Freiwilligenstellen

Junge Freiwillige spazieren fröhlich bei einem Seminar in Sidbury, Großbritannien im April 2024 entlang eines Weges.

Freiwillige sind #mitASF in elf Ländern auf rund 120 Freiwilligenstellen tätig: von Alta, Norwegen bis Kreta, Griechenland, von Innisfree, USA bis Lublin, Polen. Hier geben wir eine Übersicht zu den Freiwilligenstellen geordnet nach Ländern. Das internationale Freiwilligenprogramm für ausländische Freiwillige, stellen wir hier vor.

Belgien

Um die 14 Freiwilligen leisten auf verschiedenen Freiwilligenstellen in Belgien ihren Dienst. Sie engagieren sich in sozialen, politischen und historischen Freiwilligenstellen mit unterschiedlichen Zielgruppen: die Freiwilligen begleiten Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder auch Menschen, die in Armut leben. Sie unterstützen jüdische Institutionen und engagieren sich in Gedenkstätten und Museen.

Sechs Personen, ASF-Freiwillige, sitzen auf großer Nestschaukel unter Holzgestell im Park vor Wald und Gebäude.
Die ASF-Freiwillige Dora mit einigen Bewohner*innen auf dem großen Außengelände. Bild: ASF/Arnaud Ghys
ASF-Freiwillige in Monnikenheide streicheln zwei Alpakas (schwarz und beige) am Gehegezaun.
Neben vielen Werkstätten und Freizeitmöglichkeiten wird auch mit Therapietieren gearbeitet, die gemeinsam gepflegt werden. Bild: ASF/Arnaud Ghys
Sieben Freiwillige der Arche Monnikenheide stehen Arm in Arm vor einer Holzhütte im Wald.
Der Freiwilligenalltag mit den Bewohner*innen, Mitarbeitenden und vielen Mitfreiwilligen ist abwechslungsreich, viel passiert an der frischen Luft. Bild: ASF/Arnaud Ghys

„Huize Monnikenheide“ ist eine Einrichtung für Menschen mit Lernschwierigkeiten und teilweise auch mit körperlichen Behinderungen. Es gibt ein Tageszentrum sowie verschiedene Wohnformen, in denen die Menschen begleitet leben.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du vor allem im Tageszentrum mit. Du gestaltest gemeinsam mit den Menschen den Alltag und die Freizeit – zum Beispiel beim Backen, Basteln, Kochen, beim Spielen oder Schwimmen. Du unterstützt bei einfachen Alltagsaufgaben, bist bei Gruppenangeboten dabei und begegnest den Menschen regelmäßig und verlässlich im Tagesablauf.

Du lebst mit anderen Freiwilligen in einer WG in Antwerpen und fährst von dort zu deiner Freiwilligenstelle nach Zoersel. So erlebst du beides: den ruhigeren, grünen Arbeitsort und das städtische Leben in Antwerpen mit seinen vielfältigen Kultur- und Freizeitangeboten. In der WG teilt ihr Alltag und Haushalt, kocht vielleicht gemeinsam und könnt nach einem Tag im Tageszentrum zusammen die Stadt entdecken oder einfach in der Wohnung zur Ruhe kommen.

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Zwei Personen in der Gedenkstätte Dossin betrachten eine Wand mit Reihen von Porträtfotos; eine zeigt auf ein Bild.
Freiwillige vor einer Bilderwand der Menschen, die hier inhaftiert waren. Bild: Sven Smets
Besucher in Dossin-Kaserne sitzen auf weißen Stufen und schauen auf großen Bildschirm mit s/w Porträt Mutter und Kind.
Die Gedenkstätte erinnert an die hier durch die Nazis Verfolgten, setzt sich aber auch mit aktuellen Fragen von Menschenrechten, Krieg und Frieden auseinander. Bild: ASF/Hartmut Greyer
Freiwillige in Brüssel sitzen draußen an einem Tisch und unterhalten sich fröhlich.
Die Freiwilligen leben in verschiedenen Städten Belgiens, die sich aber per Zug gut erreichen lassen, hier zusammen in Brüssel. Bild: ASF/Arnaud Ghys

Das „Museum Kazerne Dossin“ befindet sich in einer ehemaligen Kaserne, von der aus während der deutschen Besatzung über 25.000 Jüdinnen*Juden sowie Sinti* und Roma* nach Auschwitz deportiert wurden. Heute befindet sich hier ein Museum und Dokumentationszentrum zum Holocaust und zu Menschenrechten.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du die Arbeit im Archiv, wirkst im pädagogischen Bereich mit und hilfst in der Öffentlichkeitsarbeit. Du bereitest Materialien für Bildungsangebote vor, hilfst bei Führungen oder Projekten für Schulklassen und Besucher*innen und trägst dazu bei, dass die Geschichten der Verfolgten sichtbar bleiben.

Du wohnst gemeinsam mit anderen Freiwilligen in einer WG in Antwerpen. Von dort fährst du mit dem Zug nach Mechelen zu deiner Freiwilligenstelle. Antwerpen ist eine lebendige Hafenstadt mit vielen Museen, Cafés, Märkten und einem großen Kulturangebot. In den verschiedenen Vierteln lernst du unterschiedliche Seiten der Stadt kennen – vom historischen Zentrum bis zu eher wohngeprägten Nachbarschaften – und kannst nach der Arbeit oder am Wochenende gemeinsam mit Mitbewohner*innen die Stadt und ihre Umgebung erkunden.

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Freiwillige schöpft dampfende Spaghetti mit Kelle aus großem Topf und serviert sie Kindern an einem bunt gedeckten Esstisch.
Gemeinsam leben, kochen, essen und Zeit verbringen: Die Freiwillige Cora beim Essen in der Gemeinschaft. Bild: ASF/Hartmut Greyer
Mann hält braunes Kaninchen im Arm, junge Frau mit grünem Bandana lächelnd neben ihm, Gartenwand mit Blumenmalerei.
Die ASF-Freiwillige Cora mit einem Klienten im grünen Hinterhof der Arche. Bild: ASF/Hartmut Greyer
Freiwillige schneiden Kuchen an Tisch in Brüsseler Arche; junge Frau umarmt sitzende Person, Fotowand im Hintergrund.
Die Freiwillige Johanna feiert mit einem Klienten Geburtstag.
Drei Reihenhäuser in Brüssel: mittiges weißes Haus mit Erker und Balkon, links beige, rechts Ziegelbau, blauer Himmel.
Das Foyer liegt in einem ruhigeren Teil des Stadtviertels Etterbeek.
ASF-Freiwillige sitzen in Gruppen auf sonnigem Platz in Brüssel, plaudernd; Flaschen am Boden, Gebäudevordach rechts.
Eine lebendige Stadt: Hier der Place Flagey in Brüssel.

Die Lebensgemeinschaft „L’Arche de Bruxelles“ ist ein Zuhause für Menschen mit und ohne Behinderungen, die ihren Alltag bewusst miteinander teilen. In den Wohngruppen wird gemeinsam gekocht, gelebt und gefeiert, es gibt viel Zeit für Begegnungen und Gespräche.

In dieser Freiwilligenstelle lebst du in der Archegemeinschaft mit. Du unterstützt die Bewohner*innen im Haushalt, hilfst zum Beispiel beim Einkaufen, Kochen oder Aufräumen und gestaltest ihre Freizeit mit – etwa bei Ausflügen, Kreativangeboten oder ruhigen gemeinsamen Abenden. Dabei begegnest du den Menschen im Alltag auf Augenhöhe.

Brüssel ist eine vielfältige, internationale Stadt mit vielen Sprachen und Kulturen. Du wohnst in einer europäischen Hauptstadt mit Parks, Museen und lebendigen Vierteln und bekommst einen unmittelbaren Eindruck vom Alltag in Belgien.

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Zwei Frauen sitzen in roten Sitzen eines Ausflugszugs im Wald; eine gestreift, die andere lila, sie gestikulieren.
Die ASF-Freiwillige Judith bei einem Ausflug der Ark Antwerpen. Neben den täglichen Routinen gibt es immer wieder Freizeiten und Exkursionen mit der Gruppe. Bild: ASF/Judith Ancot
Werkstatt der ASF Arche Antwerpen: helles Bastelzimmer mit Regalen, Pflanzen, hängenden Töpfen und rollbarem Materialwagen.
Die Werkstatt der Arche in Antwerpen. Bild: ASF
Vier ASF-Freiwillige lächeln auf einem Dach in Antwerpen: drei Frauen und ein Mann vor alten Backsteinbauten.
In und um Antwerpen engagieren sich mehrere Freiwillige auf verschiedenen Stellen. Bild: ASF/Hartmut Greyer

„De Ark Antwerpen“ ist eine Lebens- und Wohngemeinschaft für Menschen mit und ohne Behinderungen. Neben den Wohnhäusern gibt es auch ein Tageszentrum, in dem der Alltag gemeinsam gestaltet wird.

In dieser Freiwilligenstelle lebst du in der Gemeinschaft und bist im Hausalltag mittendrin. Du übernimmst praktische Aufgaben im Haushalt, unterstützt in der Küche und im Garten und hilfst, Freizeitangebote zu organisieren – zum Beispiel beim Backen, Basteln, Spielen oder bei kleinen Ausflügen. Im Tageszentrum begleitest du die Menschen durch ihren Tag und sorgst mit dafür, dass sich alle wohl und gesehen fühlen.

Mortsel liegt nahe bei Antwerpen und verbindet ruhigeres Wohnen mit der Nähe zur Großstadt. Antwerpen erreichst du schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln – dort warten Häfen, Museen, Cafés und ein lebendiges Studierendenleben. Gleichzeitig ist Mortsel selbst überschaubar und eignet sich gut, um anzukommen und den Alltag in Flandern kennenzulernen.

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Zwei Freiwillige mit Haarnetzen und Schürzen rühren in großem Topf flüssige Schokolade in Küche der Arche Mörkerke.
Die Freiwillige Nora kocht mit einem Klienten. Bild: ASF/Hartmut Greyer
Mehrere Personen beim gemeinschaftlichen Essen an langer Tisch, Herz-Luftballon am Fenster, Tassen, Krüge und Gläser.
Viele Menschen an einem Tisch. Ein beliebter Ort in der Arche-Gemeinschaft Moerkerke.
Freiwillige umarmt einen Jungen eng vor einer bunten Regenbogenflagge
Die Freiwillige Nora tröstet einen Klienten. Bild: ASF/Hartmut Greyer

„De Ark Moerkerke“ ist eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von Menschen mit und ohne Behinderungen. Die Gemeinschaft ist relativ klein und familiär, der Kontakt untereinander ist eng und persönlich.

In dieser Freiwilligenstelle lebst und arbeitest du in der Archegemeinschaft mit. Du unterstützt Bewohner*innen im Alltag, hilfst im Haushalt und gestaltest Freizeitaktivitäten mit – etwa beim gemeinsamen Kochen, bei kreativen Angeboten, Spaziergängen oder Spielen. Du bist im Alltag präsent, hörst zu, machst mit und trägst so zum lebendigen Alltag in der Gemeinschaft bei.

Moerkerke liegt im ländlichen Umland von Brügge. Du lebst in einer ruhigen Umgebung mit viel Grün und kannst gleichzeitig die historische Stadt Brügge mit ihren Grachten und alten Gassen schnell erreichen.

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ASF-Freiwillige schneiden Karotten an einem Küchentisch, Schüsseln, Schneidebretter und Behälter mit Gemüse sichtbar.
Der Freiwillige Simon kocht gemeinsam mit einer Klientin. Bild: ASF/Simon Dreier

„De Ark Gent“ ist eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, in der junge Erwachsene mit und ohne Behinderungen ihren Alltag teilen. Die Gemeinschaft legt Wert auf ein respektvolles Miteinander, gemeinsame Feste und einen strukturierten, aber herzlichen Alltag.

In dieser Freiwilligenstelle lebst du in der Archegemeinschaft und bist in den Tagesablauf eingebunden. Du unterstützt Bewohner*innen im Haushalt, hilfst beim Kochen, Einkaufen oder Aufräumen und gestaltest die Freizeit mit – zum Beispiel bei Spaziergängen, kreativen Angeboten oder geselligen Abenden. Der rote Faden bei allen Aufgaben ist das “Miteinander”.

Gent ist eine lebendige Universitätsstadt mit vielen jungen Menschen, Kulturveranstaltungen und gemütlichen Plätzen an den Grachten. Du erlebst eine Stadt, die Geschichte und Gegenwart verbindet: mittelalterliche Bauten, alternative Kulturorte und eine aktive Studierendenszene machen Gent zu einem spannenden Ort für ein Freiwilligenjahr.

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Lächelnde Freiwillige im CEGESOMA-Archiv sitzt am Schreibtisch vor Monitor, Tastatur, Smartphone und Kaffeetasse.
Die ASF-Freiwillie Rosalie im Archiv. Bild: CEGESOMA
Freiwillige mit verpixeltem Gesicht greift in Archivregal nach Box, Reihen voller Kartons, rote Leiter rechts.
Die Freiwillige Jule im Archiv. Bild: ASF/Hartmut Greyer
CEGESOMA-Gebäude Brüssel: Eckhaus mit Uhr, Schriftzug 'La Prévoyance Sociale' und schmiedeeiserne Balkone.
Das CEGESOMA-Gebäude in Brüssel. Bild: CEGESOMA

„CEGESOMA“ ist ein Studien- und Dokumentationszentrum zu Krieg und Gegenwartsgesellschaft und Teil des belgischen Staatsarchivs. Es erforscht Konflikte und Kriege des 20. und 21. Jahrhunderts und ihre Auswirkungen auf Belgien und macht diese Geschichte für die Öffentlichkeit zugänglich.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du im Archiv mit, unterstützt am Besucherempfang, hilfst bei Übersetzungen und bei der Organisation von Veranstaltungen. Du bekommst Einblick in Forschungsarbeit, historische Sammlungen und erinnerungspolitische Debatten. An etwa anderthalb Tagen pro Woche arbeitest du zusätzlich im Projekt „Yachad“ des „European Jewish Community Centre“. Dort hilfst du mit, Shabbat-Pakete für jüdische Menschen in Brüssel vorzubereiten und zu verteilen und lernst so auch das jüdische Leben vor Ort kennen.

Brüssel ist eine europäische Hauptstadt mit vielen internationalen Organisationen, unterschiedlichen Communities und einer lebendigen Kulturszene.

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ASF-Freiwillige im Wohnzimmerkreis, ein Moderator spricht, Teilnehmende hören zu und halten Zettel mit Notizen.
Ein Workshop beim EJCC. Bild: ASF
Freiwilliger rührt Zutaten in große Schüssel beim Challabacken in sonniger Küche; lila Blumen am Rand.
Der Freiwillige Viktor backt Challa, einen jüdischen Festtagszopf. Bild: ASF
Lächelnde Frau in Tür nimmt weiße Tüte von Freiwilligem mit Rucksack entgegen, freundliche Begrüßung
Der Freiwillige Viktor verteilt Shabbat-Pakete an jüdische Menschen in Brüssel. Bild: ASF

Das „European Jewish Community Centre“ (EJCC) ist ein Gemeindezentrum im EU-Viertel in Brüssel. Es bietet Bildungs- und Freizeitangebote, religiöse Angebote und kulturelle Veranstaltungen an und schafft Räume, in denen jüdische Identität gelebt und gestärkt werden kann.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du die verschiedenen Aktivitäten des EJCC. Du hilfst bei der Shabbatschule, bei Freizeitangeboten für Kinder, Jugendliche oder Familien und bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen. Außerdem wirkst du in der Öffentlichkeitsarbeit mit, zum Beispiel beim Aktualisieren von Online-Beiträgen, beim Erstellen von Informationsmaterial oder bei der Dokumentation von Veranstaltungen. So lernst du unterschiedliche Seiten des jüdischen Gemeinschaftslebens in Brüssel kennen.

Das EU-Viertel ist ein sehr internationales Umfeld mit vielen Menschen aus verschiedenen Ländern. Gleichzeitig erlebst du Brüssel auch abseits der Institutionen: eine Stadt mit einem breiten kulturellen Angebot und vielsprachigen Nachbarschaften.

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Drei lächelnde Freiwillige halten blaue EUJS-Zertifikate vor weißer Wand und Heizkörper.
Freiwillige bei der EUJS. Bild: ASF
Konferenzsaal im EU-Parlament, Brüssel: Menschen vor großer Leinwand mit Titel 'The Culture of Remembrance Today'.
Eine Veranstaltung der EUJS im Januar 2026 zur Erinnerungskultur heute. Bild: ASF

Die „European Union of Jewish Students“ (EUJS) ist der europäische Dachverband von jüdischen Studierendenverbänden in rund 35 Ländern. EUJS vernetzt junge Menschen, setzt sich für ihre Rechte ein und stärkt das religiöse, kulturelle und soziale Leben jüdischer Studierender in Europa.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du in einem kleinen, internationalen Team mit. Du unterstützt bei der Vorbereitung und Durchführung von Seminaren und Fortbildungen, hilfst, das Netzwerk der Mitgliedsorganisationen zu begleiten und arbeitest an Kampagnen gegen Rassismus und Antisemitismus mit. Du kannst in Projekten zu Minderheitenrechten, interreligiösem Dialog und politischer Bildungsarbeit aktiv werden und Einblicke in die Arbeit mit europäischen Institutionen bekommen.

Brüssel ist ein wichtiger Ort für europäische Politik und zivilgesellschaftliches Engagement. Du lebst in einer Stadt, in der sich internationale Organisationen, lokale Initiativen und vielfältige Communities begegnen. In deiner Freizeit kannst du die verschiedenen Viertel, die Kulturszene und das mehrsprachige Alltagsleben entdecken.

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Besuchergruppe bei Führung im Fort Breendonk, Guide gestikuliert vor großer historischer Fototafel.
Die ASF-Freiwillige Viktoria führt durch die Gedenkstätte Fort Breendonk. Bild: ASF
Eingang Fort Breendonk: gepflasterter Weg zur Toranlage mit Stacheldraht, Warnschild 'HALT!' und belgischer Flagge
Der Eingang von Fort Breendonk. Bild: Wikimedia Commons
Große Menschenmenge bei Kundgebung vor Fort Breendonk, Redner nahe Zaun, belgische Flagge über altem Betonbau.
Gedenkveranstaltung zum 8. Mai 2022 im Fort Breendonk. Bild: Wikimedia Commons

„Fort Breendonk“ war während des Zweiten Weltkriegs ein Gefängnis der deutschen Besatzungsmacht, in dem zahlreiche Menschen von der Gestapo inhaftiert, misshandelt und ermordet wurden. Heute ist es eine Gedenkstätte mit einer Ausstellung über die inhaftierten Widerstandskämpfer*innen und Opfer des Nationalsozialismus und ein wichtiger Lernort für viele Schulklassen.

In dieser Freiwilligenstelle hilfst du bei der Erstellung eines deutschsprachigen Katalogs und bei Übersetzungsarbeiten im Archiv. Du arbeitest an der Rezeption mit, empfängst Besucher*innen und unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel bei Veranstaltungen oder Informationsangeboten.

Einen Tag in der Woche bist du im Projekt „Yachad“ des „European Jewish Community Centre“ in Brüssel aktiv und hilfst bei der Vorbereitung und Verteilung von Shabbat-Paketen in der jüdischen Gemeinschaft.

Du wohnst gemeinsam mit anderen Freiwilligen in einer WG in Antwerpen und pendelst von dort nach Willebroek zur Gedenkstätte bzw. nach Brüssel. Antwerpen bietet dir als größere Stadt viele Möglichkeiten: vom Hafenviertel über Museen und Theater bis zu kleinen Bars und Cafés. In der WG hast du andere junge Menschen um dich, mit denen du deinen Alltag teilst, Ausflüge planen oder einfach gemeinsam kochen kannst – ein guter Ausgleich zur oft emotional anspruchsvollen Arbeit an der Gedenkstätte.

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Freiwillige in orange sitzt an Lesetisch im prunkvollen Lesesaal des Staatsarchivs Eupen, große Fenster, Kamin und Regale sichtbar.
Die Freiwillige Olivia im Lesesaal des Staatsarchivs. Bild: ASF
Gang im Staatsarchiv Eupen mit hohen Regalen voller Archivkartons, gelb-schwarze Markierung, Stühle und Kreuz an der Rückwand.
Innenansicht des Staatsarchivs. Bild: ASF

Das „Staatsarchiv Eupen“ sammelt und bewahrt Unterlagen von Behörden, Einrichtungen, Vereinen, Familien und Privatpersonen aus den neun Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Es forscht zur Geschichte der Region, bereitet Quellen auf und macht sie unter anderem in kleineren Ausstellungen zugänglich.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du im Archiv mit, hilfst im Lesesaal bei der Betreuung von Besucher*innen und unterstützt bei Veranstaltungen und Ausstellungen. Du bekommst Einblicke in die Geschichte der deutschsprachigen Minderheit in Belgien und lernst, wie historische Dokumente erschlossen und vermittelt werden.

Einen halben Tag pro Woche bist du außerdem im Alten- und Pflegeheim „Sankt Joseph“ in Eupen tätig, wo du Bewohner*innen besuchst, Gespräche führst oder kleine gemeinsame Aktivitäten gestaltest.

Eupen ist das Zentrum der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und liegt in einer landschaftlich schönen Region nahe der Ardennen. Die Stadt ist überschaubar, mit kurzen Wegen und einem eigenen kulturellen Leben. Gleichzeitig bist du relativ schnell in Städten wie Lüttich oder Aachen und kannst die Grenzregion zwischen Belgien, Deutschland und den Niederlanden erkunden.

