Patenschaften

Die ASF-Freiwillige Leonore und Marianne Karmon, die die Shoah in Schweden überlebte. Bild: ASF/Ruthe Zuntz

Mit einer Patenschaft für ASF-Freiwillige unterstützen Sie den Friedensdienst eines jungen Menschen und begleiten ihn durch das Freiwilligenjahr. ASF-Freiwilligendienste sensibilisieren die Freiwilligen nachhaltig für eine gerechtere und solidarischere Welt. Sie können uns aber auch mit der Patenschaft für eines der ASF-Länder oder mit der Patenschaft für ein bestimmtes Tätigkeitsfeld unterstützen.

Patenschaft für Freiwillige

ASF-Freiwillige bei einem Seminar zu Beginn ihres Freiwilligenjahres.
Die Freiwillige Clara bei einer Baumpflanzung in Erinnerung an jüdische Kinder, die vor der Shoah nach Großbritannien geflüchtet sind. Bild: Nick Spratling
Paul arbeitete in Brüssel in einem Begegnungszentrum. Bild: ASF/Arnaud Ghys
Die Freiwillige Irem unterstütze bei Asyl in der Kirche geflüchtete Familien in Berlin. Bild: ASF/Helena Schätzle
Die Freiwillige Charlotte besuchte in der Jüdischen Gemeinde Prag ältere Menschen. Bild: ASF/Karel Cudlín

Im September beginnen wieder rund 160 Freiwillige ihren einjährigen internationalen Friedensdienst mit Aktion Sühnezeichen in unterschiedlichen sozialen und bildungspolitischen Projekten. Sie begleiten Holocaust-Überlebende in ihrem Alltag, unterstützen Menschen mit Behinderungen und solche, die am Rande der Gesellschaft stehen, oder engagieren sich in Gedenk- und Bildungsstätten. Unsere Freiwilligen machen mit ihrem Engagement die Welt jeden Tag ein bisschen friedlicher und solidarischer.

Mit 20 Euro monatlich unterstützen Sie junge Menschen während ihres Friedensdienstes.
Ein Jahr im Ausland, sich für andere einsetzen und dabei auch selbst weiterentwickeln – das ist das Angebot von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste an junge Menschen. Als Pate*Patin gehören Sie zu einem Kreis von mindestens 20 Personen, die eine*n Freiwillige*n in der Regel mit 20 Euro oder mehr pro Monat unterstützen.

Bezugspersonen sind wichtig – und Sie bekommen viel zurück!
Unsere Freiwilligen brauchen Bezugspersonen, Menschen, die an ihrer persönlichen Entwicklung interessiert sind und denen sie von ihren Erfahrungen berichten können. Als Patin oder Pate erhalten Sie halbjährlich einen Bericht von dem jungen Menschen, den*die Sie unterstützen. Dort erfahren Sie mehr zum Einsatzort und Land sowie den Erfahrungen im freiwilligen Engagement und Alltagsleben. Auf Wunsch senden wir Ihnen auch gerne das jährlich dreimal erscheinende ASF-Magazin zeichen zu, das Ihnen ein umfassenderes Bild unserer Arbeit vermittelt.

Ihre Patenschaft wird gebraucht
Allen, die Interesse an einem Freiwilligendienst mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste haben, soll dies ermöglicht werden – unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Freiwilligen oder ihrer Eltern. Ihre Patenschaft trägt wesentlich dazu bei, dieses Ziel zu verwirklichen. Gemeinsam wird den Freiwilligen so eine besondere Erfahrung ermöglicht – und unseren Projektpartnern vor Ort eine kontinuierliche Unterstützung gewährleistet.

Kosten eines Freiwilligenplatzes
Die Kosten für einen Freiwilligenplatz belaufen sich auf bis zu 1.500 Euro pro Monat, abhängig von Projekt und Gastland. Zur Finanzierung dieser Kosten ist Aktion Sühnezeichen Friedensdienste auch auf Sie als Patin oder Pate angewiesen. Ein Patenkreis von 20 Personen deckt etwa ein Sechstel der Kosten eines einjährigen Freiwilligendienstes.

Finanzierung
Neben der Beteiligung von Patinnen und Paten sowie den Projektpartnern erhält Aktion Sühnezeichen Friedensdienste Zuwendungen für die Freiwilligenarbeit von EU, Bund, Ländern, Stiftungen und den Kirchen.

Was Sie mit Ihrer Patenschaft ermöglichen
Erfahrene Mitarbeiter*innen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste gewährleisten die pädagogische Begleitung der Freiwilligen in der Vorbereitung und vor Ort. In fünf Seminaren – vor, während und nach dem Freiwilligendienst – vertiefen die Freiwilligen ihre Erfahrungen, setzen ihre eigene Geschichte mit den Narrativen in ihren Gastländern in Beziehung und beschäftigen sich mit aktuellen politischen und sozialen Themen.

ASF übernimmt alle Kosten für die Freiwilligen: Taschengeld, Verpflegung, Unterkunft, Reisekosten, Versicherungen sowie die pädagogische Begleitung.

