#meinfijerhalten, Presse

#kürztunsnichtweg – Kampagne für freiwilliges Engagement im Bundestag erfolgreich

An freiwilligem Engagement, ob im Freiwilligen Internationalen Jahr (FIJ), dem FSJ oder dem Bundesfreiwilligendienst wird seit längerem gespart. Trotz der hohen Inflation stiegen die Fördersätze Jahre lang kaum. Nun bedrohten massive Kürzungspläne der Bundesregierung gerade kleinere Freiwilligenorganisationen in der Existenz. Dank eines breiten Protestbündnisses aus der Zivilgesellschaft und engagierter Fachabgeordneter wurden im Bundestag nun keine Kürzungen für den nächsten Bundeshaushalt eingeplant. Denn gerade jetzt braucht es das freiwillige Engagement aus einer lebendigen Zivilgesellschaft heraus.

Protest der Kampagne "meinFIJerhalten" vor dem Deutschen Bundestag. Bild: AGDF

In Sonntagsreden wird der Dienst von Jugendlichen im sozialen Bereich mit höchsten Tönen gelobt und gefordert. 100.000 Jugendliche leisten jedes Jahr ein FIJ, FSJ oder BFD. Das ist jede*r zehnte Schulabgänger*in. Die Jugendlichen und im BFD auch Lebensälteren engagieren sich in der Regel für ein Jahr lang hoch motiviert dort, wo es besonders wichtig ist: In Krankenhäusern, Kitas, Schulen, Horteinrichtungen, Sportvereinen, Jugendclubs, Seniorenheimen, in der Behindertenhilfe, in der Hilfe für Geflüchtete, in Kultureinrichtungen oder in Kirchengemeinden. Das Jahr ist für die Jugendlichen eine unbezahlbar wertvolle und prägende Zeit der Persönlichkeitsentwicklung und Verselbstständigung – und eine tragende Säule für den solidarischen und demokratischen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Die angedrohten Kürzungspläne von 113 Millionen Euro im Vergleich zum Haushaltsjahr 2023 sind nichts anderes als ein Schlag ins Gesicht für Jugendliche, die sich sozial engagieren wollen und für all die Einsatzstellen, die den Dienst möglich machen. Ab 2024 hätte so jeder dritte Platz wegfallen können. Die Bundesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag 2021 noch festgeschrieben, dass sie die Freiwilligendienste nachfragegerecht ausbauen und stärken wollte.

Auch ASF beteiligten sich in verschiedenen Bündnissen und Netzwerken an den Kampagnen „meinFIJerhalten“ und „Freiwilligendienstestärken“. Es gab Demonstrationen in Berlin und Protestaktionen bundesweit. Zumal auch an der politischen Bildung und anderen Jugendprogammen massiv gespart werden sollte.

Jugendliche aus dem FIJ, FSJ und BFD hielten Reden vor dem Bundesfinanzministerium und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – dort, wo die Kürzungspläne getroffen worden waren.

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