Türkischer Rechtsextremismus in Deutschland
Digitaler ASF-Salon
Türkischer Rechtsextremismus findet in der öffentlichen Debatte in Deutschland bislang wenig Beachtung. Sichtbar wurde das Thema zuletzt vor allem durch die Berichterstattung über den sogenannten „Wolfsgruß“ während der Fußball-Europameisterschaft 2024. Abseits solcher Schlaglichter fehlt es jedoch an einer vertieften Auseinandersetzung, obwohl die Gruppierung der „Grauen Wölfe“ in Deutschland stark verankert ist.
Anhänger*innen des türkischen Rechtsextremismus vertreten ein ultranationalistisches Weltbild, das die Vision einer großtürkischen Einheitsnation verfolgt. In diesem Denken nehmen die Abwertung und Ausgrenzung von Minderheiten eine zentrale Rolle ein. Sie richten sich insbesondere gegen Menschen mit kurdischen, alevitischen, armenischen und griechischen Bezügen, sowie gegen jüdische und queere Menschen.
Mit Özge Erdoğan, der Leiterin der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus, sprechen wir im Digitalen ASF-Salon über die ideologischen Grundlagen und Netzwerke rechtsextremer Organisationen. Wir nehmen die Perspektiven Betroffener in den Blick und fragen, welche Auswirkungen die Bedrohung durch den türkischen Rechtsextremismus in Deutschland für sie hat.
- Özge Erdoğan, Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus, Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V.
- Jutta Weduwen, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (Moderation)


Das digitale Fachgespräch wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.