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Frankreich

Etwa 17 ASF-Freiwillige engagieren sich derzeit in größeren und kleineren Städten in Frankreich auf verschiedenen Freiwilligenstellen. Sie gewinnen durch ihre Mitarbeit in Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Begegnungscafés sowie in sozialen Projekten Einblicke in eine vielfältige Gesellschaft. Im Alltag erleben Freiwillige oft, dass sich ein Leben in Frankreich in vielem von dem gewohnten Leben in Deutschland unterscheidet, auch wenn das Nachbarland nah ist und die wirtschaftlichen Lebensverhältnisse ähnlich sind.

ASF-Freiwillige in Arche-Küche Paris: Person rührt Teig in Schüssel, weitere Helfer am Tresen mit Mehl, Öl und Milch.
Gemeinsames Kochen in der Arche. Bild: ASF
Zwei ASF‑Freiwillige und eine Person beugen sich über einen Tisch mit bunten Ostereiern, Bastelmaterial und schwarzer Box.
Gemeinsames Basteln in der Arche. Bild: ASF
Freiwillige sitzen in selbstgebautem Decken-Zelt im Flur, auf Kissen, plaudernd bei Lichterkette (Spielabend)
Bild: ASF

„L’Arche à Paris“ ist eine christlich geprägte Lebensgemeinschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen wohnen und ihren Alltag teilen. In den Wohngruppen wird gemeinsam gekocht, gelacht, gestritten und wieder versöhnt – ein ganz normales, manchmal trubeliges Zusammenleben.

In dieser Freiwilligenstelle lebst du mit in der Gemeinschaft. Du begleitest vor allem erwachsene Bewohner*innen mit geistigen Beeinträchtigungen im Alltag, zum Beispiel beim Einkaufen, Kochen oder beim gemeinsamen Essen. Zusammen mit Mitarbeitenden und anderen internationalen Freiwilligen gestaltest du Freizeitangebote – etwa Spieleabende, Ausflüge, kreative Aktivitäten oder gemeinsame Feiern – und sorgst dafür, dass jeder Mensch seinen Platz in der Gemeinschaft findet.

Du wohnst im 15. Arrondissement und erlebst das Pariser Stadtleben aus der Nähe, lernst Wege, Routinen und Lieblingsorte kennen und kannst in deiner Freizeit Museen, Kultur, aber auch ruhige Seiten der Stadt entdecken.

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Drei Personen in Küche: Frau mit Down-Syndrom, grauer Perücke und pinkem Stirnband gestikuliert; zwei Helfer schneiden Tomaten.
Gemeinsames Kochen in der Arche. Bild: ASF/Rieke Rölfing
Zwei junge Leute spielen Karten an Holztisch in rustikaler Steinküche; Karten, Glas und Feuerlöscher sichtbar.
ASF-Freiwillige beim Kartenspielen. Bild: ASF/Rieke Rölfing
Steinhaus in Quimper bei Nacht, warm beleuchtete Tür und Fenster, Brunnen im Hof, Blumen rechts, wolkiger Sternenhimmel
Das Foyer der Arche von außen. Bild: ASF/Rieke Rölfing.

„L’Arche le Caillou Blanc“ ist eine christlich geprägte Lebensgemeinschaft von Menschen mit und ohne Behinderungen. In dieser Freiwilligenstelle lebst du mit in der Gemeinschaft und begleitest erwachsene Bewohner*innen mit geistigen Beeinträchtigungen. Du hilfst im Haushalt, bist bei gemeinsamen Mahlzeiten dabei und gestaltest zusammen mit Mitarbeitenden und anderen internationalen Freiwilligen Freizeitangebote – zum Beispiel Spaziergänge, kreative Werkstätten, Musik- oder Spieleabende. Dein Jahr ist geprägt von vielen Begegnungen im direkten Miteinander.

Clohars-Fouesnant liegt in der Bretagne, nicht weit von der Küste und der Stadt Quimper entfernt. Du lebst in einer eher ländlichen Umgebung mit viel Grün, frischer Luft und kleinen Orten, in denen man sich kennt. Gleichzeitig kannst du in deiner Freizeit ans Meer fahren, bretonische Dörfer erkunden oder nach Quimper mit seinen Gassen, Crêperien und Märkten fahren.

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Zwei Freiwillige der Arche in Lille an Tisch; links brauner Pullover, rechts Nikolausmütze, Tasse, Aufstrich.
Die ASF-Freiwillige Paula bei einem gemeinsamen Essen in der Arche. Bild: ASF
Zwei ASF‑Freiwillige auf Sofa, eine im Pikachu‑Poncho und grauem Bademantel, die andere im schwarz‑weißen Streifenpullover.
ASF-Freiwillige Paula gemeinsam mit einem Bewohner der Arche. Bild: ASF/Arnaud Ghys
ASF-Freiwillige bei Geburtstagsfeier in Lille: zwei Personen sitzen am Tisch und halten Händchen, Partydekoration.
Die ASF-Freiwillige Paula feiert mit Bewohner*innen der Arche Geburtstag. Bild: ASF

„L’Arche Lille Métropole“ in Wambrechies ist eine christliche Lebensgemeinschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderungen ihren Alltag teilen. Wohnen, Arbeiten, Feste feiern und ruhige Momente gehören hier zusammen und schaffen ein dichtes Gemeinschaftsleben.

In dieser Freiwilligenstelle lebst du in der Gemeinschaft und begleitest vor allem erwachsene Bewohner*innen mit geistigen Beeinträchtigungen. Du unterstützt im Haushalt, zum Beispiel beim Kochen oder Aufräumen, und gestaltest Freizeit mit – etwa bei Spielen, Ausflügen, kreativen Angeboten oder Feiern. Gemeinsam mit professionellen Mitarbeitenden und anderen internationalen Freiwilligen sorgst du dafür, dass der Alltag für alle gut gelingt.

Wambrechies ist eine kleinere Stadt am Fluss, direkt bei Lille. Du erlebst einen ruhigen, gut überschaubaren Wohnort und bist gleichzeitig schnell in Lille mit seiner großen Studierendenszene, Kulturangeboten und lebendigen Vierteln. So kannst du zwischen zurückgezogenem Alltagsleben vor Ort und dem Treiben einer nordfranzösischen Großstadt wechseln.

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Kellnerin trägt rote und grüne Tassen zu Gästen an Außentischen vor blauem Café des Psaumes, Frankreich.
Die ASF-Freiwillige Lena serviert Kund*innen etwas im Café des Psaumes. Bild: ASF
Junge Barista im Café des Psaumes (Paris) betätigt Espressomaschine, füllt kleine Tasse und lächelt.
Die ASF-Freiwillige Lena im Café. Bild: ASF
Hefezopf auf weißem Teller, goldbraun geflochten, auf Holzbrett gelegen, Brotmesser links daneben
Ein fertiger Hefezopf im Café des Psaumes. Bild: ASF

Das Café des Psaumes ist ein jüdisches Nachbarschaftscafé im Pariser Viertel Marais. Es will die reiche jüdische Kultur des Viertels wieder sichtbarer machen und einen Treffpunkt für verschiedene Generationen schaffen – besonders für ältere Menschen aus der Nachbarschaft, ob jüdisch oder nicht. Das Café ist offen für alle und bietet auch Abendveranstaltungen wie Lesungen, Konzerte oder Diskussionsrunden an.

Hier bist du im Café-Alltag dabei. Du begrüßt Gäste, kommst mit älteren Menschen ins Gespräch, hilfst bei der Vorbereitung von Veranstaltungen und unterstützt bei praktischen Aufgaben wie dem Decken von Tischen oder kleinen organisatorischen Tätigkeiten. Du hilfst mit, dass sich Menschen willkommen fühlen und das Café zu einem lebendigen Ort der Begegnung wird.

Dieses Projekt wird in Kombination mit dem Mémorial de la Shoah und Yahad-in Unum besetzt.

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Junge Frau legt Arm um ältere Person im Rollstuhl auf Terrasse mit Meer- und Hügelblick bei Nizza.
Die ASF-Freiwillige Lucia mit einer Bewohnerin des jüdischen Seniorenheims. Bild: ASF
ASF-Haus La Colline in Nizza bei Dämmerung, helles Gebäude mit grünen Fensterläden, Veranda und Außentreppe.
Das jüdische Seniorenheim Ignace Fink la Colline von außen. Bild: ASF
Pflegekraft schiebt Rollstuhl, hält Hand einer älteren Bewohnerin auf überdachtem Weg im Hof von La Colline (Nizza)
Die ASF-Freiwillige Lucia geht mit einer Bewohnerin des jüdischen Seniorenheims spazieren. Bild: ASF

„Ignace Fink La Colline“ ist ein jüdisches Seniorenheim mit rund 140 Bewohner*innen. Hier leben jüdische und nicht-jüdische ältere Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten, viele von ihnen sind aus Nordafrika emigriert. In dem Seniorenheim geht es neben der Pflege auch darum, Gemeinschaft, Kultur und Religion im Alltag lebendig zu halten.

In dieser Freiwilligenstelle gestaltest du vor allem die Freizeit und den Alltag der Bewohner*innen mit. Du begleitest sie zu Aktivitäten, führst Gespräche, spielst vielleicht Karten oder liest vor, hilfst bei kleinen kreativen Angeboten oder bei Festen im Jahreslauf. Wichtig ist, gemeinsam etwas zu tun und Menschen darin zu bestärken, das zu nutzen, was sie noch können. Zusätzlich verbringst du einen halben Tag pro Woche im deutsch-französischen Kulturzentrum „Centre Culturel franco-allemand de Nice“ (CCFA).

Nizza liegt an der Mittelmeerküste und verbindet Meer, Berge und Stadtleben. Neben Stränden gibt es eine Altstadt mit engen Gassen, Märkte, Museen und ein vielfältiges Kulturangebot. Gleichzeitig ist der Alltag nicht nur touristisch: Du lernst Wohnviertel kennen, fährst mit Bus oder Tram zur Arbeit und entdeckst nach und nach deine eigenen Plätze in der Stadt.

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Gruppe Kinder mit bunten Papier-Laternen am Abend beim ASF-Laternenlauf auf Nizzaer Promenade.
Ein Laternenlauf des CCFAs an der Promenade von Nizza. Bild: ASF
Cellist spielt in kleinem Gewölberaum vor sitzendem Publikum; deutsche, französische und EU-Flaggen im Hintergrund.
Vernissage zum Tag der deutsch-französischen Freundschaft im CCFA. Bild: ASF
Sonnenuntergang über dem Meer bei La Colline in Nizza, Kiesstrand mit Wellen und Silhouetten von Menschen auf Promenade
Der Sonnenuntergang über dem Meer bei Nizza. Bild: ASF/Lucia Beckmann

Das „Centre Culturel franco-allemand de Nice“ (CCFA) möchte den Austausch zwischen Frankreich und Deutschland stärken. Es organisiert Sprachangebote, Kulturveranstaltungen und Begegnungen und ist ein wichtiger Treffpunkt für Menschen, die sich für deutsch-französische Themen interessieren. Du unterstützt bei Veranstaltungen, hilfst bei der Vorbereitung von Lesungen, Ausstellungen oder Filmabenden und kannst eigene kleinere Projekte einbringen – etwa ein kreatives Angebot, eine Diskussionsrunde oder ein thematischer Abend, der zu deinen Interessen passt. Dabei lernst du, wie ein kleines Kulturzentrum arbeitet und wie internationale Begegnung praktisch entsteht. Hier verbringst du deinen halben Tag pro Woche. Den Rest der Zeit arbeitest du im jüdischen Seniorenwohnheim „Ignace Fink La Colline“.

Nizza liegt an der Mittelmeerküste und verbindet Meer, Berge und Stadtleben. Neben Stränden gibt es eine Altstadt mit engen Gassen, Märkte, Museen und ein vielfältiges Kulturangebot. Gleichzeitig ist der Alltag nicht nur touristisch: Du lernst Wohnviertel kennen, fährst mit Bus oder Tram zur Arbeit und entdeckst nach und nach deine eigenen Plätze in der Stadt.

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Empfangsmitarbeiterin im asf‑Foyer Le Pont (Frankreich) sitzt am Schreibtisch, trägt blauen Pullover, tippt am PC.
Arbeit an der Rezeption des Foyer le Pont in Paris. Bild: ASF/Theresa Schuler
Das Begegnungshaus Le Pont mit roter Fassade steht zentral in einem Pariser Viertel.
Das Begegnungshaus liegt mitten in einem zentralen Pariser Viertel. Bild: Eric Chadaillac
Foyer 'Le Pont' mit hängender Girlande 'Bienvenue' über Fenster und grünem Notausgangsschild.
Herzlich willkommen im Foyer le Pont. Bild: ASF/Theresa Schuler
Ein einfaches Zimmer mit Bett, Tisch und Stuhl, in der Begegnungsstätte Le Pont, Paris. Foto von Eric Chadaillac.
Ein Zimmer der Begegnungsstätte. Bild: Eric Chadaillac
Eiffelturm über Pariser Dächer, Seine mit mehreren Brücken und Booten, bewölkter Himmel
Blick über Paris. Bild: Wikimedia Commons/Yann Caradec [CC BY-SA 2.0]

„Foyer Le Pont“ ist ein Begegnungszentrum und Tagungshaus für kirchliche Gruppen und für soziokulturelle Veranstaltungen. Menschen kommen hier für Seminare, Freizeiten, Tagungen oder kurze Aufenthalte in Paris zusammen.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du an der Rezeption und im Empfang. Du begrüßt Gäste, hilfst beim Einchecken, beantwortest Fragen und sorgst dafür, dass sich Gruppen zurechtfinden. Außerdem übernimmst du praktische Aufgaben in der Hauswirtschaft, etwa beim Vorbereiten von Räumen oder beim Frühstücksservice. Du wirst zur Ansprechperson für Jugendgruppen und Schulklassen und bietest thematische Stadtführungen an.

Das Haus liegt im 14. Arrondissement von Paris. Du lernst den Alltag eines Gästehauses kennen, erlebst ruhige und volle Tage und kannst nach der Arbeit die Umgebung erkunden: vom nächsten Park über kleine Läden in der Nachbarschaft bis hin zu bekannten Orten im Zentrum.

An ein bis zwei Tagen pro Woche unterstützt du außerdem die Arbeit des Maison de la Culture Yiddish. „La Maison de la Culture Yiddish – Bibliothèque Medem“ ist ein kleines Kulturhaus, das sich der jiddischen Sprache und Kultur widmet, welche durch die Shoah fast ausgelöscht wurden. Das Haus bietet Sprachkurse an, betreibt einen kleinen Verlag und organisiert ein vielfältiges Kulturprogramm rund um das Jiddische.

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Erwachsene in Bibliothek sitzen an langen Tischen beim Unterricht, Bücherregale an den Wänden, Lehrende rechts am Whiteboard
Unterricht im Maison de la Culture Yiddish. Bild: ASF
Lehrerin zeigt mit Marker jiddische Schrift auf Whiteboard in Pariser Klassenzimmer, Bücherregal rechts
Ein Jiddisch-Sprachkurs. Bild: ASF
Musiker mit Trompete, Violine und Akkordeon bei Chanukka‑Feier in Paris 2026, kleine Gruppe in schlichtem Saal
Chanukka-Feier im Maison de la Culture Yiddish. Bild: ASF/Macha Fogel

„La Maison de la Culture Yiddish – Bibliothèque Medem“ ist ein kleines Kulturhaus, das sich der jiddischen Sprache und Kultur widmet, welche durch die Shoah fast ausgelöscht wurden. Das Haus bietet Sprachkurse an, betreibt einen kleinen Verlag und organisiert ein vielfältiges Kulturprogramm rund um das Jiddische.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du im Archiv und in der Bibliothek mit. Du hilfst beim Ordnen und Erfassen von Beständen, unterstützt bei Verlagsaufgaben, im Sekretariat und bei logistischen Tätigkeiten. Außerdem bist du bei Veranstaltungen und Sprachkursen dabei, hilfst beim Aufbau, bei der Betreuung von Gästen oder bei der Dokumentation. So trägst du dazu bei, dass jiddische Sprache und Kultur lebendig bleiben und zugänglich sind.

Das Haus liegt im 10. Arrondissement von Paris. In deiner Freizeit kannst du die Nachbarschaft erkunden, andere Kultureinrichtungen besuchen oder einfach das Alltagsleben in der Stadt erleben.

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ASF-Freiwillige sitzen in historischem Raum an Tischen, hören Führung; Guide zeigt auf lange Vitrinenstreifen.
Ein Workshop in der Gedenkstätte Izieu. Bild: ASF
Maison in Izieu, Frankreich neben kahlen Bäumen, dramatischer orange-rosa Sonnenuntergangshimmel.
Sonnenuntergang über dem Mémorial des Enfants d'Izieu. Bild: ASF/Anna Vollert
Gedenkstätte Izieu: steinerne Halle mit Holzträgern, Rasen und Hinweisschild vorn; weißes Haus und Besucher hinten.
Die Gedenkstätte Izieu von außen. Bild: ASF

Die Maison d’Izieu ist eine Gedenkstätte zur Erinnerung an 44 jüdische Kinder und ihre Betreuer*innen, die am 6. April 1944 im Heim in Izieu, wo sie versteckt lebten, festgenommen und nach Auschwitz deportiert wurden. Es werden Gruppenführungen, Fortbildungen und (internationale) Seminare angeboten. Wesentliche Aufgabe der*des Freiwilligen ist es, die Zusammenarbeit mit anderen Gedenkstätten weiterzuführen und zu vertiefen. Zur Umsetzung solcher Projekte nimmt die*der Freiwillige Kontakt zu den internationalen Partner*innen auf, schreibt Briefe und Präsentationen, kümmert sich um pädagogische Aktivitäten (Austauschbegegnungen, evtl. Führungen durch die Gedenkstätte) und nimmt Treffen und Termine außerhalb der Gedenkstätte wahr.

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ASF-Freiwillige Mia begegnet der Auschwitz-Überlebenden Yvette Lévy. Bild: ASF/Laurence Krongelb
Gedenkstätte Shoah Paris: Namenstafel an Mauer vorn, langer Gang und eine einzelne, unscharfe Person hinten.
Die Gedenkwand mit Namen der in der Shoah Ermordeten im Memorial de la Shoah. Bild: Shutterstock
Ältere Frau im Rollstuhl mit buntem Schal und Namensbadge, hält Zettel; junge Begleiterin dahinter im Mémorial de la Shoah
Die ASF-Freiwillige Miriam begleitet eine Shoah-Überlebende. Bild: Mémorial de la Shoah/Yonathan Kellerman
ASF-Freiwillige im Mémorial de la Shoah, 2025.

Dokumentationszentrum zu jüdischer Geschichte mit Schwerpunkt auf dem Zweiten Weltkrieg und der Shoah. Du arbeitest im Fotoarchiv und in der Bibliothek mit. Im Fotoarchiv bearbeitest und digitalisierst du vor allem Bilder, lernst aber auch verschiedene historische Dokumente kennen und erfährst mehr über ihre Geschichte. Außerdem kommen zahlreiche Gruppen und auch Zeitzeug*innen ins Mémorial. Du lernst viele Menschen kennen und unterstützt bei Veranstaltungen und Recherchen.

Zur Partnerorganisation

Referentin steht vor Leinwand und präsentiert vor Publikum, Tische mit Taschen und Projektor im Vordergrund.
Die ASF-Freiwillige Frida hält einen Workshop. Bild: ASF
Innenraum der Großen Synagoge von Lyon mit mittigem roten Teppich, Holzbankreihen, Säulen und opulenten Kronleuchtern.
Die Große Synagoge von Lyon. Bild: ASF
Zwei Freiwillige sitzen auf Ruinen des römischen Theaters und blicken über Lyon im Abendlicht.
ASF-Freiwillige sitzen beim römischen Theater in Lyon. Bild: ASF/Anna Vollert

Der Verein „Les Racines de Demain“ setzt sich für den Abbau von Vorurteilen die Förderung von  interreligiösem und interkulturellem Austausch ein, zum Beispiel durch Workshops, Begegnungen und öffentliche Veranstaltungen.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du in einem kleinen Team aus Mitarbeitenden und Praktikant*innen mit. Du unterstützt bei der Vorbereitung und Durchführung von Konferenzen, Workshops und Seminaren und hilfst bei der Erstellung von Bildungsmaterialien und Publikationen.

Lyon ist eine große Stadt an Rhône und Saône mit vielen Studierenden und einem vielfältigen kulturellen Leben.

