Gedenkgottesdienst der Stephanus-Stiftung

Im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 25. Januar um 10 Uhr rufen die Vorstandsvorsitzende der Stephanus-Stiftung, die Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und der ehemalige Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland dazu auf, die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht zu vergessen, sondern aktiv für Erinnerung und Demokratie, für Nächstenliebe und Klarheit einzustehen.

Foto: ASF/Ruthe Zuntz

Seit 1996 ist der 27. Januar in der Bundesrepublik der Tag des Gedenkens an die vielen Millionen Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt und ermordet wurden.

In den Tagen um den 27. Januar jeden Jahres erinnert Aktion Sühnezeichen-Friedensdienste (ASF) an die Verfolgten des Nationalsozialismus. Ganz unterschiedliche Menschen traf der NS-Terror: Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politisch Andersdenkende, Gläubige, Kranke oder Menschen mit einer Beeinträchtigung sowie Menschen, die damals am Rand der Gesellschaft standen.

ASF stellt fest: „Auch heute treffen diese Gruppen in unserer Gesellschaft auf Vorurteile, Diskriminierung und Gewalt. Wenn wir heute gemeinsam erinnern, denken wir an die damaligen Opfer, aber auch an das Heute, um ein Zeichen für Solidarität, Menschlichkeit und Demokratie zu setzen.
Denn wir erinnern, um zu verändern, um konkret etwas für eine gerechtere Welt zu tun.“

Ellen Ueberschär ist die seit den 1960er Jahren bestehende Zusammenarbeit mit ASF wichtig: „Dabei ging es immer darum, die Versöhnungsarbeit von ASF in den vom damaligen Nazi-Deutschland angegriffenen europäischen Ländern zu fördern. Erinnerungsarbeit und Verantwortung für das Hier und Heute gehen Hand in Hand. In einer gesellschaftlichen Grundstimmung, die den Schutz von Jüdinnen und Juden oder Menschen mit Beeinträchtigung in Frage stellt, ist es umso wichtiger, Zeichen für Gleichheit und Freiheit zu setzen. Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ist nicht möglich ohne Klarheit in dem Bekenntnis zur Demokratie, ist nicht möglich ohne leidenschaftlichen Einsatz für Menschenwürde. Das wollen wir auch 2026 gemeinsam mit Aktion Sühnezeichen deutlich machen.“

Die liturgische Leitung und die Predigt im Gottesdient wird Renke Brahms übernehmen.

Anschließend besteht die Möglichkeit zum Austausch. Für ein kleines Catering ist gesorgt.