Gedenkgottesdienst zum 27. Januar

Der jährliche Gottesdienst am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus stand unter dem Motto „…und er ging hinaus und weinte bitterlich“ aus dem Lukas-Evangelium. So wie Petrus dreimal Jesus verleugnete, verleugnete und verriet die Kirche immer wieder den Juden Jesus von Nazareth und das Volk Israel.

Eine große Gruppe Menschen sitzt in einem Saal beim ASF-Gedenkgottesdienst. Vorne ein Tisch mit Kerzen.
Bild: ASF/Gundi Abramski

Christ*innen beteiligten sich an der Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden. So gedachten wir den Verfolgten und Ermordeten, sowie den Überlebenden und ihre Nachkommen, die bis heute an schweren Traumata leiden.
Nach 1945 wurde viel geweint und getrauert, aber selten um die vom Nationalsozialismus Verfolgten. Und auch heute scheint es vielen Christ*innen nicht möglich, den Schmerz und die Trauer vieler Jüdinnen und Juden nach dem Massaker vom 7. Oktober ohne Relativierung anzuerkennen und zu teilen.
Zu dem Gottesdienst in die Französischen Friedrichstadtkirche hatten Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, die Evangelische Akademie zu Berlin und die Französische Kirche Berlin eingeladen. Er wurde musikalisch eindrucksvoll ausgestaltet vom Staats- und Domchor Berlin unter Leitung von Prof. Kai-Uwe Jirka und von KMD Kilian Nauhaus an der Orgel. Rund 300 Gäste kamen.
Auch in der Gnadenkirche in Berlin-Pichelsdorf fand mit ASF-Beteiligung am Tag darauf ein Gottesdienst zum Gedenken der Opfer der Shoah mit Bischof Dr. Christian Stäblein statt.