DIE MÖLLNER BRIEFE
Filmempfehlung
1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von Ibrahim Arslan und seiner Familie. Der damals 7-jährige Ibrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter.
Mölln war der erste rassistische Anschlag im wiedervereinigten Deutschland, bei dem drei Menschenstarben: die zehnjährige Yeliz Arslan, die 14-jährige Ayşe Yılmaz und die 51-jährige Bahide Arslan bei dem Versuch, die beiden Mädchen zu retten. Zuvor gelang es ihr noch, ihren siebenjährigen Enkel İbrahim Arslan in nasse Tücher zu wickeln und so vor dem Tod zu bewahren. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.
Die Stadt Mölln erhielt damals hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, die aber nicht an die Opfer der Familien weitergeleitet wurden und von denen niemand Notiz nahm. Bis eine Studentin sie im Möllner Stadtarchiv wiederentdeckt.Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen.
Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namik hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung.
Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen. (Berlinale)
Der Film startet ab dem 25.09. bundesweit in vielen Kinos. Mehr Informationen finden Sie hier.
Wir verlosen 2 x 2 Freikarten für die Vorstellungen in einem Kino bundesweit, das den Film zeigt.
Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Möllner Briefe“. Wir vergeben die Karten nach Eingang. Der Gutschein kann an der jeweiligen Kinokasse gegen eine kostenlose Eintrittskarte getauscht werden
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