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ASF-Freiwillige in Bocage St-Jean-le-Blanc: drei Personen in sonnigem Werkraum mischen Mehl in Holzkasten, Gläser auf Tisch
ASF-Freiwillige helfen nach der Ernte beim Verarbeiten der Produkte mit. Bild: ASF/Michele Vallee
Lächelnde junge Frau im weißen T‑Shirt am Steuer eines blauen Geländewagens, trockene Feldlandschaft durch das Fenster
Die ASF-Freiwilligen lernen in dem Jahr Vieles, auch große Maschinen, Traktoren und Autos zu fahren. Bild: Privat
Zwei ASF‑Volontäre in Jacken arbeiten an jungen Sträuchern in grasiger Bocage‑Wiese unter klarem Himmel.
ASF-Freiwillige arbeiten auf dem Feld. Bild: ASF
ASF‑Freiwillige im Bocage füllen Glasflaschen mit orangefarbenem Saft an einem Metallbehälter und blauen Schläuchen.
Die ASF-Freiwillige Elisa hilft beim Abfüllen von frischem Saft mit. Bild: ASF
Marktstand in Saint-Jean-le-Blanc: Kisten mit grünen Bohnen, roten Kirschtomaten und Knoblauch auf rot-weiß kariertem Tuch.
Die Ernte wird auf dem Markt verkauft. Bild: ASF/Lucie Wiersing
Große Gruppe posiert lächelnd auf trockener Wiese unter Bäumen beim ASF-Jubiläum in St. Jean, Frankreich.
50 Freiwillige und fast das ganze Dorf kamen zum 50. Jubiläum in St, Jean 2026 zusammen. Bild: Privat

Dieses Projekt geht auf die Initiative von Freiwilligen vor 50 Jahren zurück. Seitdem kommen jedes Jahr zwei Freiwillige in das malerische Dorf St. Jean in der Normandie. Die Freiwilligen leben und arbeiten gemeinsam: Sie helfen auf Bauernhöfen beim Säen, Ernten, Holz machen und Verkaufen der Produkte.  Auch Brot backen oder Käse machen gehört dazu. Die Freiwilligen bringen sich vielfach ins Dorfleben ein: Sie besuchen ältere Nachbar*innen und helfen in einer kleinen Bibliothek und in einem Dorfkino mit. Die Freiwilligen organisieren ihren Arbeitsalltag überwiegend selbst, unterstützt von einem Förderkreis. Ihre Arbeit ist nicht einfach eine Dienstleistung, sondern eine besondere Form der  freundschaftlichen Hilfe. Denn die Normandie und auch das Dorf erlitten bei der Befreiung von der Nazi-Besatzung schwere Kämpfe. Die Versöhnung der letzten 50 Jahre und die enge Zusammenarbeit von Freiwilligen und Dorfgemeinschaft ist wohl einmalig.

Teilnehmer einer ASF/Yahad-in-Unum-Führung in Paris um einen bemalten grünen Briefkasten an blauer Hauswand.
Die ASF-Freiwillige Clara führt eine Gruppe auf einer historischen Stadttour zur Erinnerung an die Shoah durch Paris. Bild: ASF
Innenhof des Yahad-in-Unum-Gebäudes, Backsteinfassade mit blauem Eingang und Fensterläden, schattiger Baum und Blumen
Das Gebäude von Yahad in Paris. Die NGO setzt sich mit Seminaren, Exkursionen und Ausstellungen zur Erinnerung an den Holocaust im östlichen Europa ein. Bild: ASF/Clara Goumaz
Salon bei ASF 'Yahad in Unum', Paris: langer Tisch mit Klappstühlen, Topfpflanze, Wanduhr und Glastüren zum Garten.
Seminarraum des Yahad-Gebäude in Paris. Bild: ASF

Ziel der Arbeit von „Yahad – in Unum“ ist es, die Massenerschießungen der jüdischen Bevölkerung durch die „Einsatztruppen“ in Osteuropa während des Zweiten Weltkrieges zu erforschen. Dafür werden Exkursionen ins östliche Europa sowie Workshops und Konferenzen organisiert. Du hilfst bei der Übersetzung von Zeitzeugenaussagen und unterstützt bei Recherchen über Kriegsverbrechen in Osteuropa oder für die Organisation von Veranstaltungen. Darüber hinaus können sich ASF-Freiwillige bei der Redaktion der deutschsprachigen Homepage und des Newsletters einbringen. Dieses Projekt wird in Kombination mit dem Café des Psaumes besetzt.

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Griechenland

In Griechenland gibt es bis zu 7 Freiwilligenstellen auf dem Festland, auf der Peloponnes und auf der Insel Kreta. Freiwillige arbeiten unter anderem mit sogenannten Märtyrergemeinden zusammen. Das sind Orte, wo die Deutschen während der Besatzungszeit Verbrechen an der Zivilbevölkerung verübt hatten. Die Freiwilligen übernehmen Aufgaben im historischen, sozialen und kulturellen Bereich. Sie tragen dazu bei, dass die Erinnerung bewahrt wird und dass durch Begegnung neue Beziehungen entstehen.

Etz Hayyim Synagoge (Chania): geschnitztes Holzpult mit Teppich, schwarz-weißes Marmormosaik, Freiwillige streichelt Katze.
Innenansicht der Synagoge. Bild: ASF
Etz Hayyim-Synagoge in Chania: Steinfassade mit hebräischer Inschrift, blauem Emblem, griechischer Fahne und Weinranke.
Außenansicht der Synagoge. Bild: ASF
Chania/Hafen in Griechenland bei Sonnenuntergang: goldene Hafenbauten und Kuppelmoschee spiegeln sich im ruhigen Wasser.
Bild: ASF

Die Etz Hayyim Synagoge ist einer der ältesten jüdischen Sakralbauten Europas und ein lebendiger Ort für jüdische Gottesdienste und Feiertage. Sie ist zugleich ein Ort des Gedenkens und der interkulturellen Begegnung. Der Synagogenverein bewahrt das Erbe der jüdischen Gemeinden Kretas. Die meisten Jüdinnen*Juden Kretas überlebten die deutsche NS-Besatzung der Insel nicht. Der Verein organisiert kulturelle Veranstaltungen und historisch-politische Bildungsprogramme – in einem historischen Gebäude mit malerischem Innenhof.

Du bist mit dem Synagogen-Team Anlaufstelle für Besuchende, führst sie durch die Synagoge und unterstützt das Team bei Veranstaltungen. Außerdem arbeitest du mit an der Pflege der Webseite des Vereins und kannst dich gegebenenfalls auch bei der Initiative „Young Citizens of the World“ einbringen.

Chaniá besitzt eine der schönsten Altstädte Griechenlands: venezianischer Hafen, schmale Gassen, eine lebhafte Kulturszene. Kreta ist die größte Insel Griechenlands, mit hohen Bergen und endlosen Stränden. Kreta gilt als Wiege der europäischen Kultur und steckt voller lebendiger Geschichte und Gegenwart.

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Zwei lächelnde Helferinnen bei Olivenernte in Kryoneri (Korinth), Hände in Kiste mit grünen Oliven und Olivenzweigen.
An vielen Stellen im Dorf helfen: ASF-Freiwillige bei der Olivenernte in Kryoneri. Bild: ASF
Eine Freiwillige führt über den Friedhof. Bild: ASF
Steinernes Gästehaus in Kryoneri, Korinthia, mit rotem Ziegeldach, weitläufigem Balkon und Wiese voller weißer Gänseblümchen
Das Tagungshaus Elisson. Bild: ASF
Grüner Hügel in Kryoneri, Griechenland. Gedenkpfad erinnert an versteckte jüdische Familie, Blick auf das Meer.
Im griechischen Bergdorf Kryoneri versteckten Dorfbewohner*innen eine jüdische Nachbarsfamilie. ASF unterstützt vor Ort die Erinnerung daran.

FILOXENIA ist ein Verein mit langjähriger Erfahrung in der interkulturellen Bildungsarbeit zu den Themen Ökologie, Geschichte und Politik. Der Verein ist eng verbunden mit dem Tagungshaus „Elisson„, in dem von Frühjahr bis Herbst viele internationale Begegnungen, Workcamps und Seminare stattfinden.

Du arbeitest mit Kindern und Jugendlichen aus dem Dorf zusammen – zum Beispiel in einem Sprachtandem – und bringst dich in die Gemeinwesenarbeit des Dorfes ein. Dazu gehören Führungen zu Erinnerungsorten, die Pflege von Wanderwegen oder auch mal Hilfe bei der Olivenernte. Außerdem pflegst du die Webseite „Memory Alive“ und unterstützt FILOXENIA bei der Vorbereitung und Durchführung internationaler Begegnungen.

Das Bergdorf Kryonéri liegt in atemberaubender Lage über dem Golf von Korinth, umgeben von Olivenhainen und Bergen. Die Region bietet eine ruhige, naturnahe Atmosphäre – und mit Korinth und dem antiken Mykene gibt es in der Region und auf der Peloponnes viel Spannendes zu entdecken.

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ASF‑Freiwilliger spricht mit Jugendlichen im Holocaust‑Museum Kalavryta, Gruppe vor Ausstellung, er hält ein gerolltes Papier
Der Freiwillige Jonas führt durch das Holocaustmuseum. Bild: ASF
Besucher vor Wand mit hunderten Porträtfotos und Glasplatten mit griechischen Namen im Holocaustmuseum Kalavryta
Im Holocaustmuseum Kalavryta. Bild: ASF
Holocaust-Gedenkstätte Kalavryta: Hügel mit großem weißem Kreuz, Betoneingang, viele Kreuze und Schriftzug ‚EIRHNH‘.
Die Holocaustgedenkstätte in Kalavryta. Bild: ASF

Kalávryta ist untrennbar mit einem der schwersten NS-Massaker in Griechenland verbunden: Im Dezember 1943 ermordeten hier Soldaten der Wehrmacht den Großteil der männlichen Zivilbevölkerung. Eine Gedenkstätte am Stadtrand und ein Museum im Zentrum erinnern heute an dieses Verbrechen und an die Geschichte der Stadt. In der griechischen Erinnerungskultur an den 2. Weltkrieg und an die deutsche Besatzung kommt Kalávryta eine zentrale Bedeutung zu.

Du unterstützt das Museumsteam bei der Archiv- und Bibliotheksarbeit sowie bei der Vorbereitung von Ausstellungen und Veranstaltungen. Bei Bedarf machst du Recherchen, übersetzt du auch Texte und führst gelegentlich Besuchende durch die Ausstellung des Museums und zur Gedenkstätte.

Kalávryta liegt in den Bergen des nördlichen Peloponnes, umgeben von beeindruckender Natur. Die kleine Stadt ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen ins Gebirge und bekannt für das nahegelegene Skigebiet und eine historische Zahnradbahn, die durch das wilde Vouraikos-Tal hinunter bis ans Meer fährt.

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Gemeinsames essen in der NGO Naomi in Thessaloniki. Bild: privat
Die ASF-Freiwillige Sophie beim Häkeln mit Geflüchteten. Bild: privat
Wandcollage 'asf naomi Thessaloniki 2025': Dutzende kleine Fotos in Raster, darunter Ordner, Stifte und Kinderzeichnungen
EIne Fotowand in der CASA BASE. Bild: ASF/Thomas Heldt
Sonnenreflexe auf dem Meer bei Thessaloniki, dramatische Wolken, Schiffe und Menschen auf der Uferpromenade.
Das Meer bei Thessaloniki. Die Stadt hat eine reiche Geschichte und ein lebendige Kulturszene. Bild: ASF/Sophie Wozniak

NAOMI ist eine ökumenische Organisation, die geflüchteten Menschen in Thessaloniki Nothilfe, Beratung und Begleitung bietet – mit einem besonderen Fokus auf Frauen und Kindern als besonders schutzbedürftigen Personen. Zur Organisation gehören eine Textilakademie mit Nähwerkstatt, ein Sozialdienst mit rechtlicher und sozialer Beratung sowie „CASA BASE“, ein Hilfsgüterlager in unmittelbarer Nähe zum Flüchtlingslager Diavatá.

Du arbeitest vor allem bei CASA BASE mit: Du nimmst Sachspenden an, sortierst sie und gibst sie aus. Außerdem gestaltest du Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche oder geflüchtete Frauen – etwa Spielnachmittage, kreative Aktivitäten oder gemeinsame Ausflüge.

Diavatá ist ein Vorort Thessalonikis, Griechenlands zweitgrößten Stadt. Thessaloniki ist als Universitätsstadt bekannt für eine offene, lebendige Atmosphäre, eine reiche Geschichte und eine aktive Zivilgesellschaft. Thessaloniki war einst eines der wichtigen Zentren jüdischen Lebens in Europa, bis die Deutschen den Großteil der jüdischen Bevölkerung deportierten und ermordeten. Bis heute kannst du in der Stadt interessante Spuren der jüdischen, aber auch der byzantinischen und der osmanischen Geschichte der Stadt finden.

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Leuchtende pinke Bougainvillea an Balkon, Blick auf das Meer und die Orthodoxe Akademie Kreta unter blauem Himmel.
Die Akademie liegt landschaftlich sehr schön direkt an der Küste. Bild: ASF/Thomas Heldt
Mehrstöckiges Arkaden-Gebäude neben Küstenstraße, felsiger Hügel im Hintergrund, trockene Vegetation und klarer blauer Himmel.
Die Akademie umfasst mehrere Seminar- und Gästegebäude und liegt direkt an der Küste nahe der größeren Stadt Chania. Bild: Nestoris Niki
Freiwillige der orthodoxen Akademie auf Kreta stehen im Kreis am Meer, halten Texte während einer Zeremonie.
Ein Workshop der Orthodoxen Akademie Kretas. Es gibt zahlreiche Veranstaltungen und Seminare zu verschiedenen Themenfeldern. Bild: Privat
Freiwillige auf Leiter in Bibliothek der Orthodoxen Akademie Kreta, zieht Buch aus Regal, Jeanskleid und pinke Strumpfhose.
Die ASF-Freiwillige Maja in der Bibliothek der Orthodoxen Akademie Kretas. Bild: Privat

Die Orthodoxe Akademie Kretas ist ein bedeutendes Konferenzzentrum in Griechenland und ein Ort des interreligiösen und interkulturellen Dialogs. Die Akademie fördert die Begegnung zwischen Menschen verschiedener Religionen und Konfessionen sowie zwischen Wissenschaft, Kultur und Glauben.

Du übernimmst vor allem Aufgaben an der Rezeption, empfängst und begleitest Besuchende und unterstützt das Team bei der Organisation von Veranstaltungen. Bei Veranstaltungen machst du Fotos für die Öffentlichkeitsarbeit der Akademie. Außerdem kannst du dich in der Bibliothek einbringen – etwa beim Katalogisieren deutsch- und englischsprachiger Bücher.

Die Akademie liegt direkt an der Küste im Nordwesten Kretas, mit Blick auf das Meer und einer Badestelle direkt vor ihren Toren. Kolymvári ist im Winter ein sehr ruhiges Dorf. In den Sommermonaten verwandelt es sich in einen Urlaubsort mit Tausenden Touristen. Mit dem öffentlichen Bus bist du in ca. 40 Minuten in Chaniá, der nächsten größeren Stadt (siehe oben).

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Israel

Seit 1961 engagieren sich jedes Jahr ASF-Freiwillige auf verschiedenen Freiwilligenstellen in Israel. Dort unterstützen sie u.a. ältere Menschen und NS-Überlebende, sozial benachteiligte Menschen und Menschen mit Behinderungen im Alltag, sind an Gedenkorten tätig und engagieren sich für den Dialog.

Ein älterer und ein jüngerer Mann schauen an einer Steinmauer in ein abendliches Tal.
Der Freiwillige Johann mit dem Shoah-Überlebenden George in Israel. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Johann besuchte regelmäßig George und dessen Familie. Sie teilten viele Erinnerungen. Johann half bei Recherchen zur Familiengeschichte von George. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Clara Geberth und Ruth Levi: junge Frau umarmt ältere, beide lächeln und schauen nach oben; ältere mit Mütze und rosa Schal
Die Freiwillige Clara bei einem Spaziergang mit ihrer Klientin durch Jerusalem. Bild: ASF/Helena Schätzle
Vier lachende Jugendliche lehnen an Brüstung, Blick über israelische Stadtlandschaft bei weichem Abendlicht.
ASF-Freiwillige in Jerusalem. ASF/Helena Schätzle

Amcha ist eine Organisation, die Schoa-Überlebende und ihre Familien unterstützt. Die Organisation bietet psychologische Gespräche, Gruppenangebote, Unterstützung im Alltag und Hausbesuche an. ASF arbeitet seit vielen Jahren mit Amcha zusammen.

Begegnungen mit Überlebenden entstehen in einem geschützten Rahmen, in denen du viel über ihre Biografien und ihren persönlichen Umgang mit der Schoa erfährst. Viele der Menschen schätzen den Kontakt zu jungen Freiwilligen sehr.

Du besuchst einzelne Schoa-Überlebende regelmäßig zu Hause. Schritt für Schritt entsteht ein vertrauter Kontakt: Ihr trinkt zusammen Kaffee, sprecht über Vergangenheit und Gegenwart, geht spazieren, erledigt kleinere Einkäufe oder schaut einfach gemeinsam auf den Alltag. Die psychologische Unterstützung liegt weiterhin bei Amcha. Du wirst professionell begleitet, hast feste Ansprechpersonen und nimmst an Anleitungsgesprächen und Supervision teil. Du arbeitest im Alltag meist allein und legst zum Teil längere Wege zu den Wohnungen zurück, lernst dabei aber unterschiedliche Viertel und Lebenswirklichkeiten kennen.

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ASF-Freiwillige im Beit Ben Yehuda. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Steingebäude von Beit Ben-Yehuda in Jerusalem mit Blumen und Zugangsrampe, umgeben von grünem Garten.
Die Begegnungsstätte Beit Ben-Yehuda liegt in einem historischen Haus im Jerusalemer Vorort Talpiot. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Verschiedene Gruppen nutzen das Haus mit seinen Seminarmöglichkeiten und dem Garten. Die Freiwilligen unterstützen die Bildungs- und Begegnungsarbeit. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Zwei Frauen lächeln bei einem Treffen von Shoah-Überlebenden in Beit Ben Yehuda, Jerusalem, 2024.
Ein Programm im Haus: Überlebende und ihre Angehörigen kommen zusammen, teilen Erinnerungen und essen zusammen.
Vogelperspektive: fünf Personen an rundem Tisch unter einer Holztreppe im Beit Ben Yehuda, Jerusalem.
Das Team des Hauses wird von den Freiwilligen unterstützt. Zusammen stemmen sie die Organisation und die pädagogische Gestaltung des Programms und die Betreuung der Gruppen. Bild: ASF/Ruthe Zuntz

Das Beit Ben Yehuda ist eine internationale Jugendbegegnungsstätte und das Gästehaus von ASF in Jerusalem. Unter einem Dach kommen hier Gruppen aus Deutschland, Israel und anderen Ländern zusammen, um sich mit den Themen Geschichte, Gesellschaft, Politik, Kultur und Religion auseinanderzusetzen. Gleichzeitig ist hier auch das Landesbüro von ASF in Israel untergebracht, sodass du Einblicke in die Arbeit von ASF insgesamt und vor Ort bekommst.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du das Team im Alltag des Gästehauses und des Landesbüros. Du begrüßt anreisende Gruppen, hilfst beim Check-in und gibst eine Einführung in das Haus. Du packst bei der Vor- und Nachbereitung von Begegnungsprogrammen mit an, richtest Räume her, bereitest Pausen oder Mahlzeiten mit vor oder hilfst im Garten. Gemeinsam mit dem Team planst du Bildungsprogramme mit, unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel für Newsletter, Website oder soziale Medien, und hilfst bei der Organisation des Freiwilligenprogramms von ASF in Israel. Du kannst eigene kleine Seminareinheiten oder Programmpunkte mitgestalten.

Jerusalem ist eine Stadt mit sehr sichtbarer Geschichte, religiöser Vielfalt und vielen Sprachen auf engem Raum. Durch die Arbeit im Beit Ben Yehuda wirst du Teil dieses lebendigen Umfelds und bewegst dich täglich zwischen internationaler Begegnung, lokalem Alltag und vielfältiger Stadtkultur.

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Zwei fröhliche Menschen umarmen sich im sonnigen Hof von Beit Uri, Afula, Israel. Im Hintergrund ist eine Holzstruktur.
ASF-Freiwillige Charlotte bei einer Aktivität im Beit Uri. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Zwei Freiwillige in Beit Uri (Afula) unter Bäumen: eine gießt mit grüner Gießkanne in einen Eimer, der andere steht daneben.
Die ASF-Freiwillige Charlotte gießt mit einem Klienten im Garten. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
ASF-Freiwillige schiebt Kind mit Helm auf roter-gelber Schaukel im sonnigen Park vor Bäumen.
Die ASF-Freiwillige spielt mit einem Klienten auf dem Spielplatz. Bild: ASF/Ruthe Zuntz

Beit Uri ist eine Dorfgemeinschaft für Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen und orientiert sich an der anthroposophischen Heilpädagogik. Kinder, Jugendliche und Erwachsene leben, arbeiten und lernen hier gemeinsam. Im Dorf kommen Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, der Alltag ist lebendig und stark von Gemeinschaft geprägt.

In dieser Freiwilligenstelle begleitest du Bewohner*innen und Bewohner im Alltag und bei Ausflügen. Du bist einem Haus zugeordnet und unterstützt je nach Schicht am Morgen oder am Nachmittag: Du hilfst beim Aufstehen, Anziehen und Essen, begleitest zur Schule oder in die Werkstätten, in denen zum Beispiel Kerzen, Holzarbeiten, Keramik oder Körbe entstehen. Nachmittags gestaltest du Freizeit mit, etwa beim Schwimmen, Reiten, Bowling oder bei kreativen Angeboten. Du wohnst in der Dorfgemeinschaft mit anderen Freiwilligen zusammen, bist Teil des Teams und wirst gut in deine Aufgaben eingeführt.

Beit Uri liegt im Norden Israels in der Nähe von Afula in ländlicher Umgebung. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommst du schnell nach Afula, Nazareth oder Haifa. Vor Ort gibt es verschiedene Freizeitangebote.

