ASF-Salon

Digitaler ASF-Salon: Ukrainische Erinnerungskultur mitten im Krieg

Aufzeichnung vom 25.10.2023 jetzt verfügbar
Bis zum Februar 2022 erscheint die Ukraine für die Bevölkerung Westeuropas als eine kaum beachtenswerte Nation. Nach 18 Monaten vollumfänglicher russischer Angriffskrieg auf das Land, hat sich dies geändert. Täglich steht die Ukraine im Fokus der internationalen Berichterstattung. Jedoch ist das Wissen über die ukrainische Kultur und Geschichte und ihre vielfachen europäischen Verflechtungen in großen Teilen der deutschen Gesellschaft weiterhin rudimentär.

Bild: Florian Bachmeier

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Hinweis: Die vorliegende Diskussionsveranstaltung wurde live geführt und nicht geschnitten. Bei Minuten 1:50:09 ist Herrn Prof. Dr. Gestwa ein Versprecher unterlaufen. Wie dem Kontext zu entnehmen ist, war anstelle des Begriffs „Holocaust“ der Begriff „Genozid“ gemeint.
Korrekt heißt es: „Dieser Genozid-Begriff ist außerordentlich voraussetzungsreich. Es müssen also sehr viele Voraussetzungen erfüllt werden, um eben dann erst von einem GENOZID zu sprechen.“

Debatten über die ukrainische Nationalbewegung und die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts samt ihrer Folgen für den ukrainischen Staat und die dort lebende Bevölkerung sind sehr oft geprägt von hitzigen Debatten, dessen Aufhänger zumeist Schlagwörter und Halbwissen sind.

In einem Expertengespräch möchten wir uns an die komplexen Fragen der ukrainischen Geschichte und gegenwärtigen Erinnerungspolitik wagen: Welche Spuren hinterließen der Holocaust und der deutsche Vernichtungskrieg im Land? Was war der Holodomor? Was hat es mit Abkürzungen wie OUN und UPA auf sich? Wer war Stephan Bandera? Wie war und ist die Situation von Minderheiten im Land? Welche Veränderungen gab es in der ukrainischen Erinnerungspolitik seit dem Kriegsbeginn 2014? Welche Rolle spielt Erinnerungspolitik in Kriegszeiten? Wie verändert der Krieg und die Vorgeschichte bis zum Euro-Maidan die Verortung des Landes in Europa?

Unsere Gesprächspartner sind:

Denis Trubetskoy, freier Journalist aus Kyjiw
Prof. Dr. Klaus Gestwa, Historiker und Direktor des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der Eberhard Karls Universität in Tübingen
Dr. Jakob Stürmann (Moderation), stellv. ASF-Vorsitzender

Der Digitale Salon ist ein Format von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, in dem historische, politische und gesellschaftliche Themen aufgriffen werden. Die Veranstaltung wurde durch das Programm Citizens, Equality, Rights and Values Programme (CERV) der Europäischen Kommission gefördert.

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