Armut beschämt nicht die betroffenen Menschen, Armut beschämt die Gesellschaft.

Zeitschrift: zeichen 3 / 2013

„Man denkt, dass man Armut kennt. Man hat sie im Fernsehen und auf der Straße schon tausendmal gesehen. Aber ihre Bedeutung begreifen wir dennoch nicht“ – mit diesen Sätzen beginnt der Bericht unserer Freiwilligen Lina Müller über das Leben „ihrer“ Babuschka in Belarus.

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Ihre Beschreibung lässt uns für einen kurzen Moment an dem Leben einer ehemaligen Zwangsarbeiterin teilhaben, die im Herbst in vielen Winkeln der Wohnung Kartoffeln und Zwiebeln verstaut und ansonsten auf die Freundschaften und Bücher vertraut, die ihr das Leben ermöglichen.

Diesen und andere Berichte unserer Freiwilligen finden sich auf den nächsten Seiten. Verschiedene Facetten von unfreiwilligem Mangel werden so für einen Moment sichtbar: in einem Zentrum für Obdachlose in Camden in den USA, in einem Haus für Kinder und Jugendliche in Tournai in Belgien, in Projekten in Tschechien und Frankreich oder in einer Lebensgemeinschaft mit Flüchtlingen in Amsterdam in den Niederlanden. Unsere Freiwilligen erzählen von den Begegnungen, die sie berühren und lassen uns an ihren Gedanken teilhaben. Für einen kurzen Augenblick erhält so die Armut ein Gesicht.

Andere Beiträge fordern uns zum Nachdenken heraus: Die Geldexpertin Kathrin Latsch plädiert für alternative Geldsysteme, Oliver Gehrs und Oliver Geyer geben Antworten auf scheinbar einfache Fragen und unsere Landesbeauftragte Stanislava Francesca Simuniova aus Tschechien fordert uns in ihrer Andacht mit dem Untertitel „Tribut an Papst Franziskus“ dazu auf, Armut auch mit Blick auf uns selbst und im theologischen Kontext zu denken.

Im September besuchten Bundespräsident Joachim Gauck und der französische Staatspräsident François Hollande die Gedenkstätte in Oradour-sur-Glane. Unsere Freiwillige Annemarie Niemann war an diesem Tag dabei und berichtet von der Bedeutung dieses Besuches für Robert Hébras, der als einer der wenigen das Massaker der SS-Division „das Reich“ am 10. Juni 1944 überlebte. Annemarie spricht aber auch von der „Bitterkeit“, die bei diesem Staatsbesuch zu spüren war.

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