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Die Freitagsschule: Viele Sprachen und Herkünfte, gemeinsames Lernen und Spielen. Bild: Freitagsschule Jerusalem
Viel Bewegung gehört auch zum Alltag von Kindern und Betreuer*innen. Bild: Freitagsschule Jerusalem
Bild: Freitagsschule Jerusalem

Die Deutsche Freitagsschule Jerusalem ist eine Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche, die zweisprachig aufwachsen und ihre Deutschkenntnisse vertiefen möchten. In kleinen Klassen mit fünf bis zehn Kindern wird nicht nur Sprache geübt, sondern auch gemeinsam gespielt, diskutiert und an Projekten gearbeitet. Die Kinder kommen aus unterschiedlichen Teilen der Stadt und bringen verschiedene kulturelle und religiöse Hintergründe mit. Die Schule schafft einen geschützten Raum, in dem sie einander begegnen, den Anderen kennenlernen und mehr über verschiedene Lebensrealitäten in Jerusalem erfahren.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du einmal pro Woche den Unterricht am Freitagnachmittag. Du hilfst der Lehrkraft in der Klasse, übernimmst Kleingruppen, spielst mit den Kindern in der Pause, bereitest Materialien vor oder begleitest eigene kleine Projekte auf Deutsch. Je nach Interesse kannst du auch in der deutschen Bibliothek mitarbeiten, bei der Ausleihe helfen und gemeinsam mit Lehrkräften Aktionen in der Bibliothek gestalten. Du bist dabei immer in ein kleines Team eingebunden und wirst angeleitet, sodass du eigene Ideen einbringen und gleichzeitig Erfahrungen in der Bildungsarbeit sammeln kannst.

Die Freitagsschule befindet sich im Stadtviertel Pat, zwischen West- und Ostjerusalem. So erlebst du eine besondere Mischung aus Nachbarschaften, Sprachen und Alltagswelten.

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Junge Freiwillige schiebt lachendes Kind in Sitz-Schaukel vor heller Steinmauer, blaues Gestell in Jerusalem.
Die ASF-Freiwillige Clara spielt mit einem Kind. Spiele und Sport stehen jeden Tag auf dem Programm. Bild: ASF
Freiwillige schwingt ein Kind an den Armen auf Spielplatz in Jerusalem; Steinmauer, blauer Himmel.
In dieser Schule kommen viele Sprachen, Kulturen und Religionen zusammen. Die Freiwilligen sind ein wichtiger Teil dieser Gruppe. Bild: ASF

Gan HaShikumi ist eine Vorschule für Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren, die mit motorischen und sprachlichen Beeinträchtigungen oder Verhaltensschwierigkeiten leben. Ziel ist es, ihre Fähigkeiten im Alltag so zu stärken, dass sie möglichst selbstständig werden können. In kleinen Gruppen begleitet ein Team aus Pädagogik und Therapie die Kinder durch den Tag, spielt, lernt und übt mit ihnen. Die Kinder kommen aus religiösen, säkularen und teilweise arabischen Familien, sodass du viele unterschiedliche Lebenswelten kennenlernst.

In dieser Freiwilligenstelle begleitest du eine feste Kindergruppe im Tagesprogramm. Du spielst und bastelst mit den Kindern, unterstützt sie bei Mahlzeiten und in Pflegesituationen, gehst mit ihnen in den Garten oder in den Therapieraum, hilfst beim Aufräumen und kannst eigene kleine Angebote einbringen, zum Beispiel Musik, Geschichten oder ein Puppenspiel. Du arbeitest eng mit dem Team zusammen, bekommst klare Aufgaben und wirst Schritt für Schritt eingearbeitet. Geduld, Konzentration und Ruhe gehören zu den wichtigsten Kompetenzen in dieser Freiwilligenstelle.

Gan HaShikumi liegt in einer eher religiös geprägten Nachbarschaft in Jerusalem. In den Straßen rund um die Einrichtung triffst du viele Familien, kleine Läden und Synagogen, und mit dem Bus bist du schnell im Stadtzentrum oder an der Altstadt. Du erlebst so den Alltag in einem religiösen Viertel und zugleich die Vielfalt Jerusalems.

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Die ASF-Freiwillige Leonore im Gespräch mit der Überlebenden Marianne Karmon. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Die ASF-Freiwillige Leonore gemeinsam mit der Überlebenden Marianne Karmon. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Leonore Schweynoch spricht 2022 in Jerusalem mit Marianne Karmon auf einer blumigen Terrasse bei Sonnenschein.
Die ASF-Freiwillige Leonore Schweynoch zu Besuch bei Marianne Karmon auf ihrer Terrasse in Jerusalem 2022. Bild: ASF/Ruthe Zuntz

Der Irgun Jozei Merkas Europa ist die Dachorganisation von Jüdinnen*Juden, die aus Zentraleuropa nach Israel eingewandert sind, und ihren Nachkommen. Viele von ihnen haben Verfolgung im Nationalsozialismus erlebt und später den Staat Israel mit aufgebaut. Heute begleitet die Organisation vor allem ältere Menschen, oft in speziell eingerichteten Wohnheimen oder in ihren eigenen Wohnungen. In den Begegnungen mit ihnen erhältst du sehr persönliche Einblicke in Lebensgeschichten, in denen sich die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts widerspiegelt.

In dieser Freiwilligenstelle besuchst du mehrere deutschsprachige Menschen zu Hause. Du baust nach und nach eine vertrauensvolle Beziehung auf, führst Gespräche, trinkst mit ihnen Kaffee, gehst spazieren, hilfst bei kleineren Erledigungen oder bringst etwas Struktur und Abwechslung in den Alltag. In Absprache mit der Sozialarbeiterin kannst du auch an Projekten mitarbeiten. Gelegentlich kann auch die Unterstützung im Büro in Jerusalem zu deinen Aufgaben gehören. Du arbeitest dabei eng mit der Sozialarbeiterin zusammen, hast eine feste Ansprechperson und wirst in deinen Besuchen begleitet und beraten.

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Naila hilft in Nahariya, Israel, einer Person mit einer Beeinträchtigung in einem Workshop. Beide lächeln.
ASF Freiwillige arbeiten zum Beispiel in den Werkstätten mit und unterstützen kreative Projekte. Freiwillige bei Kivunim 2022, Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Drei junge Menschen bearbeiten Stoff; eine hilft beim Zuschneiden, Maßband und Schere liegen auf dem Tisch.
In der Schneiderei. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Zwei junge Frauen in Küche: links schneidet Tomaten, rechts lacht und öffnet ein Glas.
Gemeinsam kochen und essen. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Zwei Personen in einer Werkstatt in Nahariya, Israel, lächeln und stoßen die Fäuste zusammen. Verschiedene Bastelmaterialien sind zu sehen.
ASF-Freiwillige bei Kivunim 2022, Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Zwei Personen stehen auf felsigem Ufer, Silhouetten vor weitem bedecktem Himmel und glänzendem Meer.
Freiwillige am Meer. Haifa liegt an einer großen Bucht. Strände und die nahen Berge bieten tolle

Kivunim ist ein Integrationsprojekt in Haifa für Jugendliche und Erwachsene mit körperlichen oder leichten geistigen Behinderungen. Ziel der Organisation ist es, sie auf dem Weg in ein möglichst eigenständiges Leben zu unterstützen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu stärken. Du bist Teil eines offenen Teams aus Hauptamtlichen und Freiwilligen.

In dieser Freiwilligenstelle begleitest du Teilnehmende im Alltag und in ihrer Freizeit. Du besuchst regelmäßig ihre Wohnungen, kochst mit ihnen, räumst gemeinsam auf, unterstützt beim Wäschewaschen oder dabei, den Tag zu strukturieren. Oft arbeitest du mit einzelnen Personen intensiver zusammen, übst zum Beispiel Englisch, begleitest zu Terminen oder hilfst bei persönlichen Projekten. Dazu kommen gemeinsame Aktivitäten wie Kochabende, Ausflüge, Spaziergänge oder sportliche Angebote, bei denen ihr zusammen unterwegs seid und du Menschen ermutigst, Neues auszuprobieren und eigene Entscheidungen zu treffen.

Haifa ist eine Stadt am Mittelmeer mit Strand, Hafen, Wohnvierteln am Hang des Karmel und einer vielfältigen Bevölkerung. Jüdische und arabische Nachbarschaften liegen nah beieinander. Durch deine Besuche und Aktivitäten mit Kivunim lernst du verschiedene Stadtteile kennen.

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Vortrag im Leo-Baeck-Institut Jerusalem: Publikum (meist kippa-tragend) sitzt in Reihen, Redner steht am Pult.
Ein Workshop im Leo-Baeck-Institut. Bild: Leo-Baeck-Institut
Leo-Baeck-Institut, Jerusalem: Außenansicht mit Rasterfassade, niedriger Sandsteinmauer, Palme, Tor und leerer Straße.
Das Leo-Baeck-Institut bietet ein umfangreiches Bildungsprogramm an. Bild: Leo-Baeck-Institut
Junge Menschen auf einer belebten Straße mit Ständen,
ASF-Freiwillige in Jerusalem, 2022. Bild: ASF/Ruthe Zuntz

Das Leo Baeck Institut in Jerusalem erforscht und dokumentiert die Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums vor 1933. Seit vielen Jahrzehnten abreiten dort Historiker*innen, Studierende und andere Interessierte aus verschiedenen Ländern zusammen. In einem kleinen Team hast du die Möglichkeit, Einblicke in jüdische Geschichte im deutschsprachigen Raum zu gewinnen und mit Materialien aus Archiven und Bibliotheken zu arbeiten. Im Alltag begegnest du vor allem Hebräisch, Englisch und Deutsch.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du das Institut vor allem im Archiv und in der Bibliothek. Du suchst Materialien für Anfragen heraus, sortierst und ordnest Bestände, hilfst bei Kopier- und Scanaufträgen und bereitest Räume für Veranstaltungen vor. Je nach Bedarf kommen Recherchen im Internet, Zuarbeit für die Website, Korrespondenz oder Korrekturlesen dazu. Bei Veranstaltungen hilfst du bei der Organisation und übernimmst auch einfache technische Aufgaben. Du arbeitest in der Regel eher ruhig und eigenständig, wirst aber angeleitet und kannst nach und nach mehr Verantwortung übernehmen. Wenn es zeitlich passt, kannst du dich auch einem eigenen kleinen Recherchethema widmen.

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Garten von Yad Ben Zvi in Jerusalem: Rasen mit halbkreisförmigen Holzbänken, Blumenbeeten und Gebäude aus Jerusalemer Stein.
Der Garten des Instituts. Bild: ASF
Foyer von Yad‑Ben‑Zvi, Jerusalem: lange Wand mit bunten Quadraten, drei Tische mit karierten Decken, helle Stühle und Lampen
Hier finden Seminare und Bildungsprogramme statt. Die Freiwillige unterstützen im Archiv, bei Konferenzen und Workshops. Bild: ASF
Innenraum der Bibliothek Yad Ben Zvi in Jerusalem: lange helle Holzregale mit Büchern, Gang, Stuhl, Hocker und Glasvitrine.
Die Bibliothek des Instituts. Viele internationale Forscher*innen kommen hier zusammen. Bild: ASF
ASF-Freiwillige spazieren durch einen belebten Markt in Jerusalem, umgeben von Ständen mit verschiedenen Waren.
ASF-Freiwillige in Jerusalem. Bild: ASF/Ruthe Zuntz
Zwei Frauen lachen und trinken Kaffee im Café in Jerusalem, umgeben von Pflanzen.
In einem Café in Jerusalem. ASF/Helena Schätzle.

Yad Izhak Ben-Zvi ist ein Forschungs- und Dokumentationszentrum in Jerusalem, das sich mit der Geschichte Israels und jüdischer Gemeinschaften in arabisch und muslimisch geprägten Ländern beschäftigt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Geschichte von Jüdinnen*Juden in Nordafrika während des Zweiten Weltkriegs. Im Institut wird vor allem auf Hebräisch und Englisch gearbeitet, im Archiv findest du aber auch viele deutschsprachige Dokumente und Materialien.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du das Team vor allem im Archiv und in der Bibliothek. Du scannst und digitalisierst Dokumente, hilfst beim Ordnen und Beschriften von Materialien und arbeitest an der Übersetzung deutschsprachiger Texte, teils auch in alter deutscher Handschrift. Dazu kommen praktische Aufgaben im Alltag des Instituts, zum Beispiel Kopieraufträge, Unterstützung in der Bibliothek oder Hilfe beim Umräumen von Archivräumen und bei der Vorbereitung von Veranstaltungen. Oft arbeitest du gemeinsam mit erfahrenen israelischen Freiwilligen zusammen, die regelmäßig ins Institut kommen. Du bist im engen Austausch mit deiner Ansprechperson.

Yad Izhak Ben-Zvi liegt in einem Stadtviertel mit vielen Bildungseinrichtungen, Archiven und öffentlichen Einrichtungen. Mit dem Bus bist du schnell in der Altstadt oder in anderen Teilen Jerusalems unterwegs.

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Zwei Personen stehen unter einem großen Betonbogen in Jerusalem, schauen in die Ferne. Bäume und Himmel sind sichtbar.
Die Gedenkstätte liegt in einem Jerusalemer Vorort. Bild: WDR Fernsehen/Screenshot.
Auf dem Bild ist die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem mit einem Bus der WDR-Bustour zu sehen.
Auf dem großen Gelände liegen mehrere Mahnmale und Erinnerungsorte sowie Archiv und Seminarräume. Bild: WDR Fernsehen/Screenshot.
Die Halle der Namen in der Gedenkstätte Yad Vashem. Bild: Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)
Der ASF-Freiwillige Constantin vor einem Mahnmal, das an die in der Shoah verfolgten jüdischen Gemeinden erinnert. Bild: ASF/Helene Schätzle

Yad VaShem ist Israels nationale Gedenkstätte zur Erinnerung an die Schoa. Seit 1953 sammelt und bewahrt die Einrichtung Zeugnisse der Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen*Juden im Nationalsozialismus. In einem großen Archiv werden Dokumente, Fotos, Filme und Zeugnisse aus vielen Ländern gesichert und für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht. ASF arbeitet seit vielen Jahrzehnten mit Yad VaShem zusammen, du gewinnst hier einen tiefen Einblick in Geschichte und Erinnerungskultur und trägst selbst dazu bei, dass Geschichten nicht verloren gehen.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du vor allem die Arbeit im Archiv. Du sichtest Akten, hilfst dabei, Dokumente zu erfassen und zu ordnen, schreibst englische Zusammenfassungen, unterstützt bei Recherchen und hilfst Privatpersonen und Forschenden, Materialien zu finden. Manchmal entzifferst du handschriftliche Notizen oder begleitest Anfragen aus Deutschland und erklärst die Arbeit von ASF. Bei Veranstaltungen kannst du beim Vorbereiten der Räume und beim Ablauf unterstützen; gelegentlich hast du auch die Möglichkeit, Vorträge von Historiker*innen und Historikern zu besuchen. Du arbeitest sorgfältig und selbstständig, bist aber in ein Team eingebunden und hast Ansprechpersonen, mit denen du deine Fragen und Eindrücke besprechen kannst. Geduld, Genauigkeit und die Bereitschaft, dich intensiv mit der Schoa auseinanderzusetzen, sind wichtige Kompetenzen in dieser Freiwilligenstelle.

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Niederlande

Die Niederlande sind weit mehr als nur ein scheinbar gut bekanntes Nachbarland mit Nordseestrand, Grachten und Fahrrädern – das entdecken jedes Jahr um die 18 ASF-Freiwillige in ihren vielseitigen Freiwilligenstellen im ganzen Land – von Sozialprojekten über Lebensgemeinschaften bis zu Gedenkorten.

Freiwillige Helene richtet ein Foto in der Ausstellung in der Gedenkstätte Vught, Niederlande, aus. Foto: Laura Stöbener.
Die Freiwillige Helene beim Aufbau einer Fotoausstellung, Gedenkstätte Vught in den Niederlande. Bild: Laura Stöbener
Vier Besucher am Gedenkort Kamp Vught lesen Informationsblätter zwischen Betonplatten vor einem hölzernen Wachturm
Besucher des Kamp Vught. Bild: Jan-Willem de Venster
Gruppenführung im Kamp Vught (Niederlande) neben Backsteinbaracke, Wassergraben und Wachtürmen, von oben
Sicht auf die Gedenkstätte Kamp Vught. Bild: Jan van de Ven

Das „Nationaal Monument Kamp Vught“ befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers „Herzogenbusch“. Die Gedenkstätte erinnert an die Menschen, die hier inhaftiert, ausgebeutet und ermordet wurden. Ein Museum mit Ausstellungen, ein Außengelände mit historischen Spuren und Bildungsangebote für Schulklassen und andere Gruppen machen die Geschichte des Ortes sichtbar.

In dieser Freiwilligenstelle lernst du verschiedene Bereiche der Gedenkstätte kennen. Du unterstützt bei der Arbeit mit der Museumssammlung, zum Beispiel beim Digitalisieren von Objekten oder Fotos, hilfst im pädagogischen Bereich bei der Vorbereitung von Materialien und Gruppenangeboten und kannst im Sekretariat oder an der Rezeption mitarbeiten. Auch in der Öffentlichkeitsarbeit oder bei der Planung des Jahresprogramms kannst du das Team unterstützen. Du bist damit an einem Ort tätig, an dem Geschichte, Gedenken und Bildung eng zusammenhängen.

Vught ist ein kleiner Ort in der Nähe von Den Bosch (oder ’s-Hertogenbosch). Den Bosch ist eine schöne, mittelalterliche Provinzhauptstadt mit 150.000 Einwohner*innen. Die Stadt hat viel zu bieten: Sehenswürdigkeiten, kulturelle Veranstaltungen, viele Geschäfte und Gelegenheiten zum Ausgehen. Dort wohnst du in einem Studierendenwohnheim. Mit dem Fahrrad brauchst du ca. 20 Minuten bis zu deiner Freiwilligenstelle.

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Junge Freiwillige im beigen Pullover mit Notizbuch im Gespräch mit älterer Frau in bunter Jacke an Holztisch, Tassen.
Die Freiwillige Anne im Gespräch mit einer Klientin in Goud van Noord, Niederlande. Bild: Ewa Wielgat
Zwei Freiwillige in kleiner Küche bereiten Essen vor; links beiger Wollpullover, rechts bunte Blumenjacke, orange Schüssel.
Die Freiwillige Anne kocht mit einer Klientin in Goud van Noord, Niederlande. Bild: Ewa Wielgat

„Goud van Noord“ ist ein Nachbarschaftszentrum im Rotterdamer Stadtteil „Oude Noorden“. In diesem Viertel leben Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen, viele Familien haben Flucht- und Migrationsgeschichten, und die Lebenssituationen sind oft herausfordernd. Das Zentrum unterstützt Bewohner*innen mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und arbeitet eng mit Ehrenamtlichen zusammen.

In dieser Freiwilligenstelle bist du Teil dieses Nachbarschaftslebens. Du unterstützt bei Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, zum Beispiel bei Hausaufgabenhilfen, Spielgruppen oder kreativen Projekten. Du kannst bei Nachbarschaftstreffen, gemeinsamen Mahlzeiten oder kleineren Feiern mitorganisieren und kommst mit den Menschen im Viertel ins Gespräch. Gemeinsam mit dem Team und Ehrenamtlichen sorgst du dafür, dass „Goud van Noord“ ein offener Ort bleibt, an dem man Unterstützung und Gemeinschaft findet.

Rotterdam ist eine moderne Hafenstadt, geprägt von neuer Architektur, internationalem Flair und einer sehr vielfältigen Bevölkerung.

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Freiwillige im Verzetsmuseum erklärt eine große historische Karte, gestikulierend mit orangem Museums-Ausweis und beige Jacke
Die Freiwillige Marianne führt durch das Verzetsmuseum in Amsterdam. Bild: Bram Petraeus
Freiwillige des Verzetsmuseum vor Eingang 'De Kleine Plantage', hält gerahmtes Mosaik mit Vogel, orange Lanyard, beige Jacke.
Die Freiwillige Marianne vor dem Verzetsmuseum, Amsterdam. Bild: Bram Petraeus
ASF-Ffreiwillige in lockerer Runde am Amsterdamer Hafen, sitzen am Kai vor dicht geflaggten Traditionsseglern
In Amstersdam sind mehrere Freiwillige von ASF engagiert. Hier an einem der vielen Kais und Häfen. Bild: ASF/Ewa Wielgat
Freiwillige von hinten an blauem Geländer, beige Jacke, lockiges Haar, Blick auf Amsterdamer Kanal mit Hausbooten und Häusern.
An einer Gracht in Amsterdam. Bild: ASF/Bram Petraeus

Das „Verzetsmuseum Amsterdam“ widmet sich der Geschichte des Widerstands gegen die deutsche Besatzung in den Niederlanden, beleuchtet aber auch antikolonialen Widerstand in den ehemaligen niederländischen Kolonien. Mit einer erneuerten Dauerausstellung und barrierearmen Angeboten richtet sich das Museum bewusst an ein jüngeres und vielfältiges Publikum und macht deutlich, welche Bedeutung Werte wie Toleranz, Freiheit und Demokratie heute haben.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du die Museumsarbeit und Bildungsangebote. Du führst nach einer gründlichen Einarbeitung Gruppen durch das „Verzetsmuseum Junior“, durch die Dauerausstellung und Wechselausstellungen – auf Niederländisch, Deutsch und, wenn möglich, auch auf Englisch. Du wirkst an der Entwicklung von Bildungsprogrammen und Materialien mit, bei Übersetzungen oder bei der Auswertung von Schulbesuchen. Du kannst an Recherchen für neue Ausstellungen beteiligt sein, an der Rezeption mitarbeiten oder bei Werbemaßnahmen, Website und Social Media unterstützen. Praktische Einsätze bei besonderen Veranstaltungen – etwa Ausstellungs­eröffnungen, Buchpräsentationen, Vorträgen oder der Museumsnacht – gehören ebenfalls dazu.

Du wohnst in einer WG in einem Studierendenwohnheim in Amsterdam.

