Demokratien unter Druck

Zeitschrift: zeichen 1/2026

Weltweit etablieren sich autoritäre Regime, gewinnen rechtsextreme Parteien in Umfragen und Wahlen, trotz offensichtlicher Parteiquerelen und Korruption. Die aktuellen Krisen bedrohen nach innen wie außen Frieden und Zusammenhalt. Demokratien stehen auf allen Ebenen unter Druck. Allerdings gibt es überall auch Hoffnungszeichen: Der Wahlausgang in Ungarn, Rathäuser, die nicht an die AfD gehen und die Rückbesinnung auf den Wert internationaler Zusammenarbeit, ob zwischen Staaten oder Zivilgesellschaften. ASF befindet sich mit den internationalen Freiwilligendienste inmitten dieser Entwicklungen.

Titelbild in schwarz-weiß mit Portraitbild einer jungen Frau mit dunklen Haaren vor einem Plattenbau.
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Die neue Ausgabe des zeichen versammelt Perspektiven aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu dieser so aktuellen Thematik. Freiwillige und Partnerorganisationen von ASF berichten aus den USA, Frankreich, Israel, Griechenland oder Norwegen: Wo werden hier Demokratie und Demokrat*innen angegriffen? Wo gelingen demokratische Antworten auf diese Attacken? Dabei vernetzen sich rechtsautoritäre Akteure weltweit, wie Maja Sojref und Thomas Greven in ihren Beiträgen analysieren. Den Kirchen und kirchlichen Themen kommt dabei eine Schlüsselstellung zu, wie Henning Flad und Philipp Ackermann/Josef Könning in ihren Beiträgen schreiben. Zugleich ist unsere Demokratie genau dann stark, wenn demokratische Parteien und die Zivilgesellschaft auf ihre je eigenen Stärken setzen, wie Paula Diehl im Interview erklärt und Philipp Rhein/Matthias Mohring-Hesse schreiben. Heike Radvan schaut auf die innerdeutsche Debattenlage, wenn es darum geht, wie und wo Rechtsestremismus verortet und dabei oftmals von sich selbst möglichst weg geschoben wird.

Dass sich Repression und Unfreiheit ganz konkret auf die einzelnen Menschen auswirken, bezeugen die eindrucksvollen Bilder von Julia Autz: Sie begegnete mit ihrer Kamera jungen Menschen in Belarus, die trotz der immensen Repression in Belarus Freiräume und Gleichgesinnte für eine andere Zukunft suchen.