Die Patenschaftsspende können Sie steuerlich geltend machen. Eine Zuwendungsbescheinigung erhalten Sie automatisch Anfang des Folgejahres.

Freiwillige ein Jahr begleiten, Engagement ermöglichen

Jetzt eine Freiwilligen-Patenschaft übernehmen!

Janika Higgins

Referentin für Fundraising

Mehr Informationen zum Thema

Mail: higgins[at]asf-ev.de
Tel: +49 30 28395-228
Fax: +49 30 28395-135

Haben Sie noch Fragen? Hier finden Sie mehr Informationen:

Patenschaften-FAQ

„Ich freue mich auf jeden neuen Bericht meiner ‚Paten-Freiwilligen‘! In ihnen werden Begegnungen mit Menschen lebendig, deren Geschichten von Diskriminierung, Rassismus oder Antisemitismus geprägt sind – Themen, die auch heute leider aktuell sind. Alle Freiwilligen sagen, dass diese intensiven Erfahrungen in ihrem Leben als wertvolle Bereicherung nachwirken.“

Dr. Irmgard Schwaetzer

Staats- und Bundesministerin a. D., langjähriges Mitglied des Deutschen Bundestages (FDP), ehem. Präses der Synode der EKD

Patenschaft für ein Land

Freiwillige bei einem Seminar in London 2023. Bild: ASF/Sabrina Gröschel
Freiwillige bei einem Seminar in Krakau, Polen. Bild: ASF/Sabrina Gröschel
Die Freiwillige Marie begleitete ältere Mensche in Haifa, Israel, 2017 Bild: ASF/Helena Schätzle
ASF-Freiwillige in Norwegen. Bild: Jacob Gimbel
ASF-Freiwillige in Prag 2023. Bild: ASF/Karel Cudlín.

ASF wurde Ende der 1950er-Jahre gegründet in der Überzeugung, dass die Schritte zur internationalen Versöhnung von unserer Seite aus zu gehen sind. Deshalb leisten bis heute jährlich rund 400 Freiwillige einen Friedensdienst mit ASF in unterschiedlichen Projekten in zurzeit 11 Partnerländern, davon 9 europäischen Ländern sowie den USA und Israel. So unterschiedlich und einzigartig die Länder unserer Freiwilligendienste sind, was sie mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste gemeinsam verbindet, ist die Vergangenheit und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Partnerorganisationen und Weggefährt*innen. Hier erfahren Sie mehr zu den einzelnen Ländern und den Partnerorganisationen, in denen sich unsere Freiwilligen engagieren.

Mit einer Landes-Patenschaft ab 20,00 Euro monatlich unterstützen Sie gezielt die Freiwilligenarbeit in diesem von Ihnen ausgewählten ASF-Partnerland.
Ihre Unterstützung kommt der gesamten Arbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in diesem Land zugute, sowohl dem Freiwilligenengagement in den Projekten als auch den internationalen Sommerlagern. Um Sie über unsere Arbeit vor Ort auf dem Laufenden zu halten, erhalten alle Landes-Patinnen und -Paten einmal im Jahr einen informativen Freiwilligenbericht aus dem jeweils gewählten Land.

Für folgende Länder können Sie eine Patenschaft abschließen:

  • Belgien
  • Deutschland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Großbritannien
  • Israel
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Polen
  • Tschechien
  • USA
    Aufgrund des Krieges gegen die Ukraine und der politischen Situation in Belarus und Russland ist es aktuell leider nicht möglich, Freiwillige in diese Länder zu entsenden. Wir halten aber mit unseren Projektpartnern dort den Kontakt und haben Freiwillige aus Belarus und Russland in unser internationales Deutschland-Programm aufgenommen.

Einblicke in die Freiwilligenarbeit bekommen, Engagement in einem Land unterstützen

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Janika Higgins

Referentin für Fundraising

Mehr Informationen zum Thema

Mail: higgins[at]asf-ev.de
Tel: +49 30 28395-228
Fax: +49 30 28395-135

Haben Sie noch Fragen? Hier finden Sie mehr Informationen:

Patenschaften-FAQ

Patenschaft für ein Tätigkeitsfeld

Die Freiwillige Anna unterstütze Menschen mit Behinderung im tschechischen Brno. Bild: Karel Cudlín
Freiwillige in der Gedenkstätte Sachsenhausen bei Berlin. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Der Freiwillige Manuel engagierte sich für Kinder in Philadelphia, USA.
Luise bei einer Führung im Jüdischen Museum in Brüssel. Bild: ASF/Arnaud Ghys
Die Freiwillige Lina bei einem Hausbesuch in Haifa, Israel. Bild: ASF/Helena Schätzle

Die Freiwilligen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste sind in verschiedenen sozialen und bildungspolitischen Projektbereichen aktiv: Sie begleiten ältere Menschen, darunter Überlebende des Holocaust und ehemalige Zwangsarbeiter*innen, betreuen sozial benachteiligte Menschen oder Menschen mit psychischen oder physischen Behinderungen und engagieren sich in der historischen oder politischen Bildungsarbeit. Einen Einblick in die Tätigkeitsfelder von ASF erhalten Sie hier.

