Begegnung mit dem Judentum

Zeitschrift: zeichen 3 / 2014

In diesem Zeichen möchten wir Sie und Euch an unseren Begegnungen mit dem Judentum teilhaben lassen. Freiwillige berichten von ihren Erlebnissen und Erinnerungen aus Wolgograd, New York, Prag und Berlin.

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Die vielfältigen Facetten jüdischen Lebens scheinen in drei Porträts auf: Hermann Simon kam 1949 zur Welt und wuchs in Ost-Berlin auf. Unter der Überschrift „Mein Judentum ist privat“ beschreibt der heutige Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum das Leben seiner Familie in der DDR und die sich wandelnde jüdische Gemeinschaft im heutigen Deutschland.

Für diesen Wandel steht auch die Oldenburger Rabbinerin Alina Treiger. Die 35-Jährige, die mit 21 Jahren aus der Ukraine nach Deutschland einwanderte, ist die erste in Deutschland ordinierte weibliche Rabbinerin seit 1945.

Seit Jahrzehnten besuchen Sühnezeichen-Freiwillige den Auschwitz-Überlebenden Yehuda Bacon in Jerusalem. Er erzählt von den Begegnungen mit Menschen, die Liebe und Vertrauen in ihm säten und von den Versuchen, von seinen Erlebnissen in der Schoa zu erzählen.

Die Begegnung mit dem Judentum ist in Deutschland und anderswo in der Welt leider auch heute noch häufig durch Antisemitismus geprägt. Ein Aufflammen des israelbezogenen Antisemitismus konnten wir in Deutschland im Sommer während der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas beobachten. Juliane Wetzel, Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung, analysiert aktuelle Formen von Judenhass.

Seit nunmehr einem Jahr ist das Programm Germany Close Up bei Aktion Sühnezeichen Friedensdienste angesiedelt. Jährlich kommen rund 250 junge jüdische US-Amerikaner_innen für zehn Tage nach Deutschland. Liz Foreman berichtet von einem Gespräch mit ihrer 90-jährigen Großmutter und eigenen mulmigen Gefühlen vor der Reise.

Hadas Cohen beschreibt ihre ganz besonderen Beobachtungen in Deutschland 69 Jahre nach Ende des Nationalsozialismus. Gabriele Wulz spricht in ihrer Andacht von einer Jahrtausende alten „Vergegnungsgeschichte“ zwischen Juden und Christen.

Im Bewusstsein der Schoa versucht Aktion Sühnezeichen Friedensdienste die achtsame Begegnung. „Denn nur wenn Menschen einander in einem aufmerksamen Wechsel von Nähe und Distanz begegnen, werden sie so miteinander bekannt werden, dass Unterschiede bleiben, Grenzen beachtet und Fremdheit gewahrt bleiben darf.“ Dass diese Begegnungen an vielen Stellen möglich waren und weiterhin sind, dafür sind wir sehr dankbar.

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