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Junger Freiwilliger in grünem T‑Shirt und schwarzen Handschuhen serviert einer älteren Bewohnerin im jüdischen Altenheim.
Ole engagierte sich als ASF-Freiwilliger im jüdischen Altersheim Beth Shalom in Amsterdam. Bild: ASF/Ewa Wielgat
Freiwilliger und Senioren sitzen an einem Tisch im Altersheim Beth Shalom Amsterdam, formen Teig; Pflanzen im Hintergrund.
Der Freiwillige Ole backt gemeinsam mit Bewohner*innen des Beth Shalom. Bild: ASF/Ewa Wielgat
Freiwilliger beugt sich über Tisch, spricht mit Senioren im Rollstuhl im hellen Aufenthaltsraum des jüdischen Altenheims.
Auch Freizeitaktivitäten, Einkäufe und Ausflüge stehen auf dem Programm. Bild: ASF/Ewa Wielgat
Zwei Freiwillige betrachten gravierte Namensplaketten am Shoah‑Mahnmal in Amsterdam; eine zeigt auf einen Namen.
Freiwillige am Shoah-Mahnmal in Amsterdam. Bild: ASF/Ewa Wielgat

„Beth Shalom“ ist eine Pflegeeinrichtung für vor allem jüdische ältere Menschen. Jüdische Kultur und Religion spielen im Haus eine wichtige Rolle, auch wenn heute weniger jüdische Bewohner*innen dort leben – eine Folge der Geschichte und des Holocaust. Die Einrichtung bietet älteren Menschen ein Zuhause mit Versorgung, Verpflegung und Raum für Begegnung.

In dieser Freiwilligenstelle begleitest du ältere Menschen im Alltag und bei gemeinsamen Aktivitäten. Du hilfst morgens bei der Frühstücksgruppe, bist bei Bewegungsangeboten dabei, backst vielleicht zusammen Challot (Shabbat-Brote), arrangierst Blumen oder bereitest die Shabbat-Feier mit vor. Wichtig ist vor allem die Begegnung: Du führst Gespräche, hörst zu, bist präsent und gestaltest manchmal auch Zeit mit einzelnen Bewohner*innen. Du kannst auch eigene Ideen für kleine Angebote einbringen. Gleichzeitig lernst du jüdische Kultur und Religion im Alltag einer Pflegeeinrichtung kennen und entwickelst deinen eigenen Umgang mit älteren Menschen.

„Beth Shalom“ liegt in einem ruhigen Wohnviertel von Amsterdam. Du selbst wohnst in einem Studierendenwohnheim im Stadtzentrum und fährst von dort zur Einrichtung. So erlebst du beides: den alltäglichen Rhythmus eines Wohnviertels mit Parks und Nachbarschaftsläden sowie das lebendige Zentrum mit Grachten, Märkten, Museen und vielen Studierenden.

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ASF-Freiwillige posieren vor großem Schwarzweißporträt an der Wand im Anne-Frank-Haus, Innenraum.
Freiwillige bei einem Besuch im Anne-Frank-Haus. Bild: ASF
Hinterhaus des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam: weiße Wand, dunkles Backsteinhaus mit Fensterläden, Sonnenschatten und Bäume.
Blick auf das historische Hinterhaus. Bild: ASF
Vier ASF-Freiwillige fahren fröhlich auf Fahrrädern über eine Amsterdamer Brücke vor historischen Backsteinhäusern.
ASF-Freiwillige unterwegs in Amsterdam. Bild: ASF/Ewa Wielgat

Die „Anne-Frank-Stichting“ in Amsterdam erzählt im „Anne Frank Huis“ die Geschichte von Anne Frank, ihrer Familie und den anderen Untergetauchten im Hinterhaus. Das Haus ist heute ein Museum und Lernort, an dem viele Menschen aus der ganzen Welt etwas über Verfolgung, Antisemitismus und Widerstand im Nationalsozialismus erfahren. Die Stiftung entwickelt außerdem Bildungsmaterialien und Programme zu Geschichte, Rassismus und Antisemitismus.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du vor allem die Arbeit mit Gruppen. Du hilfst bei Angeboten für Schulklassen und andere Besucher*innengruppen, bereitest Räume und Materialien vor und begleitest Programme. Du kannst bei Workshops oder Gesprächen dabei sein, Bildungsangebote mitorganisieren und Materialien testen, die später in Schulen eingesetzt werden. Außerdem unterstützt du die Mitarbeitenden im Büroalltag, zum Beispiel bei Recherchen, Übersetzungen leichterer Texte oder kleineren organisatorischen Aufgaben.

Amsterdam ist eine offene, internationale Stadt mit Grachten, Märkten, Museen und vielen jungen Menschen. Du bewegst dich täglich zwischen einem sehr besuchten Erinnerungsort und dem normalen Stadtleben mit Fahrrädern, Parks und belebten Plätzen.

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Zwei Freiwillige im Tageszentrum spielen mit Spielzeugautos auf einer Papierstraße; eine hält einen türkis-orangen Blaster.
Die Freiwillige Jorinde spielt mit einem Klienten im Dagcentrum. Bild: ASF
Innenhof Dagcentrum Maccabiadelaan, Amsterdam: Holzbau, gepflasterter Platz mit Tisch, Bänken, Bäumen und Beeten.
Der Innenhof des Tageszentrums. Bild: ASF
Drei Freiwillige laufen über helle Dünen, hinter ihnen Kiefernwald und blauer Himmel am Strand von Bloemendaal.
ASF-Freiwillige auf dem Weg zum Strand nahe Amsterdam. Bild: ASF/Bram Petraeus

Das „Dag Centrum Maccabiadelaan“ in Amstelveen ist ein Tageszentrum für Menschen mit Behinderungen. Hier verbringen sie ihren Tag in einer geschützten Umgebung, mit festen Strukturen und verschiedenen Angeboten. Da das Zentrum früher Teil des jüdischen „Sinai-Zentrums“ war, ist jüdische Kultur im Haus bis heute sichtbar und spürbar.

Du arbeitest im Tageszentrum mit etwa 35 Menschen mit geistigen und teilweise körperlichen Beeinträchtigungen, die in verschiedenen Gruppen ihren Tag gestalten. Du begegnest den Menschen im Alltag, unterstützt sie bei Tätigkeiten in den Gruppen, gestaltest Angebote mit und bist eine verlässliche Bezugsperson. Viele der Besucher*innen sind jüdisch. Du begleitest sie zu jüdischen Festen und Synagogenbesuchen und lernst so auch jüdische Feiertage und Rituale besser kennen. Mit der Zeit kannst du mehr Verantwortung übernehmen, eigene kleine Angebote einbringen und wirst von einem Team begleitet, das Wert auf Zusammenarbeit legt.

Amstelveen grenzt direkt an Amsterdam. Du wohnst in einer großen WG in einem Studierendenwohnheim in Amsterdam. Von dort fährst du ungefähr 40 Minuten mit dem Fahrrad zu deiner Freiwilligenstelle. So erlebst du das bunte Stadtzentrum ebenso wie ruhigere Wohnviertel.

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Zwei Freiwillige tragen eine schwarze Kiste mit Müllverpackungen durch eine Pflastergasse vor Häusern in Gouda.
Der Freiwillige Frithjof mit einem Klienten. Bild: ASF
Zwei Freiwillige in Regenjacken auf buntem Kirmeswagen Nr.5 in Gouda, Kapuzen hoch, Daumen hoch, Wassertropfen auf Lack
Der Freiwillige Frithjof verbringt seine Zeit mit einer Klientin auf einer Kirmes. Bild: De Ark Gouda
Zwei Freiwillige in der Ark Gouda (Niederlande) kochen an dampfendem Topf, einer hält Deckel, beide zeigen Daumen hoch.
Der Freiwillige Frithjof kocht mit einem Klienten. Bild: ASF
Zweistöckiges Holzhaus in Gouda, Niederlande, von bunten Wildblumen und üppigem Vorgarten im Vordergrund umgeben
Die Arche Gouda von außen. Bild: ASF

„De Ark Gouda“ ist eine Lebensgemeinschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen wohnen und ihren Alltag teilen. Wie in anderen Arche-Gemeinschaften weltweit stehen gegenseitiger Respekt, geteilte Verantwortung und ein Miteinander auf Augenhöhe im Mittelpunkt. Haus, Garten und Werkstatt sind wichtige Orte des gemeinschaftlichen Lebens.

In dieser Freiwilligenstelle lebst du mit in der Gemeinschaft. Du unterstützt im Haushalt, hilfst beim Kochen, Aufräumen oder Einkaufen und arbeitest im Garten oder in der Werkstatt mit. Du begleitest Bewohner*innen durch ihren Tag, bist bei gemeinsamen Mahlzeiten, Freizeitaktivitäten und Feiern dabei und wirst so zu einem festen Teil der Gemeinschaft.

Gouda ist eine mittelgroße niederländische Stadt, bekannt nicht nur für den Käse, sondern auch den historischen Stadtkern mit Grachten und alten Häusern. Die Wege sind kurz, vieles erreichst du mit dem Fahrrad.

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Zwei Freiwillige auf Gehweg in Amsterdam, blaue Handschuhe; Mann trägt großen Müllsack und Greifzange, Frau mit roter Jacke.
Gemeinsames Engagement verbindet: Die Freiwillige Sophie bei einem Clean Up in der Nachbarschaft. Bild: Ewa Wielgat
Zwei Personen spielen an einem Tisch Brettspiel; rechts roter Pullover, links schwarzes T‑Shirt.
Spiele und Freizeitaktivitäten stehen regelmäßig auf dem Programm. Bild: ASF/Ewa Wielgat
Freiwillige im roten Cardigan schneidet Quiche in Gemeinschaftsküche, daneben Blech mit Kartoffelspalten und Soßkanne.
Zusammen wird auch gekocht. Bild: ASF/Ewa Wielgat
ASF‑Freiwillige am Amsterdamer Kai blicken auf ein großes hölzernes Segelschiff, Gebäude im Hintergrund.
Zusammen mit Mitfreiwilligen in Amsterdam. Bild: ASF/Ewa Wielgat

„Stichting De Regenboog“ in Amsterdam unterstützt Menschen, die auf der Straße leben oder drogenabhängig sind, an verschiedenen Anlaufstellen in der Stadt. In niedrigschwelligen Treffpunkten können Besucher*innen einen Kaffee trinken, duschen, sich aufwärmen, Nadeln austauschen oder an kleinen Aktivitäten teilnehmen. Ziel ist es, Menschen in schwierigen Lebenslagen ernst zu nehmen und ihnen einen sicheren Ort zu bieten.

In dieser Freiwilligenstelle bist du im Alltag einer dieser Anlaufstellen dabei. Du bereitest Kaffee und Tee vor und kommst mit Besucher*innen ins Gespräch. Du unterstützt das Team bei Alltagsaufgaben in der Einrichtung und hilfst mit, dass Atmosphäre und Umgang respektvoll bleiben. Dabei lernst du Menschen mit sehr unterschiedlichen Biografien kennen.

Amsterdam ist eine Stadt mit vielen Gegensätzen: touristische Orte, wohlhabende Viertel, aber auch Ecken, in denen Armut und Ausgrenzung sichtbar sind. Du bewegst dich zwischen diesen Realitäten und bekommst einen sehr unmittelbaren Einblick in soziale Themen der Stadt. In deiner Freizeit kannst du die zahlreichen Parks, Märkte und kulturellen Angebote erleben und deine eigenen Rückzugsorte finden.

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Familie mit Kindern betrachtet Thorarolle in Glasvitrine bei einer Familienführung im Jüdischen Museum Amsterdam
Bei einer Führung für Familien durch das jüdische Kindermuseum. Bild: Anneke Hymmen
Kochkurs im Kindermuseum des Jüdischen Museums Amsterdam: Leiterin formt Teig, vier Kinder mit Schürzen am bunten Tisch.
Ein Kochkurs mit Kindern zu jüdischen Speiseregeln. Bild: Marijn Scheeres
Laden-Display im Jüdischen Museum Amsterdam: Regal mit Chanukka-Kerzen, Menorot, Dreideln und 'Happy Chanukah'-Girlande
Der Museumsshop
Kristallnacht-Gedenken Joods Cultureel Kwartier Amsterdam: Kerzenbeleuchtete Synagoge mit Kronleuchtern und vielen Gästen
Gedenken an die Novemberprogrome in der Synagoge. Bild: ASF/Johanna Dyck

Das „Joods Cultureel Kwartier“ (JCK) in Amsterdam umfasst mehrere Orte: das Jüdische Museum, die Portugiesische Synagoge, die „Hollandse Schouwburg“ und das Holocaust-Museum. Gemeinsam erzählen sie von jüdischer Religion, Kultur und Geschichte in den Niederlanden – von Alltag und Festen bis hin zu Verfolgung und Erinnerung. Neben Dauerausstellungen gibt es wechselnde Ausstellungen und ein eigenes Kinder- und Familienmuseum, das jüdisches Leben spielerisch zeigt.

In dieser Freiwilligenstelle lernst du verschiedene Bereiche des JCK kennen, vor allem das „Joods Museum Junior“. Dort bist du viel mit Kindern zusammen, arbeitest häufig in der Küche und backst mit ihnen traditionelle jüdische Brote (Challot) oder bereitest andere kleine Speisen vor. Du unterstützt das Team bei Bildungsangeboten, bei Konferenzen und Symposien, hilfst bei der Organisation von Veranstaltungen und kannst an der Rezeption oder im Museumscafé eingesetzt werden. So bekommst du einen sehr konkreten Einblick in den Museumsalltag und in die Gedenk- und Bildungsarbeit.

Amsterdam ist eine lebendige, internationale Stadt mit vielen Grachten, Parks und einer offenen Atmosphäre. Trotz der hohen Bevölkerungszahl wirkt die Innenstadt durch das viele Grün und die Kanäle oft überschaubar und freundlich. Viele Wege legst du mit dem Fahrrad zurück, das wichtigste Verkehrsmittel in der Stadt. Du wohnst in einer WG in einem Studierendenwohnheim.

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Freiwilliger in Museum Westerbork betrachtet Dokumente hinter Plexiglas auf einem hölzernen Ausstellungstisch
Der ASF-Freiwillige Johannes hilft beim Aufbau einer Ausstellung m Museum der Gedenkstätte.
Menschenmenge bei Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Kamp Westerbork, Abendlicht, Wachturm und Bahngleise vorn
Nederland -Drenthe - Hooghalen - 04-095-2025 Herinneringscentrum Kamp Westerbork. Dodenherdenking . Foto: Sake Elzinga/Herinneringscentrum Kamp Westerbork
Rote Ziegelstummel und aufgestellte Porträtfotos, im Hintergrund ein Güterwagen auf dem Gedenkort Kamp Westerbork
Eine Gedenkinstallation auf der Gedenkstätte Westerbork. Bild: Herinneringscentrum Kamp Westerbork/Sake Elzinga
Dachzimmer mit gelbem Sofabezug, gemusterten und grünen Kissen, Waschbecken, Gitarrenkoffer, Nirvana-Poster.
So lebt Johannes während seines Einsatzes als ASF-Freiwilliger. Bild: ASF

Das Lager Westerbork war von 1942 bis 1945 unter deutscher Besatzung das wichtigste Durchgangslager für die Deportation von Jüdinnen*Juden aus den Niederlanden. Heute befindet sich dort das „Herinneringscentrum Kamp Westerbork“ mit dem ehemaligen Lagergelände, dem Nationalmonument und einem Museum. Die Gedenkstätte ist ein Ort der Forschung, Bildung und des Gedenkens und richtet sich an viele unterschiedliche Zielgruppen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Geschichte dieses Ortes erzählt, erinnert und in die Gegenwart eingeordnet werden kann.

Ein wichtiger Teil deiner Aufgaben liegt im „Steunpunt Gastsprekers“: Dort unterstützt du die Organisation von Besuchen von Gastredner*innen, die vor allem in Schulen über ihre Erfahrungen sprechen. So begegnest du ehemaligen Gefangenen des Lagers, anderen Überlebenden, Nachfahr*innen oder Zeitzeug*innen anderer wichtiger Ereignisse. Nach einigen Monaten kann auch der Kontakt zu Schulklassen zu deiner Arbeit dazukommen, zum Beispiel bei Führungen oder Bildungsangeboten. Daneben kann es vielfältige weitere Aufgaben für dich geben: Unterstützung an der Rezeption oder im Museumscafé, bei der Öffentlichkeitsarbeit oder bei Gedenkfeiern und anderen Veranstaltungen.

Westerbork ist ein sehr kleines Dorf in der ländlich geprägten Provinz Drenthe. Du wohnst in der nahe gelegenen Kleinstadt Assen in einer Wohngemeinschaft. Assen bietet dir kurze Wege, einige Einkaufsmöglichkeiten, Cafés und eine ruhige, überschaubare Innenstadt. Direkt an die Stadt grenzt der Nationalpark „Drenthsche Aa“ mit vielen Wegen zum Spazierengehen und Radfahren. Mit dem Zug bist du in etwa zwei Stunden in Amsterdam und gut mit anderen Städten verbunden.

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Reihen historischer Backsteinhäuser mit Giebeln und geparkten Fahrrädern an nasser Straße in Haarlem, Niederlande.
Bild: Stem in de Stad
Junger Mann am Schreibtisch in Amsterdamer Büro, arbeitet am Laptop, Papiere und Glas Wasser neben ihm.
Der ASF-Freiwillige Raul im Büro von Stem in de Stad. Bild: ASF

„Stem in de Stad“ ist ein ökumenisches Zentrum mit vielen Angeboten für Menschen, die sonst oft kaum Unterstützung finden: wohnungslose Menschen, vereinsamte Personen, Geflüchtete, Arbeitsmigrant*innen und Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus. Es gibt Tagesangebote, Sprachkurse, Beratungen, warme Mahlzeiten und eine Kleiderkammer.

In dieser Freiwilligenstelle bist du bei ganz verschiedenen Aufgaben im Einsatz. Im offenen Treff „Aanloop“ bist du Gastgeber*in: Du kommst mit Besucher*innen ins Gespräch, schenkst Kaffee und Tee aus, hilfst bei der Zubereitung und Ausgabe von Essen und gestaltest Freizeitangebote mit – etwa Spiele, kreative Nachmittage oder besondere Aktionen zu Feiertagen. Viele Besucher*innen leben in prekären Verhältnissen oder sind in die Niederlande geflüchtet. Im „Nieuwe Wereldhuis“ unterstützt du punktuell den Sprachunterricht für Geflüchtete und kannst bei Bedarf auch selbst an Sprachkursen teilnehmen. Manchmal übernimmst du organisatorische oder administrative Aufgaben.

Haarlem ist die Hauptstadt der Provinz Nordholland und mit über 150.000 Einwohner*innen eine der größeren Städte im Ballungsraum der sogenannten Randstad. Die Innenstadt wirkt gleichzeitig überschaubar und bunt: historische Gebäude, kleine Läden, Märkte und Cafés prägen das Bild. Du wohnst in einem Studierendenwohnheim im rund 20 Kilometer entfernten Amsterdam.

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Freiwillige kniet, verfugt Stolpersteine mit Meißel und Handschuhen, Mörtelwanne und Zementsäcke im Hintergrund.
Die ASF-Freiwillige Marlene gießt Stolperstein-Rohlinge. Bild: ASF
Regal mit gestapelten polierten Messingwürfeln (Stolpersteine) mit eingravierten Namen; rechts Fenster zum Garten.
Die fertigen Stolpersteine. Bild: ASF
Person in schwarzer Kleidung mit Dutt kniet über einem Eimer und mischt Mörtel neben einer Form für Stolpersteine im Garten
Die Freiwillige arbeitet in der Stolperstein-Werkstatt. Bild: Charlotte Scheuermann
ASF-Freiwillige knien auf Gehweg und polieren mit Handschuhen die Messingtafeln von Stolpersteinen.
Freiwillige putzen Stolpersteine. Bild: ASF

Die „Stichting Stolpersteine“ in Amsterdam produziert seit 2021 Stolpersteine für die Niederlande, Belgien und Luxemburg. Die kleinen Gedenksteine gehen auf eine Initiative des Künstlers Gunter Demnig zurück und erinnern im Straßenbild an Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Jede gravierte Messingplatte trägt den Namen und einige Lebensdaten eines Opfers.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du vor allem im Hintergrund dieser Erinnerungsarbeit mit. Du hilfst bei der Vorbereitung der Steine, etwa beim Verpacken, Beschriften und Versenden. Du unterstützt die Mitarbeitenden bei der Bearbeitung von Anfragen, bei der Dokumentation von Bestellungen und beim Austausch mit Initiativen, die vor Ort Verlegungen organisieren. Je nach Bedarf kannst du auch bei der Vorbereitung von Informationsmaterial oder kleineren Veranstaltungen mitwirken.

Die Werkstatt befindet sich im Garten des Goethe-Instituts. Du wohnst in einem Studierendenwohnheim in Amsterdam.

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Norwegen

Seit 1959 kommen deutsche Freiwillige nach Norwegen, um ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung zu setzen. Am Anfang standen Bauprojekte in Nordnorwegen im Vordergrund, doch schnell wurde daraus ein Dienst im ganzen Land. Heute engagieren sich junge Erwachsene in vielseitigen Freiwilligenstellen für gehörlose, psychisch und physisch beeinträchtigte und ältere Menschen oder in einer Gedenkstätte.

