Stimmen zum Krieg in der Ukraine

Zeitschrift: zeichen 2 / 2022

In diesem zeichen haben die Menschen das Wort, die unter dem Angriffskrieg in der Ukraine leiden und noch im Land leben oder sich auf der Flucht befinden. Ukrainische Partner*innen, Freund*innen und Freiwilligen berichten über die Auswirkungen des Krieges auf ihr Leben und ihre Arbeit, aber auch, was sie den brutalen Angriffen und Zerstörungen mit zivilgesellschaftlicher Solidarität entgegensetzen.

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Der Krieg trifft auch die Arbeit von ASF in der Ukraine: Das Freiwilligenprogramm musste ab Februar im ganzen Land bis auf weiteres schweren Herzens unterbrochen werden, auch in Russland und Belarus ruhen die Programme. Stattdessen steht nun die Unterstützung unserer Partner*innen im Land, aber auch der ukrainischen Freiwilligen, die mit ASF-Programmen in Polen oder Deutschland aktiv sind, im Vordergrund.

Journalistische und wissenschaftliche Beiträge ordnen schließlich die Entwicklung politisch, gesellschaftlich und erinnerungskulturell ein. In einem Interview nehmen die ASF-Vorstandsmitglieder Gianna Magdalena Schlichte und Jakob Stürmann sowie die ASF-Geschäftsführerin Jutta Weduwen Stellung zu den aktuellen Debatten um die Ursachen, geschichtspolitische Aufladungen und Herausforderungen dieses Krieges.

Diese Berichte werden ergänzt um eindrücklichen Fotografien. Der ukrainische Fotografen Alexander Chekmenev zog in den ersten Kriegswochen durch die Straßen Kyjiws, um Menschen im Kriegszustand zu begegnen und zu fotografieren. Er zeigt sie in ihren Notunterkünften oder bei ihrem Engagement in der Nothilfe. Die Aufnahmen sind gezeichnet von Schmerz und Verlust und gleichzeitig von großer Mitmenschlichkeit und couragiertem Engagement. Oleksandra Bienerts Serie „I am not a victim“ portraitiert hingegen Frauen, die aus der Ukraine nach Berlin geflüchtet sind. In dieser Situation stehen sie vor großen Problemen, wollen aber zugleich nicht darauf reduziert werden, sondern ihr Bild in der Öffentlichkeit selbst gestalten.

Dieser Krieg ist grausam. Er zerstört Leben und erschüttert die Beziehungen und Begegnungen zwischen Menschen, die nun verfeindeten Ländern angehören. Dies konnten wir insbesondere in unserem Internationalen Freiwilligenprogramm in Deutschland erleben, an dem neben Ukrainer*innen auch Freiwillige aus Belarus und Russland teilnehmen. In dem Schmerz liegt aber auch eine Hoffnung, denn wir erleben bei den Freiwilligen zugleich tiefgreifende Reflexionen, Empathie und Annäherungen. Davon erzählen die Freiwilligen-Berichte in diesem Heft.

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