorgelegt werden muss, empfehlen wir, außerdem noch eine persönliche private Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen, um Probleme bei der Einreise zu vermeiden.
Alle deutschen Teilnehmer*innen müssen sich selbst um eine Auslandsreisekrankenversicherung kümmern. Informationen geben die Krankenkassen.
Private Ausgaben/Taschengeld
ASF trägt die Kosten für die praktische und inhaltliche Arbeits- und Freizeitgestaltung. Bitte denke daran, für private Ausgaben genügend Taschengeld mitzunehmen.
Stornierungsregelungen
Wenn du aus unvorhergesehenen Gründen deine Teilnahme absagen musst, bitten wir dich um eine schnelle Benachrichtigung. Erreicht uns deine Absage bis 5 Wochen vor Beginn des Camps, erstattet ASF 80% des Teilnahmebeitrags. Bei einer späteren Absage wird keine Erstattung vorgenommen, da Plätze i.d.R. in so kurzer Zeit nicht mehr neu besetzt werden können und ASF somit Kosten durch bereits gebuchte Unterkünfte etc. entstehen.
FAQ
Ob Anmeldung, Visa, Unterkunft oder Verpflegung: Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) zu den Sommerlagern.
Anmeldung
Wer kann mitmachen?
Alle Menschen ab 18 Jahren aus Deutschland und dem Ausland. Einige Sommerlager sind für junge Erwachsene ausgeschrieben, andere sind generationsübergreifend. Genauere Informationen zu den Zielgruppen findest du in den Beschreibungen der einzelnen Sommerlager.
Kann ich mich auch für zwei Sommerlager anmelden?
Ja! Aber wir können leider keinen Rabatt gewähren.
Kann ich auch andere Personen für das Sommerlager anmelden?
Wir freuen uns, wenn du deinen Freund*innen, Verwandten und Bekannten von den Sommerlagern erzählst. Die Anmeldung ist jedoch eine persönliche Entscheidung. Wir akzeptieren daher nur Einzelanmeldungen und keine Gruppenanmeldungen.
Was passiert, wenn es keine freien Plätze mehr in meinen Wunschprojekten gibt?
In diesem Fall kannst du dich auf die Warteliste setzen lassen. Wenn es noch freie Plätze gibt, informieren wir dich sofort. Alternativ kannst du dich auch für andere Sommerlager entscheiden.
Gibt es einen Anmeldeschluss für das Sommerlager?
Die Anmeldung beginnt mit der Veröffentlichung des Gesamtprogramms. Anmeldungen sind auch kurzfristig möglich, sofern noch genügend Plätze zur Verfügung stehen. Dies gilt allerdings nicht, wenn für das Reiseland ein Visum erforderlich ist, da es in der Regel einige Tage dauert, bis ASF die Einladung ausgestellt hat und die Teilnehmer*innen ein Visum beantragen können.
Was passiert, wenn ich meine Teilnahme absage?
Wenn du deine Teilnahme aus unvorhergesehenen Gründen absagen musst, informiere uns bitte so schnell wie möglich. Wenn deine Stornierung bis zu 5 Wochen vor Beginn des Sommerlagers bei uns eingeht, erstattet ASF 80% der Teilnahmegebühr. Bei einer späteren Absage erfolgt keine Rückerstattung, da die Plätze in der Regel so kurzfristig nicht mehr besetzt werden können und ASF Kosten durch bereits gebuchte Unterkünfte etc. entstehen.
Deine Teilnahme am Sommercamp ist von großer Bedeutung. Bitte bedenke, dass deine Absage Auswirkungen auf die Planung und Durchführung des Projekts sowie auf diejenigen haben kann, die vor Ort auf deine Unterstützung zählen.
Zählt meine Teilnahme an ASF-Sommerlagern als Bildungsurlaub?
ASF ist nicht anerkannt als Weiterbildungsträger nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz (AWbG), deswegen können wir keine Bescheinigungen für den Bildungsurlaub für die Teilnahme an ASF-Sommerlagern ausstellen.
Wissenswertes zur Vorbereitung
Wie gut müssen meine Fremdsprachenkenntnisse sein?
In vielen Sommerlagern wird vor allem Englisch gesprochen. Für einige Sommerlager sind gute Deutschkenntnisse erforderlich. Sommerlager sind Arbeits- und Begegnungsprojekte! Wir bitten dich, auf die in der Sommerlagerbeschreibung angegebenen Sprachen zu achten und deine Bewerbung in einer der Sommerlagersprachen auszufüllen.
Wie organisiere ich die Anreise zum Ort des Sommerlagers?
Die Teilnehmer*innen tragen ihre Reisekosten, einschließlich der Visakosten, selbst. Sie organisieren die An- und Abreise individuell: Die Teamer*innen koordinieren keine Gruppenreisen, sondern geben Auskunft darüber, wann und wo sich die Gruppe zum ersten und letzten Mal trifft. Bei Bedarf können die Teamer*innen Tipps zur An- und Abreise geben.
Was sollte ich zum Sommerlager mitbringen?
ASF übernimmt den Großteil der Kosten vor Ort. Dennoch müssen die Teilnehmer*innen selbst für Arbeitskleidung, Arbeitshandschuhe, festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, notwendige Medikamente, persönliche Hygieneartikel, ausreichenden Sonnenschutz und persönliche Ausgaben vor Ort sorgen. Spreche mit den Teamer*innen darüber, was du für deine Freizeitaktivitäten mitbringen kannst und solltest (Wörterbücher, Kochrezepte, Musikinstrumente, Lieder, Bücher, Spiele etc.).
Wie unterstützt mich ASF bei der Beantragung eines Visums?