Modell des Falstad-Zentrums: rechteckiges Gebäude mit rotem Dach, Innenhof, Stacheldrahtzaun und Nebengebäuden.
Ein Modell des ehemaligen SS-Gefangenenlagers Ekne. Bild: ASF
Steinrelief der Falstad-Gedenktafel: Soldaten richten Gewehre auf drei gefesselte Männer, Pflanzenmotiv, Wald im Hintergrund.
Ein Denkmal auf dem Gelände des ehemaligen SS-Gefangenenlagers. Bild: ASF
Heller Lernraum im ASF Falstad-Zentrum: Holztische und Stühle an Trennregalen, Fensterlicht und grüne Pflanzen.
Der Lern- und Arbeitsraum der Gedenkstätte. Bild: ASF

Das Falstad-Zentrum ist ein ehemaliges SS-Strafgefangenenlager und heute ein Bildungs- und Dokumentationszentrum mit Museum und Gedenkstätte. Zwischen 1941 und 1945 waren hier rund 4.300 Menschen aus 14 Ländern inhaftiert, darunter politische Gefangene aus Norwegen sowie Jüdinnen und Juden und Menschen aus Osteuropa. Zum Zentrum gehören ein Museum und die nahegelegene Gedenkstätte Falstadskogen.

Du empfängst Besucher*innen an der Rezeption und unterstützt deutsch- und englischsprachige Gruppen. Du kannst Führungen begleiten, bei Seminaren und Veranstaltungen mithelfen und Archivmaterial sichten, scannen und aufbereiten. Auch bei digitalen Ausstellungen kannst du mitarbeiten. Du solltest dich für Geschichte interessieren, gerne mit Menschen arbeiten und Eigeninitiative mitbringen. Gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft, Norwegisch zu lernen, sind wichtig.

Du wohnst in Levanger am Trondheimfjord. Die Stadt bietet Kultur, Freizeit und viele Möglichkeiten, die Natur zu erkunden. Trondheim erreichst du mit dem Zug in etwa einer Stunde.

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Wiederaufbaumuseum Hammerfest: rosa Gebäude vor schneebedecktem Berg, nasse Straße mit Fußgängerüberweg
Das Wiederaufbaumuseum in Hammerfest. Bild: ASF
Straße in Hammerfest, Norwegen bei Sonnenuntergang; nasse Fahrbahn, Schneeberge, Laternen und entfernte Berge.
Hammerfest im März. Bild: ASF
Wiederaufbaumuseum Hammerfest: Ausstellung mit Fischernetz, Fass, Fahrrad und Möbeln vor schwarz-weißen Fototafeln.

Das Wiederaufbaumuseum erzählt von der Besatzung Nordnorwegens im Zweiten Weltkrieg, der Zwangsevakuierung und der Zerstörung der Finnmark sowie vom Wiederaufbau danach. Das Museum empfängt Besucher*innen aus aller Welt und bietet auch Veranstaltungen an.

Du empfängst Besucher*innen, unterstützt im Museumsbetrieb und führst deutschsprachige Gruppen durch die Ausstellung. Außerdem kannst du im Museumscafé, im Archiv und Magazin mitarbeiten. Bei Veranstaltungen und der Vorbereitung von Ausstellungen bist du ebenfalls dabei. Du solltest dich für Geschichte interessieren, gerne mit Menschen arbeiten und selbstständig Aufgaben übernehmen. Gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft, Norwegisch zu lernen, sind wichtig.

Hammerfest liegt in der Finnmark und gilt als „nördlichste Stadt der Welt“. Im Sommer erlebst du die Mitternachtssonne, im Winter die Polarnacht. Das Klima kann rau sein, dafür lernst du das Leben im hohen Norden besonders intensiv kennen.

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Älterer Rollstuhlfahrer spricht mit drei Männern auf Betonbank; Helferin lächelt daneben, Backsteinhaus im Hintergrund
Der ASF-Freiwillige Daniel bei einem Ausflug mit Bewohner*innen des Seniorenwohnheims. Bild: ASF
Älterer Mann zeigt einem jungen Freiwilligen auf einem Tisch eine Münzsammlung in hellem Wohnraum.
Ein Bewohner des Seniorenwohnheims zeigt dem ASF-Freiwilligen Daniel seuíne Münzsammlung. Bild: ASF
Beige jüdisches Seniorenwohnheim links, weiße Synagoge mit Davidstern und Rundturm rechts, Gittertor, blauer Himmel.
Das Jüdische Seniorenwohnheim in Oslo und die Synagoge von außen. Bild: ASF

Im Jüdischen Wohn- und Seniorenzentrum leben jüdische und nicht-jüdische Senior*innen. Das Zentrum ist zugleich ein Ort jüdischen Lebens und ein Treffpunkt für ältere Jüdinnen und Juden aus Oslo und Umgebung.

Du begleitest die Bewohner*innen im Alltag und hast viel Zeit für persönliche Begegnungen. Du kannst gemeinsam spazieren gehen, bei Arztbesuchen begleiten, Einkäufe erledigen oder die Bewohner*innen besuchen und dich mit ihnen unterhalten. Auch eigene Ideen für Aktivitäten sind willkommen, zum Beispiel Filmabende, Musik oder Basteln. Du solltest offen auf Menschen zugehen, selbstständig arbeiten und jüdischer Religion und Kultur respektvoll begegnen. Du wohnst mit eigenem Zimmer und Bad direkt im Zentrum und wirst dort verpflegt.

Das Zentrum liegt im Osloer Stadtteil St. Hanshaugen, direkt neben der Synagoge. Weitere ASF-Freiwillige leben und arbeiten in Oslo. Die Stadt verbindet vielfältiges Kulturleben mit viel Natur rund um den Oslofjord.

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ASF-Freiwillige in grauem Zopfmusterpullover mit Brille bemalt ein buntes Holzstück; Farben, Pinsel und Palette auf Tisch.
Die ASF-Freiwillige Jana malt gemeinsam mit Bewohner*innen der Stiftung Signo. Bild: ASF
Signo-Hauptgebäude in Oslo: zweistöckiges Backsteingebäude, beleuchteter Weihnachtsbaum, nasser Parkplatz und parkende Autos.
Das Hauptgebäude der Stiftung Signo in Oslo. Bild: ASF
Rotes Holzgebäude (Stiftung Signo) an Hang in Oslo, Zebrastreifen, Fußgänger‑Schilder, Meerblick.
Die Gegend der Stiftung Signo in Oslo. Bild: ASF

Das Conrad Svendsen Senter gehört zur Stiftung „Signo“ und bietet Menschen, die auf Gebärdensprache angewiesen sind, Wohn-, Arbeits- und Bildungsangebote. Norwegisch und norwegische Gebärdensprache werden hier selbstverständlich nebeneinander verwendet.

Du begleitest Bewohner*innen und Tagesgäste bei ihren Arbeits- und Bildungsangeboten und unterstützt sie dort, wo sie deine Hilfe brauchen. Dabei lernst du die Menschen und ihre Wünsche kennen und kannst eigene Ideen für gemeinsame Aktivitäten einbringen. Du erhältst einen kostenlosen Kurs in norwegischer Gebärdensprache und kannst das Gelernte direkt im Alltag anwenden. Du solltest kommunikativ, kreativ und eigeninitiativ sein und Lust haben, eine neue Sprache zu lernen. Du wohnst mit einem oder zwei ASF-Freiwilligen in einer WG auf dem Gelände.

Das Zentrum liegt in Nordstrand im Süden Oslos. Mit Bus, Zug oder Straßenbahn bist du schnell in der Innenstadt. Gleichzeitig sind der Oslofjord und viele Grün- und Erholungsgebiete gut erreichbar.

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Bei der Stiftung „Betania“ kannst du in einem von zwei Kindergärten mitarbeiten: „Furuly“ legt einen Schwerpunkt auf kreative Aktivitäten und viel Zeit draußen, „Breverud“ auf Bewegung, Sport und Ernährung.

Du spielst mit den Kindern, begleitest gemeinsame Aktivitäten und bist bei den Mahlzeiten dabei. Dabei unterstützt du die Kinder, Neues auszuprobieren und selbstständiger zu werden. In „Breverud“ kannst du dich zum Beispiel beim Skifahren, Wandern oder bei Ballspielen einbringen. In „Furuly“ gibt es viele Möglichkeiten, kreativ zu werden. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten dich bei deinen Aufgaben. Du solltest Freude an der Arbeit mit Kindern haben, gerne draußen aktiv sein und bereit sein, Norwegisch zu lernen.

Alta liegt im hohen Norden Norwegens und ist von Bergen, Wäldern und Fjorden umgeben. Auch samische Kultur ist hier präsent. Im Winter kannst du mit etwas Glück Nordlichter erleben, im Sommer lange helle Tage.

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Trondenes Museum am verschneiten Ufer, modernes Holzgebäude mit großen Fenstern, Flaggenmasten und schneebedeckte Bäume.
Das Museum in Trondenes. Bild: STMU
Ausstellung im ASF-Museum Trondenes: Fischerfigur in brauner Kapuzenjacke flickt Netz vor felsiger Küste und Wellen.
Ausstellung im Museum. Bild: ASF
Blick von Trondenes nach Harstad. Bild: ASF

Das Museum Trondenes erzählt die Geschichte der Region von der Steinzeit bis heute. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen für die Menschen in Nordnorwegen.

Du kannst im Archiv und mit historischen Sammlungen arbeiten, Besucher*innen und Schulklassen durch Ausstellungen führen und bei Veranstaltungen mithelfen. Auch praktische Aufgaben gehören dazu: Du kannst Gebäude und Boote instandhalten oder historische Landschaften pflegen. Je nach Jahreszeit kann dazu auch Schneeschippen oder das Mähen von Wiesen mit traditionellen Methoden gehören. Du solltest dich für Kulturgeschichte interessieren, flexibel sein und gerne praktisch mit anpacken. Englisch ist am Anfang möglich, Norwegisch solltest du lernen. Du wohnst in einem Studentenwohnheim.

Das Museum liegt in Trondenes an der Küste, wenige Kilometer von Harstad entfernt. Dort gibt es Kultur, Sport und viele Möglichkeiten, die nordnorwegische Natur mit Meer und Bergen zu entdecken.

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Polen

Auch wenn Polen schon im Gründungsaufruf von Aktion Sühnezeichen 1958 genannt wurde, dauerte es knapp 40 Jahre, bis ab 1996 ASF-Freiwillige kontinuierlich in Polen arbeiten konnten. Zuvor setzten sich ASF-Aktive aus der DDR wie der Bundesrepublik bei Sommerlagern und Gedenkstättenfahrten für den Austausch mit Polen ein. Heute gibt es circa 16 Freiwilligenstellen für Freiwillige aus Deutschland und aus der Ukraine.

Deutsch-ukrainisches Freiwilligen-Programm in Polen. Für Bewerber*innen aus der Ukraine Informationen hier.

Gemeinsam lernen, 2024. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Die Freiwillige Johanna in einer inklusiven Schule bei Warschau, 2024. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
ASF-Freiwillige in Warschau, 2024. Bild: ASF/Andrzej Rudiak

Die Stiftung SYNAPSIS unterstützt Menschen mit Autismus und Asperger-Syndrom. Als Freiwillige*r begleitest du Klient*innen im Alltag. Du unterstützt sie bei Freizeitaktivitäten wie Museums- und Kinobesuchen, Sportangeboten und anderen gemeinsamen Unternehmungen. Außerdem kannst du bei kreativen und handwerklichen Workshops mitarbeiten, etwa beim Töpfern, Malen, Basteln oder in der Holzwerkstatt. Eigene Ideen sind willkommen.

Du arbeitest eng mit dem Fachpersonal zusammen und solltest offen, kreativ, zuverlässig und kommunikativ sein. Gute Englischkenntnisse sind wichtig, Polnischkenntnisse hilfreich. Das Projekt liegt in Wilcza Góra bei Warschau; an vier Tagen pro Woche fährst du mit einem Bus der Stiftung dorthin. Du wohnst mit anderen ASF-Freiwilligen in einer WG in Warschau und kannst das vielfältige Kultur- und Großstadtleben der polnischen Hauptstadt erleben.

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ASF-Freiwillige stehen im Kreis auf einem Feldweg bei der Gedenkstätte Majdanek, hören einer Führerin zu.
Die Freiwillige Luisa bei einer Führung in der Gedenkstätte Majdanek in Polen, 2023. Bild: ASF/Patryk Pawłoswski
Freiwillige besuchen 2024 das Majdanek-Gedenkstätte in Lublin, Polen, auf einem Kiesweg hinter Stacheldraht.
Bild: ASF/Patryk Pawłowski
Die Freiwillige Luisa bei der Recherche im Büro, 2023. Bild: ASF/Patryk Pawłoswski

Die Gedenkstätte Majdanek erinnert an die Menschen, die während der deutschen Besatzung im Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die historische Bildungsarbeit setzt sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus und Holocaust auseinander und vermittelt die Geschichte des Ortes an Besucher*innen aus verschiedenen Ländern.

Als Freiwillige*r betreust du vor allem deutschsprachige und internationale Gruppen. Nach einer intensiven Einarbeitung bereitest du Führungen, Workshops und Bildungsprogramme vor und führst diese später selbst durch. Du kannst außerdem Stadtführungen in Lublin anbieten, Texte korrigieren und Workshop-Materialien vorbereiten. Ein besonderer Bestandteil sind die wöchentlichen Treffen mit Überlebenden. Lublin ist eine lebendige Universitätsstadt im Osten Polens und liegt nahe der ukrainischen Grenze.

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IJBS Lernort in Oświęcim, Polen mit Glasfenstern und Holzskulptur, nahe der Gedenkstätte Auschwitz.
Die IJBS ist ein internationaler Lernort nahe der Gedenkstätte Auschwitz und geht auf eine Initiative von polnischen Partner*innen und ASF zurück. Bild: MDSM
Frau in rotem Shirt sitzt an Tisch mit Büchern im IJBS Oświęcim, Polen 2024. Grünen Garten im Hintergrund.
Die ASF-Freiwillige Monika in einem der lichten Tagungsräume. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
(c) ASF/Andrzej Rudiak
Gruppe von Jugendlichen steht im Hof der Internationalen Jugendbegegnungsstätte, Schnee liegt am Boden, Gebäude im Hintergrund.
Zahlreiche internationale Gruppen besuchen die IJBS, wie hier eine Jugendbegegnung des Deutschen Bundestages. Bild: DBT/Stella von Saldern
ASF-Freiwillige Judith und Katharina gehen am Zaun der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau entlang.
Die ASF-Freiwilligen Judith und Katharina in der Gedenkstätte des KZ Auschwitz-Birkenau in Polen, 2017. Bild: ASF/Helena Schätzle

Die Internationale Jugendbegegnungsstätte Auschwitz beschäftigt sich mit der Geschichte von Auschwitz-Birkenau, dem Nationalsozialismus und der Shoah. Gleichzeitig geht es darum, aus der Geschichte Konsequenzen für die Gegenwart zu ziehen und durch internationale Begegnungen gesellschaftliches Engagement zu fördern. Vor allem Schul- und Jugendgruppen aus Deutschland, Polen und anderen Ländern kommen für mehrtägige Bildungsprogramme nach Oświęcim.

Als Freiwillige*r begleitest du diese Gruppen organisatorisch und inhaltlich, unterstützt Workshops und Gespräche mit Zeitzeug*innen und nimmst an Reflexionsrunden teil. Du kannst eigene Führungen durch Oświęcim anbieten, etwa zur Synagoge und zum jüdischen Friedhof, sowie Publikationen und die Mediathek unterstützen. Eigene Vorträge oder Seminare sind ebenfalls möglich. Oświęcim ist eine Stadt mit rund 40.000 Einwohner*innen und liegt etwa 65 Kilometer von Krakau entfernt. Die Stadt hat ein vielfältiges Kultur- und Sportangebot; Krakau ist gut erreichbar.

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Gruppe junger Leute hört einem Mann in einem schwarzen Hemd zu. Veranstaltung in Oświęcim, Polen, 2024.
Vielfältige Aufgaben. Eine davon: ASF Freiwillige geben Führungen durch das Jüdische Zentrum. Bild: ASF/ Andrzej Rudiak
Das Jüdische Zentrum in Oświęcim ist ein helles, historisches Gebäude mit Bäumen davor. Es umfasst ein Museum.
Das Jüdische Zentrum in Oświęcim verbindet Museum, Gedenkgarten und Begegnungscafé. Bild: Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]
Eine Person spricht vor einer Gruppe Freiwilliger in einem historischen Raum mit Holzdekor und Fenstern.
Bei einer Führung durch die Synagoge. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Freiwillige Anastasiia Moroz steht lächelnd am Regal in Oświęcim, Polen. Im Hintergrund sind religiöse Symbole an der Wand.
Das Zentrum setzt sich für den Dialog verschiedener Kulturen und Religionen ein. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Ein Freiwilliger steht hinter einer Kaffeemaschine in einem Café in Oświęcim, Polen.
Das Kulturzentrum bietet auch ein tolles Café, in dem die ASF-Freiwilligen unterstützen. ASF/Andrzej Rudiak.
ASF Freiwillige Jonas und Anastasiia im Gespräch. Bild: ASF/Andrzej Rudiak

Das Jüdische Zentrum in Oświęcim erinnert an das jüdische Leben, das vor dem Zweiten Weltkrieg einen wichtigen Teil der Stadt prägte. Es informiert über jüdische Geschichte und Kultur, die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung während der Shoah sowie über das Leben der Gemeinde vor und nach dem Krieg. Zum Zentrum gehören unter anderem Museum, Synagoge, jüdischer Friedhof, Café Bergson und Gedenkpark.

Du betreust deutsch- und englischsprachige Gruppen und führst durch Ausstellungen, Synagoge und Friedhof. Außerdem bereitest du Workshops für Schulklassen vor und entwickelst Programme zum jüdischen Oświęcim. Übersetzungen, Öffentlichkeitsarbeit, Social Media und die Unterstützung bei Förderanträgen gehören ebenfalls dazu. Du arbeitest auch im Café Bergson und hilfst gelegentlich im Gedenkpark. Oświęcim liegt rund 65 Kilometer von Krakau entfernt. Die Stadt hat ein vielfältiges Kultur- und Sportangebot; Krakau ist gut erreichbar.

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Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Ein junger Freiwilliger vor einem Geschäft mit Auslagen voller Gemüse.
Ein anderes Land im Alltag kennenlernen. Der ASF-Freiwillige Jakob beim Einkauf in seinem Warschauer Wohnviertel. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Vier ASF-Freiwillige sitzen an einem Tisch vor Bücherregal, lesen ein Buch, trinken gelbe Getränke und lachen.
ASF-Freiwillige in einem Warschauer Café, 2024. Bild: ASF/Andrzej Rudiak

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk fördert Begegnungen zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Polen. Im Mittelpunkt stehen internationaler Austausch, gegenseitiges Verständnis und die Auseinandersetzung mit den deutsch-polnischen Beziehungen. Als Freiwillige*r bekommst du einen Einblick in internationale Bildungs- und Projektarbeit und unterstützt Veranstaltungen, Fortbildungen und Publikationen.

Beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk unterstützt du die Organisation und Durchführung von Fachveranstaltungen und Schulungen zum deutsch-polnischen Jugendaustausch. Zu deinen Aufgaben gehören Recherche, Textarbeit, Übersetzungen und die Kommunikation mit Referent*innen und Teilnehmenden. Du hilfst außerdem bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen und kannst selbst moderieren oder Programmpunkte übernehmen. Auch Öffentlichkeitsarbeit und Social Media sind möglich. Besonders spannend: Gemeinsam mit anderen Freiwilligen kannst du ein eigenes deutsch-polnisches Projekt entwickeln. Du solltest kommunikativ, neugierig und organisatorisch fit sein und bereit sein, gelegentlich auf Dienstreisen zu arbeiten. Warschau ist die Hauptstadt Polens und ein lebendiges Zentrum für Politik, Kultur und internationale Begegnungen. Du wohnst dort mit anderen ASF-Freiwilligen in einer WG.

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Freiwillige unterstützen die Bildungsarbeit der Kreisau-Stiftung, (c) ASF/Archiv Kreisau Stiftung
Das historische Haupthaus liegt in einem großen Parkgrundstück. Bild: Archiv Kreisau Stiftung
Neben Geschichte und Politik geht es in Kreisau auch um Begegnung, Spiel und Kunst. Bild: Archiv Kreisau-Stiftung
Eine Gartenanlage mit Metallwänden der Kreisau Stiftung in Polen, umgeben von Bäumen. Projektstelle für Freiwillige.
Die Kreisau Stiftung ist eine Projektstelle für Freiwillige in Polen. Bild: ASF/Archiv Kreisau Stiftung

Die Stiftung Kreisau befindet sich am historischen Ort des Kreisauer Kreises, einer deutschen Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus. Heute verbindet die Stiftung die Erinnerung an diesen Widerstand mit politischer Bildung, internationaler Jugendbegegnung und europäischer Verständigung. Gruppen aus verschiedenen Ländern setzen sich hier mit Geschichte, Demokratie, Zivilcourage und der Zukunft Europas auseinander.

Als Freiwillige*r unterstützt du Seminare, Bildungsprogramme und Führungen und hilfst dabei, die Geschichte Kreisaus für Besucher*innen anschaulich zu vermitteln. Du kannst selbst Führungen übernehmen, bei Veranstaltungen mitarbeiten und eigene kreative Projekte entwickeln. Zusätzlich gibt es Aufgaben im Büro und auf dem Gelände. Kreisau ist ein kleines Dorf in Niederschlesien, etwa 60 Kilometer von Wrocław entfernt. Auf dem Stiftungsgelände leben und arbeiten Menschen aus verschiedenen Ländern. Dadurch ist der Freiwilligendienst besonders international, gleichzeitig bietet der Ort viel Ruhe und Natur.

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ASF Freiwillige in der Stiftung Deutsch-Polnische Aussöhnung. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Zu den Aufgaben gehört sowohl Organisation und Planung, als auch Begegnungs- und Kulturprogramme. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Drei junge Menschen auf einer Promenade an einem Wasserbassin in Warschau.
ASF-Freiwillige in Warschau, 2024. Bild: ASF/Andrzej Rudiak

Die Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung setzt sich mit den Folgen der deutschen Besatzung Polens und der NS-Verfolgung auseinander. Sie organisiert Begegnungsprogramme und engagiert sich in Forschung, Bildungsarbeit und Erinnerungskultur. Ein Schwerpunkt liegt auf der Geschichte polnischer Zwangsarbeiter*innen und der Bewahrung ihrer Lebensgeschichten.

