Digitaler ASF-Salon: Eugenische Diskurse – von den Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart

Vortrag und Gespräch mit Zeitzeugin und Aktivistin Eva Bohne

Die systematischen Krankenmorde an Menschen mit Behinderungen und Erkrankungen im Nationalsozialismus sind für ASF von der Gründung bis zur heutigen Freiwilligenarbeit ein wichtiger Bezugspunkt. Eva Bohne ist Zeitzeugin und engagiert sich als Aktivistin für die Erinnerung, aber auch gegen heutige Diskriminierung. In ihrem Vortrag schaut sie vor allem auf die Kontinuitäten nach 1945 und welche Konsequenzen aus einem ableismuskritischen Gedenken und Umgang heute zu ziehen sind.

Das Anmeldeformular finden Sie weiter unten.

Lothar Kreyssig erhob 1940 als Vormundschaftsrichter Anklage wegen der Ermordung seiner Schutzbefohlenen. Viele Freiwillige begleiten Menschen mit Behinderungen oder setzen sich in Gedenkstätten für die Erinnerung an die Verfolgung ein. Zugleich sind viele Seiten der NS-Krankenmorde, aber auch der fortgesetzten Diskriminierung nach Ende des Nationalsozialismus verdrängt worden.

Vortrag

Eva Bohne, geboren 1932, ist Überlebende der T4-Aktion im Nationalsozialismus. Sie tritt seit 1970 als Zeitzeugin, Betroffene und Aktivistin für ein neues Denken und Handeln im Umgang mit Menschen mit Behinderung ein. Sie engagiert sich als Autorin und Dozentin in Hamburg und darüber hinaus für Inklusion und Disability in der Theologie.

Moderation

Dr. Marie Hecke, Mitglied im ASF-Vorstand und Theologin. Sie absolvierte einen Freiwilligendienst in Nowinki, einem Heim für Kinder mit Behinderung, Minsk. Sie forscht als Betroffene mit einer unsichtbaren Behinderung zu Disability und Theologie an der Kirchliche Hochschule Wuppertal.

Der Digitale Salon ist ein Format von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, in dem historische, politische und gesellschaftliche Themen aufgriffen werden.

Anmeldung

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Einige Tage vor dem Digitalen Salon schicken wir Ihnen dann die Zugangsdaten zur zoom-Veranstaltung zu.

Der Digitale Salon ist ein Format von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, in dem historische, politische und gesellschaftliche Themen aufgriffen werden. Die Veranstaltung wird durch das Programm Citizens, Equality, Rights and Values Programme (CERV) der Europäischen Kommission gefördert.

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