Mit Ihrer Patenschaft ab 10 Euro monatlich unterstützen Sie gezielt und länderübergreifend die Arbeit unserer Freiwilligen in einem dieser fünf Tätigkeitsfelder:

  • Engagement an Gedenkorten
  • Politisches und interkulturelles Engagement
  • Engagement für ältere Menschen
  • Engagement für Menschen mit Behinderungen
  • Engagement für sozial benachteiligte Menschen

Eine Patenschaft für Tätigkeitsfelder ist fortlaufend und kann jederzeit gekündigt werden. Einmal im Jahr erhalten alle Patinnen und Paten einen informativen Freiwilligen-Bericht aus dem gewählten Projektfeld.

Gezielt das Engagement für Erinnerung und Frieden, NS-Überlebende oder Menschen mit Behinderung unterstützen

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Janika Higgins

Referentin für Fundraising

Mehr Informationen zum Thema

Mail: higgins[at]asf-ev.de
Tel: +49 30 28395-228
Fax: +49 30 28395-135

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Patenschaft-FAQ

Über ASF

Ab Ende der 1950er-Jahre arbeiteten die ersten Freiwilligen vor allem beim Wiederaufbau in Regionen mit, die im Zweiten Weltkrieg durch die NS-Besatzung stark zerstört wurden, wie hier in Nord-Norwegen.

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) engagiert sich seit über 60 Jahren für Erinnerung, Versöhnung und Frieden. Gegründet wurde die Initiative nach dem Zweiten Weltkrieg als Zeichen der Umkehr und konkreten Solidarität mit den Menschen und Ländern, die unter den beispiellosen Verbrechen im Nationalsozialismus gelitten haben. ASF erinnert an die Verfolgten, den Widerstand gegen die Nazis und setzt sich für die Aufklärung und Entschädigung der NS-Verbrechen ein. ASF tritt aktuellen Formen von Antisemitismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit und Ausgrenzung von Minderheiten entgegen – mit Kampagnen und dem Engagement der Freiwilligen in Sozial-, Erinnerungs- und Bildungsprojekten.

Die Gründer*innen von Aktion Sühnezeichen waren evangelische Christen aus der Bekennenden Kirche. Von Anfang an war Aktion Sühnezeichen ökumenisch und interreligiös orientiert. ASF setzt sich kritisch mit der Rolle der Kirchen im Nationalsozialismus und dem tradierten Antijudaismus im Christentum auseinander. Das jüdisch-christliche Gespräch ist für ASF ein zentrales Anliegen.

ASF-Sommerlager auf dem jüdischen Friedhof im polnischen Oświęcim 2022. Bild: Piotr Strycharski

Jedes Jahr entsendet ASF um die 140 Freiwillige in verschiedene Länder Europas, nach Israel und in die USA. Sie begleiten Überlebende der Shoah und NS-Zwangsarbeit, sie unterstützen Menschen mit Behinderungen oder arbeiten in Gedenkstätten und Archiven. Freiwillige aus Deutschland gehen in die Länder unserer Partnerorganisationen und von dort kommen Freiwillige nach Deutschland mit dem internationalen Freiwilligenprogramm. Zudem gibt es in Polen ein Programm mit Freiwilligen aus der Ukraine und Deutschland.

In zweiwöchigen Sommerlagern setzen sich außerdem internationale Gruppen ehrenamtlich für konkrete Projekte ein, wie die Pflege jüdischer Friedhöfe, Recherchen an Gedenkorten oder kulturelle Begegnungsprojekte.

Schweren Herzens mussten wir aufgrund des russischen Angriffskrieges unser Freiwilligenprogramm in der Ukraine unterbrechen. Auch in Belarus und Russland ist aufgrund der politischen Situation aktuell kein Freiwilligendienst möglich. Wir halten jedoch Kontakt zu unseren Partnerorganisationen in der Region und unterstützen die Ukraine mit Hilfslieferungen.

Der Freiwillige Felix mit dem Maler und ASF-Weggefährten Yehuda Bacon in Jerusalem. Bild: ASF/Helena Schätzle

Dieses Engagement ist nur dank der Unterstützung von Partnerorganisationen in diesen Ländern möglich: Jüdische Gemeinden, die Kirchen, Museen und Gedenkstätten sowie Sozial- und Bildungsprojekte. In den meisten Partnerländern ist ASF mit einer festen Ansprechperson und einem Landesbüro vertreten.

ASF versteht die Freiwilligendienste als Friedensdienste: In der engen Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen öffnet sich ein Weg für Verständigung und Dialog. Teils über Jahrzehnte ist zwischen vielen verschiedenen Partnerorganisation dank engagierter Weggefährt*innen wertvolles Vertrauen gewachsen. Die Freiwilligendienste bilden einen kleinen, aber konkreten Beitrag für Menschenrechte und Solidarität.

AFS-Blog

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