Als Freiwillige*r arbeitest du drei bis vier Tage pro Woche im Büro. Ein wichtiger Teil deiner Aufgaben ist die Digitalisierung und Aufbereitung von Daten zu polnischen Zwangsarbeiter*innen. Du unterstützt außerdem bei Korrespondenz, Datenbanken, und Forschungsprojekten und hilfst bei Bildungsprogrammen mit Jugendlichen.

An ein bis zwei Tagen besuchst du ältere NS-Verfolgte zu Hause, unterstützt sie im Alltag und hast Zeit für persönliche Gespräche. Die Besuchsdienste kannst du mit eigenen Ideen gestalten, orientierst dich dabei aber immer an den Bedürfnissen der Menschen. Warschau ist eine große, lebendige und internationale Stadt mit einem vielfältigen Kulturangebot. Die Freiwilligen wohnen in einer WG.

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Hinter den Kulissen des Teatr NN, (c) ASF/Patryk Pawloswski
Freiwillige Mariia aus der Ukraine forscht in Lublin zur jüdischen Geschichte und sitzt an einem Tisch mit alten Büchern.
Die Freiwillige Mariia aus der Ukraine recherchiert zur jüdischen Geschichte in Lublin.
ASF Freiwillige gestalten Ausstellungen im Teatr NN mit, (c) ASF/Patryk Pawloswski
Gemeinsam mehr über polnisch-jüdisches Leben im Teatr NN lernen, (c) ASF/Patryk Pawloswski
ASF Freiwillige gemeinsam in Lublin, (c) ASF

Teatr NN beschäftigt sich mit der Geschichte des multikulturellen Lublin, insbesondere mit jüdischem Leben, Nationalsozialismus und Holocaust. Das Kulturzentrum verbindet historische Forschung, Erinnerung und künstlerische Bildungsarbeit und arbeitet dabei auch mit Schulen und internationalen Partner*innen zusammen. Als Freiwillige*r unterstützt du verschiedene Arbeitsbereiche des Kultur- und Bildungszentrums. Du hilfst im Büroalltag, bei Korrespondenz, bei der Vorbereitung und Durchführung von Führungen durch Ausstellungen und kannst selbst Gruppen begleiten.

Je nach Interessen und Fähigkeiten kannst du dich an verschiedenen Bildungs- und Kulturprojekten beteiligen. Besonders viel Raum gibt es für eigene Ideen: Du kannst Projekte entwickeln, organisieren und mit Unterstützung des Teams umsetzen. Lublin liegt im Osten Polens und ist mit rund 360.000 Einwohner*innen eine lebendige Universitätsstadt. Die historische Altstadt, Cafés, Restaurants und kulturellen Angebote prägen das Stadtleben.

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Junge Freiwillige hört einer älteren Frau in der jüdischen Gemeinde in Warschau zu; die Frau gestikuliert.
Die ASF-Freiwillige Sophie bei einem Hausbesuch in der Gemeinde. Bild: ASF/Piotr Kulisiewicz
Ältere Frau sitzt, drei Freiwillige lächeln um sie, eine hält ein gerahmtes Foto; Wohnzimmermöbel im Hintergrund.
Sophie lernte bei ihrer Sozialarbeit in der Gemeinde und dem Kindergarten verschiedene Generationen kennen. Bild: ASF/Piotr Kulisiewicz
ASF-Freiwillige Sophie in der jüdischen Gemeinde Warschau, sie engagierte sich im Kindergarten und bei Hausbesuchen von Gemeinedemitgliedern, 2024. Bild: ASF/Piotr Kulisiewicz
ASF-Freiwillige: fünf junge Erwachsene spazieren auf Gehweg in Warschau, lächelnd, mit Taschen vor Glasgebäude und Bäumen.
Freiwillige unterwegs durch Warschau. Bild: ASF/Andrzej Rudiak

Die Jüdische Gemeinde Warschau ist die größte jüdische Gemeinde Polens und verbindet religiöses Leben mit umfangreicher sozialer Arbeit. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Unterstützung älterer Gemeindemitglieder und von Shoah-Überlebenden. Die Gemeinde erinnert zugleich an die Geschichte der jüdischen Bevölkerung Warschaus und an ihre Zerstörung während der deutschen Besatzung. Die Nożyk-Synagoge ist die einzige Synagoge Warschaus, die die deutsche Besatzung überstanden hat.

Als Freiwillige*r verteilst du Mahlzeiten und unterstützt ältere Menschen bei alltäglichen Aufgaben. Du übernimmst teilweise Besuchsdienste und hast Zeit für Gespräche und persönliche Begegnungen. Außerdem hilfst du im Gemeindebüro, bei Veranstaltungen oder im Kindergarten. Eigene Projekte wie Filmabende oder Ausflüge sind willkommen. Du solltest geduldig, zuverlässig und einfühlsam sein und Interesse an jüdischer Kultur und Geschichte haben.

Die Jüdische Gemeinde liegt zentral in Warschau rund um die Nożyk-Synagoge. In der Stadt gibt es weitere jüdische Einrichtungen und mehrere ASF-Freiwillige. Warschau selbst bietet als kulturelles und politisches Zentrum Polens ein abwechslungsreiches Großstadtleben.

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Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Person erklärt Ausstellung im Jüdischen Museum Krakau. Bilder von Gebäuden im Hintergrund.
Die ASF-Freiwillige Meret bei einer Führung durch die Ausstellung. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Jugendliche sitzen auf dem Boden bei einer Führung in Ausstellung über Gedenkstätten in Krakau, weiße Tafeln an Wand.
Ins Museum kommen ganz unterschiedliche Besuchergruppen. Die Freiwilligen unterstützen die Bildungsarbeit. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Ein Mann liest ein Buch in einem Café. Im Hintergrund sind Bücherregale und eine Karte an der Wand.
Der ASF-Freiwillige Mark im Lesebereich des Museums. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Junger Mann lehnt lächelnd an Holzbalken in sonnigem Innenhof mit blauen Treppen und Topfpflanzen.
Ein grüner Arbeitsplatz. Im Hof des Museums. Bild: ASF/Andrzej Rudiak
Menschen spazieren durch die Altstadt von Krakau, Polen bei einer Gedenkstättenfahrt der ASF im Jahr 2024.
ASF-Freiwillige in der Metropole Krakau, 2024. Bild: ASF/Andrzej Rudiak

Das Jüdische Museum Galicja erinnert an die jahrhundertelange jüdische Geschichte Galiziens und an die Zerstörung jüdischen Lebens während des Holocaust.

Im Jüdischen Museum Galicja arbeitest du an verschiedenen Aufgaben rund um Museum, Besucherinnen und Bildungsarbeit. Du führst Besucher*innen durch die Dauer- und Wechselausstellungen und kannst Führungen auf Deutsch und Englisch übernehmen. Außerdem arbeitest du an der Rezeption und bist Ansprechpartnerin für Besucher*innen und Interessierte.

Darüber hinaus unterstützt du die deutschsprachige Korrespondenz, übersetzt und korrigierst Texte und hilfst bei der Pflege der Webseite. Bei Veranstaltungen, Lesungen und Zeitzeugengesprächen kannst du die Vorbereitung und Durchführung unterstützen und an neuen Projekten mitarbeiten. Das Museum liegt im historischen jüdischen Viertel Kazimierz in Krakau, einer internationalen Kultur- und Universitätsstadt mit rund 760.000 Einwohner*innen.

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Tschechien

In vielfältigen Freiwilligenstellen engagieren sich ASF-Freiwillige landesweit, unter anderem an Gedenkorten wie in Terezin, in Museen, NGOs und sozialen Einrichtungen. Sie unterstützen in ihrem Freiwilligenjahr Überlebende der Shoah, ehemalige Zwangsarbeiter*innen, Menschen mit Behinderungen und sozial Benachteiligte.

Drei ASF-Freiwillige stehen mit dem Rücken zur Kamera an einer Brüstung und blicken auf die Moldau und Prager Burg.
Freiwillige in Prag. Bild: ASF/Karel Cudlín

Das Archiv der Sicherheitskräfte bewahrt historische Unterlagen aus der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung des Protektorats Böhmen und Mähren und aus der kommunistischen Diktatur. Du unterstützt das Archiv bei der Digitalisierung und Bearbeitung der Dokumente. Du arbeitest dabei regelmäßig einige Stunden pro Woche mit Originaldokumenten. Geduld und Genauigkeit sind besonders wichtig. Deine Arbeit trägt dazu bei, historische Quellen zu erhalten und sie für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Stelle wird mit der Freiwilligenstelle in der Gedenkstätte Lidice kombiniert. Dort führst du Besucher*innengruppen und arbeitest an Ausstellungen, Bildungsangeboten und Gedenkveranstaltungen mit.

Das Archiv liegt im Zentrum von Prag. Du wohnst mit anderen Freiwilligen in einer Wohngemeinschaft. Mit Tram, Metro und Bus kannst du die Stadt unkompliziert erkunden.

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Junge Führerin zeigt nach oben, Gruppe älterer Museumsbesucher folgt ihrem Blick, Gemälde an der Wand.
Die Freiwillige bei einer Führung durch die Ausstellung über die deutsch-tschechische Geschichte. Bild: ASF/Karel Cudlín
Junge Freiwillige neben großem historischen Porträt, zwei Besucher betrachten Fotowand im Collegium Bohemicum
Die Freiwilligen unterstützen die Bildungsarbeit oder helfen bei Veranstaltungen und Workshops mit. Bild: ASF/Karel Cudlín
Freiwillige und Mitarbeiter im Collegium Bohemicum in Ústí nad Labem beugen sich über eine alte kolorierte Landkarte.
In den Archiven gibt es immer viel zu entdecken und lernen. Bild: ASF/Karel Cudlín
Zwei junge Frauen lachen sich an, halten Smoothie-Becher vor einem Museumseingang, umgeben von Grünanlagen.
Die Stadt Ústí nad Labem liegt rund 90 Kilometer nördlich von Prag an der Elbe. Bild: ASF/Karel Cudlín
Zwei junge Frauen spielen Karten an einem sonnendurchfluteten Küchentisch, Fenster mit Jalousien, Girlande und Weinflasche.
In der Freiwilligen-WG. Bild: ASF/Karel Cudlín

Das „Collegium Bohemicum“ beschäftigt sich mit der Geschichte des Zusammenlebens von Deutschen und Tschechen in den böhmischen Ländern. Die Region war über Jahrhunderte deutschsprachig geprägt und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch Flucht und Vertreibung stark verändert. Das Collegium macht diese Geschichte durch Forschung, Ausstellungen und Bildungsangebote zugänglich. Die Stelle verbindet Kulturarbeit mit der Auseinandersetzung mit deutsch-tschechischer Geschichte und Erinnerungskultur. Du bekommst Einblicke in die Frage, wie eine schwierige gemeinsame Vergangenheit heute vermittelt und diskutiert werden kann.

Du unterstützt das Team bei der Vorbereitung von Ausstellungen, Konzerten und Festivals. Dazu kommen Recherchen, Archiv- und Transkriptionsarbeiten sowie Übersetzungen. Auch bei Bildungsangeboten und der Öffentlichkeitsarbeit kannst du mitwirken. Nach einer Einarbeitung führst du deutschsprachige Besucher*innen durch die Ausstellung.

Die Stelle wird mit einer Freiwilligenstelle bei „Živá paměť“ kombiniert. Dort besuchst du ältere Menschen in Ústí und der Umgebung und unterstützt sie im Alltag. Ústí nad Labem liegt an der Elbe und nahe der deutschen Grenze. Die Stadt ist von einer abwechslungsreichen Landschaft mit Bergen und Flusstälern umgeben. Du wohnst in einer Wohngemeinschaft mit ASF-Freiwilligen.

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ASF‑Freiwillige in Brno: lächelnde junge Frau im grünen T‑Shirt reicht Hand zu einer sitzenden Frau im bunten Blumenoberteil
Bild: ASF/Karel Cudlín
Freiwillige sitzen in gemütlicher Wohngemeinschaft in Brno am Tisch und unterhalten sich lachend.
Wohngemeinschaft von Freiwilligen im tschechischen Brno. Bild: ASF/Karel Cudlín
Drei lächelnde ASF-Freiwillige in Brünn machen Selfie vor einem Säulenbau mit Springbrunnen.
Bild: ASF/Karel Cudlín

Bei der Diecézní Charita Brno unterstützt du Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen in einer Wohngemeinschaft. Die Bewohner*innen gestalten ihren Alltag möglichst selbstständig und werden dabei von Assistent*innen unterstützt. Du hilfst bei alltäglichen Aufgaben, bereitest gemeinsam Mahlzeiten zu, unterstützt beim Einkaufen und im Haushalt und begleitest Bewohner*innen bei Spaziergängen und Ausflügen. Auch gemeinsame Freizeit gehört dazu: Ihr könnt spielen, malen, tanzen oder Englisch lernen. Mit der Zeit kannst du nach Absprache auch eigene Aufgaben übernehmen und eigene Ideen für die Freizeitgestaltung einbringen.

Du arbeitest in der Regel vier Tage pro Woche bei der Caritas. Die Stelle wird mit einem Tag pro Woche in der Jüdischen Gemeinde Brünn kombiniert.

Brünn ist mit rund 400.000 Einwohner*innen die zweitgrößte Stadt Tschechiens und eine lebendige Universitätsstadt. Das Zentrum ist überschaubar, gleichzeitig gibt es viele Cafés, Konzerte und kulturelle Angebote. Du wohnst mit anderen Freiwilligen in einer Wohngemeinschaft.

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Freiwillige hilft Mann beim Ausfüllen eines Formulars am Tisch, beide nutzen bunte Stifte, Smartphone liegt daneben
Bild: ASF/Karel Cudlín
Drei Freiwillige in Brno am Tisch: lächelnde Frau mit Schirmmütze hilft beim Perlenfädeln, Sortierbox mit Perlen sichtbar
Bild: ASF/Karel Cudlín
Drei Freiwillige sitzen lachend auf einem Brunnenrand auf dem Marktplatz in Brno, Marktstände und Sonnenschirme im Hintergrund.
Bild: ASF/Karel Cudlín

„Effeta“ ist ein Tageszentrum der Caritas Brünn für Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen. In verschiedenen Werkstätten wird zum Beispiel mit Holz gearbeitet, gewebt, geflochten oder Seide bemalt. Du unterstützt die Sozialassistent*innen und begleitest die Menschen in den Arbeits- und Freizeitgruppen. Auch beim gemeinsamen Essen bist du dabei. Über das Jahr kannst du bei Ausflügen und Sommerlagern mitmachen.

In der täglichen Zusammenarbeit entstehen oft persönliche Beziehungen. Du lernst dabei unterschiedliche Lebensweisen kennen und erfährst, wie Menschen mit Behinderungen ihren Alltag selbstbestimmt gestalten können. Für die Arbeit sind Geduld, Offenheit und Freude an gemeinsamer Aktivität besonders wichtig.

Die Stelle wird mit einem Tag pro Woche in der Jüdischen Gemeinde Brünn kombiniert. Dort unterstützt du ältere Gemeindemitglieder im Alltag und bist bei Treffen der Gemeinde dabei. So lernst du neben der Arbeit bei „Effeta“ auch jüdisches Leben in Brünn und seine Geschichte kennen.

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Eine Freiwillige legt mit weißen Handschuhen ein gerahmtes Foto auf einen Flachbettscanner in der Gedenkstätte Lidice.
Die Freiwilligen arbeiten auch in der Kunstgalerie mit. Hier digitalisiert die Freiwillige Insa Kunstwerke. Bild: ASF/Karel Cudlín
Person mit brauner Umhängetasche betrachtet bunte Bilder und Tonfiguren in einer Ausstellung in der Gedenkstätte Lidice.
In der Kunstgalerie der Gedenkstätte. Bild: ASF/Karel Cudlín
Sprecherin mit Mikrofon vor mehreren ASF-Freiwilligen auf dem Rasen der Gedenkstätte Lidice, Büsche im Hintergrund
Bei einer Führung durch den Gedenkpark, der an das von den Nazis niedergebrannte Dorf und seine ermordeten Bewohner*innen erinnert. Bild: ASF/Karel Cudlín
Vier Besucher laufen auf gewundenem Weg durch die weite Parklandschaft der Gedenkstätte Lidice, Bäume und Hügel im Hintergrund.
Der Gedenkpark besteht aus verschiedenen Erinnerungsorten und Mahnmalen. Bild: ASF/Karel Cudlín
Gedenkstein der Gedenkstätte Lidice vor der Lidická Galerie, umgeben von Blumenbeeten und hohen Gräsern
Bild: ASF/Karel Cudlín
Rote Rosen im Vordergrund, verschwommene Freiwillige mit Umhängetasche auf Steinweg in der Gedenkstätte Lidice, Tschechien.
Bild: ASF/Karel Cudlín

Das Dorf Lidice wurde am 10. Juni 1942 von den Nationalsozialisten zerstört. Die Männer des Dorfes wurden ermordet, Frauen und Kinder deportiert. Heute erinnert die Gedenkstätte an die Opfer und macht die Geschichte dieses Verbrechens zugänglich.

Ein wichtiger Teil deiner Arbeit ist die Auseinandersetzung damit, wie an die Opfer nationalsozialistischer Gewalt erinnert wird. Du führst deutsch- und englischsprachige Gruppen durch die Gedenkstätte und ihre Ausstellungen. Außerdem unterstützt du bei Recherchen, Übersetzungen und Büroarbeiten sowie bei Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen. Du kannst auch bei Bildungsangeboten für Schulen, mehrsprachigen Publikationen und der Öffentlichkeitsarbeit mitarbeiten. Eigene Ideen und Projekte sind willkommen. Die Stelle wird mit einer Freiwilligenstelle im Archiv der Sicherheitskräfte in Prag kombiniert. Dort arbeitest du mit historischen Dokumenten aus der NS-Zeit und der kommunistischen Diktatur.

Lidice liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich von Prag und ist gut mit dem Bus erreichbar. Du wohnst in Prag und pendelst zur Gedenkstätte. Prag bietet ein vielfältiges kulturelles Leben und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen.

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Junger Freiwilliger mit Mikrofon in Weste spricht vor dem schwarz-weiß gestreiften Tor der Gedenkstätte Terezín.
Bild: ASF/Karel Cudlín
Die Freiwillige Emma bei einer Führung durch die ehemalige Festung und heutige KZ-Gedenkstätte an das Ghetto.
Gedenkstätte Terezín: Wiese mit Reihen dreieckiger Steinsäulen, zwei Stelen mit kleinen Gedenksteinen im Vordergrund
Erinnerung an die Menschen, die hier inhaftiert waren und ermordet wurden. Bild: ASF/Karel Cudlín
ASF-Freiwillige in Terezín: Frau in Sonnenblumenbluse am PC, ein Mann zeigt auf den Monitor.
Neben den Führungen und Seminaren unterstützen die Freiwilligen auch im Büro und planen Veranstaltungen und Kulturevents mit. Bild: ASF/Karel Cudlín
Zwei Freiwillige sitzen auf einer Steinmauer und blicken auf Terezín mit Kirchturm und roten Dächern.
Freiwillige unterwegs im tschechischen Terezín. Bild: ASF/Karel Cudlín
Junger Freiwilliger in hellblauem Hemd rührt Topf am Herd, aufgeklebter Sticker-Kühlschrank, Baustellenschild und Dior-Poster.
in der Freiwilligen-WG. Bild: ASF/Karel Cudlín

Die Gedenkstätte Theresienstadt erinnert an das ehemalige jüdische Ghetto und die Kleine Festung, die während der NS-Zeit als Gefängnis der Gestapo genutzt wurde. Mehr als 140.000 Menschen wurden durch das Ghetto gebracht, Zehntausende starben dort. Heute macht die Gedenkstätte die Geschichte dieses Ortes und die Lebensgeschichten der Gefangenen sichtbar.

Du betreust deutschsprachige Gruppen über mehrere Tage und entwickelst und leitest Workshops, Bildungsangebote und Führungen. Auch Begegnungen mit Überlebenden gehören zu deiner Arbeit. Du kannst eigene biografische Recherchen durchführen und Interviews vorbereiten. Ein weiterer wichtiger Teil ist die Organisation der Gruppenaufenthalte: Du kümmerst dich gemeinsam mit den Kolleg*innen um Unterkünfte, Essen, Fahrdienste und weitere Programmpunkte.

Du arbeitest gemeinsam mit anderen ASF-Freiwilligen. Die Unterkunft befindet sich in einer Wohngemeinschaft in Litoměřice. Terezín ist eine kleine Stadt rund 60 Kilometer nördlich von Prag und liegt nur wenige Kilometer von Litoměřice entfernt.

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Drei junge Freiwillige schlendern lachend über einen Marktplatz in Brünn, bunte Marktstände und Sonnenschirme im Hintergrund.
Freiwillige unterwegs in Brno. Bild: ASF/Karel Cudlín
Drei Personen sitzen lachend auf Sofas in einem gemütlichen Zimmer in Brno mit buntem I LOVE LEO Banner.
In einer Freiwilligen-WG in Brno. Bild: ASF/Karel Cudlín

Die Jüdische Gemeinde Brünn blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück. Die einst große Gemeinde wurde durch die nationalsozialistische Verfolgung und Vernichtung sowie die späteren Repressionen stark dezimiert. Heute gehören ihr weniger als 280 Menschen an. Die Gemeinde gestaltet weiterhin religiöses, soziales und kulturelles Leben und unterstützt ihre Mitglieder im Alltag.

