ASF-Erklärung, Kampagne, Presse

Pressemitteilung: Wählen gehen! – Für Demokratie und Menschenwürde

Kampagne von ASF und Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus gestartet

2024 ist ein Superwahljahr. Es finden Europa-, Landtags- und Kommunalwahlen statt: Auf allen diesen Ebenen drohen Stimmengewinne für Rechtsextreme. Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R) rufen dazu auf, wählen zu gehen und dabei für die Menschenwürde einzutreten.

Gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen der BAG K+R aus Kirchen und Zivilgesellschaft starten sie eine Kampagne, die zur Wahlbeteiligung und dem demokratischen Engagement mobilisieren soll.

Dazu sagt die ASF-Geschäftsführerin Jutta Weduwen:

„Es geht bei diesen Wahlen darum, unsere Zukunft zu gestalten und uns für eine offene, menschenwürdige und solidarische Gesellschaft einzusetzen. Alle Menschen sollen sich unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, Lebensweise, Fähigkeit und ihrem Geschlecht gleichberechtigt einbringen können. Demokratie lebt von Auseinandersetzung und Meinungsstreit – nicht aber von Hass und Hetze. Das gilt es in den Wahlen zu stärken.“

Die Kampagne steht unter dem Motto: Deine Stimme für Demokratie und Menschenwürde!

Der Projektleiter der BAG K+R, Henning Flad sagt dazu:

„Die Wahlen finden in besonderen Zeiten statt – wir alle sind gefordert von Krisen und Sorgen. Doch Rassismus und Demokratiefeindschaft sind keine Lösungen für Probleme – sie machen sie nur schlimmer. Wir sagen deutlich: Extrem rechte Parteien zu wählen, heißt antidemokratische und menschenverachtende Kräfte zu stärken. Kräfte, denen Menschenrechte und Verfassungen nichts gelten, die große Teile der Bevölkerung vom gesellschaftlichen Leben ausschließen und gar des Landes verweisen wollen.“

ASF und BAG K+R rufen dazu auf zu wählen für

  • Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
  • eine offene und solidarische Gesellschaft
  • transparente und unbestechliche Parteien
  • europäischen und internationalen Zusammenhalt

Auf europäischer Ebene, weil es verantwortungsvolle und solidarische Antworten auf die Klimakrise, Fluchtbewegungen und die Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine braucht.

Auf Landesebene, weil Rechtsextreme keinen Einfluss auf Schulunterricht, Landespolizei oder die Ernennung von Richter*innen gewinnen dürfen.

Auf kommunaler Ebene, weil es auch in Zukunft ein demokratisches, nachbarschaftliches und solidarisches Miteinander braucht.

Dieser Appell gilt nicht nur am Wahltag, sondern in unser aller Alltag: Sprechen Sie mit Ihrer Familie, mit Ihren Bekannten und Freund*innen darüber: Demokratie und Menschenwürde müssen in der Wahlkabine geschützt werden.

 

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