Predigthilfe zum 27. Januar – Internationaler Holocaust-Gedenktag

Predigthilfe 2020

Wie nun bereits seit vielen Jahren, eigentlich Jahrzehnten, stellen wir Ihnen in der Predigthilfe Überlegungen, konkrete Hilfen für die Gestaltung von Gottesdiensten und Aufsätze zu den Themenkomplexen vor, um die es uns und Ihnen geht. Ein Strauß von Texten und Angeboten für unser gemeinsames Anliegen: Die Vergangenheit zu erinnern und die Zukunft zu gestalten.

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Was mich immer wieder erstaunt sind die vielen Lücken, die sich auftun, wenn wir die Erforschung der Shoah in den Blick nehmen. Einige Bereiche erscheinen gut erforscht, in anderen hat die Erforschung und auch das Bekanntwerden in der Öffentlichkeit erst begonnen. Als Beispiel können die deutschen Kriegsverbrechen und die Ermordung der jüdischen Bevölkerung von Griechenland dienen.

Während der deutschen Besatzung Griechenlands 1941 bis 1944 wurde etwa ein Zehntel der griechischen Bevölkerung ermordet und hunderte Dörfer im Rahmen von willkürlichen Vergeltungsaktionen zerstört. Fast 90 Prozent der griechischen Jüdinnen und Juden wurden in Vernichtungslager deportiert und umgebracht. Aktion Sühnezeichen Friedensdienste engagiert sich gegen das Vergessen dieser Ereignisse und für eine Anerkennung der deutschen Kriegsschuld, seit Januar 2019 unterstützen wir auch die Forderungen des Vereins »Respekt für Griechenland« zu »Deutscher Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland«.

In dieser Predigthilfe finden sie einen Artikel von Lorenz Wilkens zu den Forschungen von Leon Saltiel, dessen Arbeiten zu den ersten zur Shoah in Griechenland gehören, die von einem griechischen Forscher verfasst worden sind. Von ihm herausgegebene Briefe griechischer Jüdinnen und Juden geben Einblicke in diese Zeit und werden in dem Vorschlag von Barbara Wündisch- Konz zum Gottesdienst am 26. Januar unter dem Titel »Keine Mission« – Oder: »Sprich nur ein Wort, so wird mein Diener gesund« eingebunden. Dieser Text möge für diejenigen eine Anregung sein, die keinen eigenen Gottesdienst am 27. Januar feiern, sondern das Thema in den vorherigen Sonntagsgottesdienst einbinden wollen.

Für all diejenigen, die am 27. Januar gedenken möchten, legt Helmut Ruppel einen Entwurf vor und gestaltet diesen auch um den 126. Psalm herum, den wiederum Lorenz Wilkens aus dem hebräischen Metrum übersetzt hat.

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