Predigthilfe zum Israelsonntag

Predigthillfe 2020

Wir erleben eine »Geschlossene Gesellschaft«, nicht einmal eine Kirchen- Glocke läutet, denn Gottesdienste sind eingestellt, Kirchen verschlossen und die Nachdenklichen denken zum ersten Mal, dass vielleicht auch bei den Christen der Karsamstag »ein langer Samstag« werden könnte, wie er es wurde und geblieben ist bei den vielen sozialen Bewegungen, für die der Messias nie kam und der Samstag nicht endete (George Steiner). Nun für die Christen: Ostern – ein ereignisloser stummer Sonntag?

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Wenn dieses etwas andere Editorial in Ihren und Euren Händen ist, mögen die Grenzen wieder offen sein, konnte der schwadronierende Entertainer in Washington keinen Impfstoff für sich allein kaufen, sehen Großeltern und Enkel miteinander Bilderbücher an und die Gemeinden halten »Offene Kirche«, mögen in Genf und Rom wieder Gottesdienste gefeiert werden…

Heute hoffen wir es, doch noch ist nur die Zusage auszuhalten: »Fürchte nicht den Schrecken der Nacht, am Tage nicht den Pfeil, die Pest nicht, die des Nachts einher schleicht, die Seuche nicht, die mittags dreinschlägt… (Psalm 91).« Psalm 91 – aus dem hebräischen Versmaß übersetzt – finden Sie in diesem Heft im Liturgie-Entwurf von Helmut Ruppel und Lorenz Wilkens – wir arbeiten daran, Psalmenübersetzungen aus dem hebräischen Versmaß in nicht allzu weiter Ferne, zum Strauß gebunden, vorlegen zu können.

Wir haben dieses Heft noch unbeeindruckt von der »Geschlossenen Gesellschaft« und dem Kampf um das Reich des Impfstoffs konzipiert, geschrieben und komponiert. Gottesdienst, Predigt und Unterricht stehen im Mittelpunkt. Vielleicht hätten vier bis sechs Wochen später andere Akzente und Aspekte das Profil bestimmt, vielleicht »Umgang mit Niederlagen« (Einwürfe 5, München 1988) oder »Der achte Tag«…

Da gegenwärtig jeder Tag seine eigene neue Plage mit sich bringt, blicken wir weit zurück und weit nach vorn, wie es sich in dem unscheinbaren deutschen Wort »einst« treffend abbildet: »Einst«, das was einmal gründend, eröffnend, anfänglich sich öffnete – und »einst«, das, was einmal kommen wird, erwartet, ersehnt und erhofft wird.

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