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Über die Geschichte Norwegens und den Wert der Erinnerung

Wir erinnern an den norwegischen Widerstandskämpfer Bernt H. Lund, der viele unserer Freiwilligen in Norwegen begleitete und prägte.

Älterer Mann mit buschigen weißen Augenbrauen und ernster Miene, blaues Sakko, gestreiftes Hemd, Seitenporträt.

Bernt H. Lund leistete mit anderen Familienmitgliedern Widerstand gegen die NS-Besatzung im Land. 1942 wurde er festgenommen und zunächst im norwegischen KZ Grini und dann ab März 1944 im KZ Sachsenhausen festgehalten.

 

Er überlebte und ging 1945 zurück nach Norwegen. Er engagierte sich in der internationalen Arbeiterbewegung und Jugendarbeit. Auch mit den Friedensdiensten der Quäker in den USA war er eng verbunden. Später übernahm er zahlreiche Ämter in der Verwaltung von Oslo sowie der norwegischen Regierung.

 

2018 wurde er zum Präsidenten des Internationalen Sachsenhausen-Komitees gewählt. Er war einer der letzten lebenden Zeitzeugen des KZs.

 

Über viele Jahr berichtete er als Zeitzeuge von der Verfolgung unter den Nazis, aber auch von der Kraft des Widerstands. Auch ASF-Freiwillige lernten durch ihn mehr über die Geschichte Norwegens und den Wert der Erinnerung: Er schaute darauf bei einer Ansprache zum Jubiläum 50 Jahre ASF in Norwegen zurück: “Wir dürfen nicht vergessen, sondern wollen Kraft aus dieser Geschichte schöpfen im Kampf gegen jede Menschenfeindlichkeit. […] Die Jugend von heute ist nicht verantwortlich für diese Geschichte. Wir brauchen sie aber im Kampf für Frieden und Klimaschutz.”