Kritische Führung durch das sowjetische Ehrenmal
ASF auf Erkundung
Entstanden ist das größte Sowjetische Ehrenmal Berlins von 1946 bis 1949. Die rund 10 Hektar große Anlage wurde nach den Entwürfen eines sowjetischen Gestaltungskollektivs gebaut. Bei der künstlerischen Gestaltung des Ehrenmals sollte ausdrücklich die Befreiung vom Nationalsozialismus im Vordergrund stehen. Insgesamt wurden mehr als 7.000 gefallene Sowjetsoldat*innen in der Anlage beigesetzt.
Memorial Deutschland bietet für uns eine Kritische Führung durch das Ehrenmal an. Dies geschieht dialogisch-kritisch und durch eine multiperspektivische Betrachtung des Ehrenmals. Erst die verschiedenen Perspektiven legen den Blick frei für die ganze Geschichte. Zu dieser Geschichte gehört der brutale Angriffskrieg Deutschlands gegen die Sowjetunion ab dem Juni 1941 und die Vorgeschichte mit dem Hitler-Stalin-Pakt im August 1939, der zur Aufteilung Polens und des Baltikums zwischen diesen beiden Imperien führte. Wir müssen uns dies bewusst machen, wenn wir die Perspektiven der Polen, der baltischen Völker, des ukrainischen Volkes und des Volkers von Belarus verstehen wollen. Für unsere deutsche Perspektive wird es nicht reichen die „Russifizierung“ des Gedenkens am Treptower Ehrenmal zu kritisieren, denn es gilt imperiale Denkmuster zu überwinden. Dies kann nur gelingen, wenn unsere nationalsozialistische Vergangenheit nicht relativiert und zugleich (sowjet)kommunistische Verbrechen nicht bagatellisiert werden.
- Die Führung durch das Ehrenmal wird ca. 2 – 2,5 Stunden dauern.
- Das Ehrenmal selbst ist weitgehend barrierefrei.
- Die Gruppengröße ist auf 30 Teilnehmer*innen begrenzt.
- Wir bitten bis spätestens 28. August 2026 um eine verbindliche Anmeldung über unser Anmeldeformular, s.u.