Wenn du ein Schengen-Visum für ein Sommerlager in Deutschland, Polen oder der Tschechischen Republik benötigst, bitten wir dich, uns mit deiner Bewerbung Informationen aus deinem Reisepass zu schicken. Wir benötigen diese Informationen, um eine Einladung zu erstellen. ASF schickt die Einladung an deine auf dem Anmeldeformular angegebene Adresse. Der Einladung liegt ein Nachweis über eine Reisekrankenversicherung bei (gilt nur für nicht-deutsche Teilnehmer*innen).
Der Versand der Einladung dauert je nach Reiseziel 1-4 Wochen. Bei der Beantragung eines Visums für die Teilnahme an den Sommerlagern in Lettland und Litauen können wir leider nicht behilflich sein.
Aufgrund der aktuellen Situation können wir Teilnehmer*innen aus Russland leider nicht bei der Visabeantragung helfen. Interessierte aus Russland benötigen ein gültiges Schengen-Visum.
Bitte wende dich mit der Einladung an die Botschaft des Landes, in dem das Sommerlager stattfindet. Wir empfehlen dir, so bald wie möglich einen Termin zur Beantragung eines Visums bei der Botschaft zu vereinbaren. Der Termin sollte etwa vier Wochen vor Beginn des Sommerlagers liegen.
ASF bittet in den Einladungen um die kostenlose Ausstellung der Visa. Kommt die Botschaft des jeweiligen Landes dieser Bitte nicht nach, kann ASF die Kosten für die Ausstellung des Visums leider nicht übernehmen. Gleiches gilt für die Kosten für die Anreise zur Botschaft oder zum Konsulat, die von den Teilnehmer*innen selbst getragen werden müssen.
Wann erhalte ich weitere Informationen?
Spätestens 4 Wochen vor Beginn des Sommerlagers erhältst du von den Teamer*innen eine ausführliche Info-Mail mit allen Informationen, die du für die Anreise und das Packen benötigst.
Vor Ort im Sommerlager
Wie sieht das Sommerlagerprogramm aus?
Die Sommerlager beinhalten vier bis sechs Stunden praktische Arbeit pro Tag. Die restliche Zeit wird für Workshops zu historischen und politischen Themen sowie für Ausflüge in die Umgebung genutzt. Es gibt auch genügend Zeit für informelle Gruppendialoge und Reflexion. Alle lokalen Programmkosten werden von ASF übernommen.
Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?
Wir schließen für alle Teilnehmer*innen eine Unfall- und Haftpflichtversicherung ab. Für nicht-deutsche Teilnehmer*innen schließen wir zusätzlich eine Krankenversicherung ab, wenn sie an einem Sommerlager außerhalb ihres Heimatlandes teilnehmen. Da der Nachweis einer Krankenversicherung bei der Beantragung eines Visums vorgelegt werden muss, empfehlen wir, zusätzlich eine private Reisekrankenversicherung abzuschließen, um Probleme bei der Einreise zu vermeiden. Alle deutschen Teilnehmer*innen müssen eine eigene Reisekrankenversicherung abschließen. Auskünfte erteilen die Krankenkassen.
Wo werde ich untergebracht?
Die Teilnehmer*innen der Sommerlager wohnen in einfachen Unterkünften, die je nach Projektland und -ort variieren. Bisher wurden Teilnehmer*innen in Jugendherbergen, Studierendenwohnheimen, Klöstern und selten in kleinen Hotels untergebracht. Auch Fans von Campingurlauben kommen mancherorts auf ihre Kosten. Schlafsack und Isomatte musst du eventuell selbst mitbringen. Weitere Informationen zu den Unterkünften findest du in der Programmbeschreibung.
Was steht auf dem Speiseplan?
In erster Linie selbst gekochtes Essen, denn viele Sommerlager sind selbstversorgt. In einigen Sommerlagern wird das Essen in den Unterkünften zur Verfügung gestellt. Im Falle der Selbstversorgung planen die Teilnehmer*innen den Programmablauf als Gruppe und verteilen gemeinsam anfallende Aufgaben wie Einkaufen, Abwaschen, Aufräumen und Kochen.
Awareness-Richtlinien
ASF setzt sich für ein gleichberechtigtes und diskriminierungsfreies Miteinander ein. Dieses Anliegen verfolgen wir mit allen beteiligten Personen in unseren Sommerlagern. ASF lehnt jede Form von Machtmissbrauch, Diskriminierung, Grenzüberschreitung und Beleidigung ab, sei es aufgrund von Gender, sexueller Orientierung, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Hautfarbe oder anderer Zuschreibungen. Bitte nimm zur Kenntnis Awareness-Richtlinien zur Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung bei den Sommerlagern von ASF.
Team
Wer sind meine Ansprechpartner*innen vor Ort?
Die Sommerlager werden von engagierten Freiwilligen betreut. Die Gruppenleiter*innen, auch Teamer*innen genannt, kümmern sich um die Absprachen mit den Projektpartner*innen vor Ort, halten Kontakt zu den angemeldeten Sommerlager-Teilnehmer*innen und dem ASF-Büro in Berlin und entwickeln das Programm für das jeweilige Projekt.
Wie kann ich die Sommerlager-Teamer*innen kontaktieren?
ASF teilt dir die Kontaktdaten der Teamer*innen mit, wenn deine Teilnahmegebühr eingegangen ist.
Wie viele Personen nehmen an dem Sommerlager teil?
An den Sommerlagen nehmen in der Regel 10 bis 25 Personen teil. Informationen über die voraussichtliche Teilnehmer*innenzahl findest du in der jeweiligen Projektbeschreibung.