Du bist in der Sozialabteilung der Gemeinde tätig. Du unterstützt den wöchentlichen Senior*innen-Treff, hilfst bei der Vorbereitung und bist für die Besucher*innen da. Bei Bedarf besuchst du ältere Gemeindemitglieder zu Hause, hilfst bei kleinen Aufgaben, bei Einkäufen oder bei der Zubereitung von Mahlzeiten. Gerade der persönliche Kontakt zu jungen Menschen ist für viele ältere Gemeindemitglieder wichtig. Dabei lernst du jüdisches Leben in Brünn heute kennen und begegnest zugleich Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten.

Die Stelle wird mit einer Freiwilligenstelle bei der Diecézní Charita Brno oder bei „Effeta“ kombiniert. Du arbeitest dort an mehreren Tagen pro Woche und an einem Tag in der Jüdischen Gemeinde.

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Freiwillige hält in Prager Küche die Hand einer älteren Frau; Schüssel, orange Vorratsdosen und Eier auf Tisch.
Kleinere Erledigungen und Hilfe im Haushalt wie beim Kochen gehören auch dazu. Bild: ASF/Karel Cudlín
Freiwillige übergibt dreistöckige weiße Lunchboxen mit grünen Deckeln an Frau in Türöffnung in Prag
Auch bei einem mobilen Mittagstisch helfen die Freiwilligen mit. Bild: ASF/Karel Cudlín
Drei Freiwillige in Prag an einem Tisch mit Formularen; eine Frau sortiert Dokumente, zwei junge Leute stehen daneben.
In der jüdischen Gemeinde unterstützen die Freiwilligen auch bei Veranstaltungen und anderen Aktivitäten. Bild: ASF/Karel Cudlín
Drei ASF‑Freiwillige sitzen am Moldauufer unter Bäumen, schmiedeeisernes Geländer, Sonne spiegelt, Prager Burg im Hintergrund
Freiwillige in Prag an der Moldau. Bild: ASF/Karel Cudlín

Die Jüdische Gemeinde Prag hat rund 1.600 Mitglieder und bietet Raum für religiöses, kulturelles und gemeinschaftliches Leben. Viele Mitglieder gehören zur älteren Generation. Die Sozialabteilung unterstützt sie unter anderem im Seniorenheim, in einer Pension und zu Hause. Einige der Menschen, denen du begegnest, gehören noch zur Generation der Shoah-Überlebenden.

Du besuchst regelmäßig ältere Gemeindemitglieder, leistest Gesellschaft und unterstützt sie im Alltag. Ihr könnt spazieren gehen, euch unterhalten, gemeinsam lesen oder Schach spielen. Manchmal hilfst du bei kleinen Aufgaben im Haushalt. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist außerdem das Ausliefern von Mittagessen an Gemeindemitglieder. Du ersetzt dabei kein Pflegepersonal, sondern bringst vor allem Zeit und persönliche Aufmerksamkeit mit. Die Stelle bietet dir die Möglichkeit, jüdisches Leben in Prag kennenzulernen. Du begegnest Menschen mit eigenen Erinnerungen und Familiengeschichten und erlebst zugleich, wie jüdisches Leben heute gestaltet wird.

Du wohnst mit anderen Freiwilligen in einer Wohngemeinschaft. Prag bietet neben seiner reichen Geschichte zahlreiche Museen, Theater, Cafés und Parks.

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Zwei Frauen an einem Holztisch in gemauertem Bogenraum, links gestreift, rechts schwarzes Top, Glas und Blumenvase.
Das Kulturzentrum ist ein malerischer Ort für Begegnung und Kultur. Bild: ASF/Karel Cudlín
Freiwillige kniet in Rehlovice, gärtnert auf Ziegeldach vor blassgrüner Wand, mit Topfpflanzen und Metallstühlen.
Die Freiwilligen helfen bei Events und Seminaren, aber auch im Garten und Haus mit. Bild: ASF/Karel Cudlín
Freiwillige gießt Pflanzen in kleinem Folientunnel im Kulturzentrum Rehlovice, blaue Gießkanne, üppiges Grün.
Das Kulturzentrum verfügt auch über einen eigenen Garten mit Gewächshäusern. Es gibt immer etwas zu tun. Bild: ASF/Karel Cudlín
Freiwillige in schwarzem Top und Brille verschließt roten Plastikbehälter auf weißer Küchenarbeitsplatte
Bild: ASF/Karel Cudlín
Zwei junge Frauen lehnen am Geländer und blicken über die Elbe auf Ústí nad Labem mit Kirche und Brücke.
Blick über die Elbe in Ústí nad Labem. Bild: ASF/Karel Cudlín

Das Kulturní centrum Řehlovice ist ein Ort für Begegnung, Kunst und Austausch zwischen Tschechien, Deutschland und Österreich. Es liegt in einer Region, die stark von der Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung, ihrer Vertreibung nach 1945 und den Folgen dieser Geschichte geprägt ist. Das Kulturzentrum möchte durch gemeinsame Projekte und persönliche Begegnungen zur Verständigung beitragen.

Du unterstützt bei Veranstaltungen, Workshops, Ausstellungen und anderen Projekten. Dazu gehören Kommunikation, Übersetzungen, Öffentlichkeitsarbeit und praktische Vorbereitungen. Manchmal stehen auch Renovierungsarbeiten, Gartenarbeit oder andere Aufgaben auf dem Programm. Im Winter arbeitest du zusätzlich in der Stadtgalerie Litoměřice. Dort hilfst du bei Ausstellungsvorbereitungen und Eröffnungen, bei organisatorischen Aufgaben und bei Führungen. Die Stelle verbindet damit Kulturarbeit mit der Auseinandersetzung mit deutsch-tschechischer Geschichte und Erinnerung.

Du wohnst in einer Wohngemeinschaft in Ústí nad Labem. Řehlovice liegt etwa zehn Kilometer entfernt. Die Stadt ist von der Landschaft des Elbtals und des Erzgebirges geprägt. Litoměřice ist eine kleinere historische Stadt mit einem vielfältigen kulturellen Angebot.

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ASF-Freiwillige bei einer Führung durch die Ausstellung. Bild: ASF/Karel Cudlín
Das Musuem bietet Workshops und verschiedene Bildungsprojekte zur Romakultur und gegen Antiziganismus an. Bild: Bianca Rüter
Gruppe von ASF-Freiwilligen im Museum für Romakultur in Brno, Tschechien, vor einem bunten Gemälde.
ASF-Freiwillige im Museum für Romakultur in Brno.
Junge Freiwillige am Tresen spricht mit älterem Mann; großes SW-Foto an der Wand, unscharfe gelbe Blumen im Vordergrund
Bild: ASF/Karel Cudlín
Drei Freiwillige in gemütlicher Küche in Brno, Blumenäste im Vordergrund, bunte Couch, Tisch mit Kaffee und Büchern.
ASF-Freiwillige in ihrer Wohngemeinschaft in Brno, Tschechien. Bild: ASF/Karel Cudlín

Das Museum für Roma-Kultur widmet sich der Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Erinnerung an den Holocaust an Sinti und Roma. Das Museum betreibt außerdem Gedenkorte in Mähren und Böhmen und organisiert Gedenkveranstaltungen.

Du arbeitest in der Fach- und Bildungsabteilung des Museums. Du unterstützt bei Recherchen, Digitalisierung und der Vorbereitung von Bildungsangeboten. Nach deiner Einarbeitung kannst du auch fremdsprachige Besucher*innen durch die Dauerausstellung führen. Außerdem hilfst du bei Ausstellungen, an der Rezeption und bei Gedenkveranstaltungen. Gelegentlich arbeitest du auch am Gedenkort in Hodonín u Kunštátu mit. So trägst du dazu bei, die Geschichte der Verfolgung an Sinti und Roma sichtbar zu machen.

Die Stelle wird mit einer Freiwilligenstelle bei der Diecézní Charita Brno kombiniert. Dort unterstützt du Menschen mit Behinderungen in einer Wohngemeinschaft und begleitest sie im Alltag und bei Freizeitaktivitäten.

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Freiluft-Fotoausstellung 'post bellum' auf gepflastertem Platz vor Renaissancegebäude, Besucher betrachten Infotafeln.
Post Bellum organisiert Ausstellungen und kulturelle Festivals. Bild: Wikimedia Commons/Krokodyl, My jsme to nevzdali 2009 7268 [CC BY-SA 3.0]

Die NGO „Post Bellum“ sammelt und dokumentiert persönliche Erinnerungen an das 20. Jahrhundert. Im Projekt „Memory of Nations“ werden Lebensgeschichten von Menschen bewahrt, die Nationalsozialismus, Holocaust, kommunistische Diktatur, politischen Widerstand oder andere Formen von Verfolgung erlebt haben.

Du unterstützt bei Recherchen, Archivarbeit und Übersetzungen und kannst an grenzüberschreitenden Projekten mitarbeiten. Du hilfst bei Bildungsworkshops, Veranstaltungen und Diskussionen und kannst Interviews oder journalistische Beiträge vorbereiten. Auch bei Führungen und Büroarbeiten bist du dabei. Du arbeitest damit unmittelbar an Erinnerungskultur und lernst unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts kennen. Die Stelle wird mit einer Freiwilligenstelle bei „hROM“ kombiniert. Dort unterstützt du Kinder und Jugendliche aus der Roma-Community bei Freizeitangeboten, Hausaufgaben und außerschulischen Aktivitäten.

České Budějovice ist eine grüne Universitätsstadt in Südböhmen mit rund 100.000 Einwohner*innen. Das historische Zentrum und der große Marktplatz prägen die Stadt. In der Umgebung liegen der Böhmerwald und Český Krumlov. Du wohnst in einem Studierendenwohnheim oder einer Wohngemeinschaft.

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Lächelnde Frau in weißem Schutzanzug hält ein Kind in Schutzanzug, das mit blauen Handschuhen Spraydose an Plane sprüht
Eine Freiwillige bei einer Spray-Aktion für Kinder, 2025.
Junge bei Bastelarbeit auf lila Matte, klebt rote Papierstücke, umgeben von Klebestiften, Schere und Plastikbehälter.
hROM öffnet kreative und soziale Räume für Kinder, die sonst wenig Platz für Spiel und Sport haben.
Riesiges bunt bemaltes Transparent, von Menschen auf historischem Marktplatz mit pastellfarbenen Häusern und Brunnen gehalten.
hROM geht bewusst in die Öffentlichkeit, um Vorurteile abzubauen und gegen Diskriminierung Zeichen zu setzen.

Der Verein „hROM“ unterstützt die Selbstorganisation der Roma-Community in České Budějovice. Die Organisation arbeitet mit Kindern und Familien und möchte Räume schaffen, in denen Kinder sicher spielen, lernen und ihre eigenen Interessen entwickeln können. Bildung, Gemeinschaft und die Stärkung der eigenen Identität spielen dabei eine wichtige Rolle.

Du unterstützt Kinder und Jugendliche bei Freizeitangeboten und Hausaufgaben. Du kannst dabei auch eigene Ideen für Aktivitäten einbringen. Außerdem kannst du bei Veranstaltungen des Vereins mithelfen und dich an Öffentlichkeitsarbeit und sozialen Medien beteiligen. Die Stelle bietet dir die Möglichkeit, Roma-Geschichte und Gegenwart nicht nur aus Büchern kennenzulernen, sondern Menschen aus der Community persönlich zu begegnen.

Die Freiwilligenstelle wird mit „Post Bellum“ kombiniert. Dort beschäftigst du dich mit persönlichen Erinnerungen und der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

České Budějovice ist eine grüne Universitätsstadt in Südböhmen. Das historische Zentrum, Cafés und studentische Angebote machen die Stadt lebendig. In der Umgebung liegen der Böhmerwald und Český Krumlov.

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Junge Betreuerin leitet Sitzübungen mit roten Widerstandsbändern, mehrere ältere Teilnehmende in Gemeinschaftsraum.
Ein wöchentlicher Fitnesskurs wird von den Freiwilligen angeleitet. Bild: ASF/Karel Cudlín
Junge Frau führt Fingerübungen an, ältere Teilnehmerinnen sitzen auf Stühlen vor vollen Bücherregalen
Freizeit- und Sportangebote oder Sprachkurse, vor allem aber der Austausch bei Hausbesuchen oder Gruppenrunden steht im Zentrum dieser Stelle. Bild: ASF/Karel Cudlín
Junge Freiwillige lächelnd mit Zettel, leitet Gespräch in Stuhlkreis mit älteren Frauen in hellem Gemeinschaftsraum.
Bild: ASF/Karel Cudlín

„Živá paměť“ beschäftigt sich mit der Geschichte und den Folgen der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Die Organisation unterstützt ehemalige Zwangsarbeiterinnen und andere Verfolgte, dokumentiert ihre Lebensgeschichten und entwickelt Bildungsangebote. Lange wurde die Geschichte der Zwangsarbeiterinnen in Tschechien wenig beachtet. „Živá paměť“ trägt dazu bei, ihre Erfahrungen sichtbar zu machen und in die Erinnerungskultur einzubeziehen.

Du besuchst regelmäßig ältere Menschen zu Hause und unterstützt sie im Alltag. Du gehst mit ihnen spazieren oder einkaufen, begleitest sie zu Terminen und Veranstaltungen oder bist einfach für ein Gespräch da. Außerdem hilfst du bei Veranstaltungen und kleineren Büroarbeiten. Du leitest zwei Deutschkurse und kannst eigene Projekte entwickeln, zum Beispiel mit Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen. Du lernst Menschen kennen, deren Lebensgeschichten eng mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verbunden sind, und kannst dazu beitragen, dass diese Geschichten nicht in Vergessenheit geraten.

Die Stelle in Ústí nad Labem wird mit dem „Collegium Bohemicum“ kombiniert. Dort beschäftigst du dich mit der Geschichte des Zusammenlebens von Deutschen und Tschechen in den böhmischen Ländern und unterstützt bei Ausstellungen, Veranstaltungen, Übersetzungen, Recherchen und Archivarbeiten.

Ústí nad Labem liegt an der Elbe und ist von den Bergen des Erzgebirges umgeben. Die Universitätsstadt bietet einen guten Einblick in das heutige Nordböhmen. Du wohnst in einer Wohngemeinschaft mit ASF-Freiwilligen.

Prag bietet zahlreiche Museen, Theater, Cafés und andere kulturelle Orte. Du wohnst mit anderen ASF-Freiwilligen in einer Wohngemeinschaft.

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USA

Rund 24 Freiwillige engagieren sich jährlich in den USA – vorwiegend an der Ostküste und im Mittleren Westen. Sie unterstützen unsere Partnerorganisationen bei der Betreuung von älteren Menschen, Wohnungslosen, Geflüchteten oder Menschen mit Behinderungen. Manche Stellen sind auch in Museen, Archiven und Forschungseinrichtungen angesiedelt.

Junger Mann vor einer hohen steinernen Kirche mit Glockenturm, Grünfläche und blauem Himmel
Ein Freiwilliger steht vor der Christus Lutheran Church. Bild:ASF
Manhattan-Skyline mit Empire State Building, parkende Autos im Vordergrund unter klarem blauem Himmel
Der Blick auf die Stadt Camden. Bild: ASF

Die Christus Lutheran Church ist eine evangelische Gemeinde im Stadtteil Cramer Hill in Camden. Ursprünglich als deutschsprachige Gemeinde gegründet, ist sie heute eine bunte Gemeinschaft mit Menschen unterschiedlicher Herkunft. Die Gemeinde versteht ihre Arbeit als Auftrag, Brücken zwischen Kulturen zu bauen und sich besonders Menschen zuzuwenden, die von Armut und Ausgrenzung betroffen sind. Deine Freiwilligenstelle ist mit dem „Joseph’s House Camden“ und dem „Sisters of St. Joseph’s Neighborhood Center“ verbunden, sodass du verschiedene Orte der Stadtteilarbeit kennenlernst.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du den Pastor und das Gemeindeteam. Du hilfst bei der Vorbereitung des Gottesdienstes, beim Auf- und Abbau, beim wöchentlichen Gemeindebrief und bei einfachen Büroaufgaben wie der Erstellung von Präsentationen. Außerdem bist du bei Angeboten der Gemeinde und der beiden Partnerprojekte dabei, kommst mit Menschen aus der Nachbarschaft ins Gespräch und kannst eigene Ideen für kleine Aktivitäten einbringen. Offenheit, Respekt für den christlichen Glauben der Gemeinde und Freude an Begegnungen sind dabei wichtig.

Camden liegt direkt am Fluss gegenüber von Philadelphia. Die Stadt ist von sozialen Problemen geprägt, zugleich erlebst du engagierte Nachbarschaften und Gemeinschaften, die sich füreinander stark machen.

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Neonschild HELL'S KITCHEN GEAR im Schaufenster, rote/pinke Shirts, Spiegelung von Backsteingebäuden und Autos
Während früher das Viertel verarmt war, verdrängt heute die Gentrifizierung Menschen mit weniger Geld. Hier setzt Clinton Housing mit Wohn- und Community-Projekten an. Bild: Wikimedia Commons/Roger Rowlett [CC BY-SA 2.5]
Zwei Personen sitzen auf Klappstühlen am Rasenrand eines Parks bei Abenddämmerung, dahinter beleuchtete Hochhäuser.
ASF-Freiwillige in einem New Yorker Park. Bild: ASF
Vier lächelnde Teilnehmende vor einem pink geschmückten Weihnachtsbaum, in Winterjacken und Jeans, festliche Kugeln und Lichter.
ASF-Freiwillige auf einem Seminar in den USA, 2023.

Clinton Housing Development ist ein Sozialprojekt im New Yorker Stadtteil Hell’s Kitchen in Manhattan. Die Organisation wurde durch eine Bewohner*inneninitiative gegründet, um bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und Menschen zu unterstützen, die im Stadtteil leben. Früher war die Nachbarschaft stark von Armut geprägt, heute spürt man die Folgen von Gentrifizierung: teure Neubauten stehen neben alten Mietobjekten. Clinton Housing setzt sich dafür ein, dass Menschen mit wenig Einkommen bleiben können und im Alltag Unterstützung und Gemeinschaft finden.

In dieser Freiwilligenstelle stehst du in engem Kontakt mit den Bewohner*innen und Bewohnern. Du engagierst dich vor allem im Bereich der Nachbarschaftsarbeit: Du planst Freizeitangebote wie Filmabende, Gemeinschaftsessen, Nachbarschaftscafés oder kleine Workshops. Du hilfst bei der Vorbereitung größerer Feste, sprichst mit Menschen über ihre Wünsche und Ideen und ermutigst sie, eigene Aktivitäten im Haus oder im Hof mitzugestalten. Je nach Bedarf unterstützt du auch im Büro, zum Beispiel bei Telefonaten, einfachen Schreibarbeiten oder beim Erstellen von Einladungen und Informationsmaterial.

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Freiwillige in lila Shirts entladen Spenden aus einem Cradles-to-Crayons-Lkw mit Hebebühne, Wagen und Zelt im Hintergrund.
Die Freiwilligen Pauline und Nadja entladen eine Kleiderlieferung. Bild: ASF
ASF-Freiwillige sortieren Kleidung an einem großen gelben Sammelbehälter in einem Lager mit vollen Regalen.
Die Freiwilligen sortieren Kleiderspenden. Bild: ASF

Cradles to Crayons ist eine Organisation in Chicago, einer lebendigen Großstadt am Lake Michigan, die Kinder aus Familien in Armut mit Kleidung, Spielzeug und Schulmaterial versorgt. In der großen Lagerhalle, der sogenannten „Giving Factory“, kommen täglich viele Freiwillige zusammen. Dort werden Sachspenden angenommen, sortiert, zu „KidPacks“ zusammengestellt und über Partnerorganisationen kostenlos an Kinder weitergegeben. Du arbeitest in einem jungen, offenen Team und erlebst, wie viel mit guter Organisation und vielen helfenden Händen bewegt werden kann.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du vor allem die Arbeit in der „Giving Factory“. Du begrüßt Freiwilligengruppen, erklärst ihnen in kurzen Einführungen die Arbeit von Cradles to Crayons und begleitest sie an den Sortierstationen. Außerdem hilfst du dabei, Spenden anzunehmen, zu ordnen und für die Auslieferung vorzubereiten. Vieles läuft im Stehen und in Bewegung ab, du bist also körperlich gut eingebunden. Je nach Interesse kannst du auch kleinere eigene Projekte einbringen, zum Beispiel um Abläufe zu verbessern oder neue Ideen für die Zusammenarbeit mit Freiwilligen vorzuschlagen.

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ASF-Freiwillige in blauen Shirts packen bei Cradles to Crayons Philadelphia an Tischen Schultaschen und Schulmaterial.
Schultaschenpackaktion bei Cradles to Crayon. Bild: ASF
Freiwillige sortiert Kinderkleidung in gelben und grünen Wannen vor blauen Rollcontainern in Lagerhalle.
Die Freiwillige Fabiana beim Sortieren von Kleidungsspenden im Warenlager von Cradles to Cranon. Bild: ASF
Vier Jugendliche beim ASF‑Orientierungstag in Philadelphia, spazierend über sonnenbeschienene Parkwiese vor Bäumen.
ASF-Freiwillige auf einem Seminar in Philadelphia, 2023.

Cradles to Crayons ist eine Organisation in Philadelphia, die Kinder von der Geburt bis etwa 12 Jahre unterstützt, wenn ihre Familien von Armut oder Wohnungslosigkeit betroffen sind. In der großen Lagerhalle, der „Giving Factory“, werden gespendete Kleidung, Schuhe, Spielsachen, Bücher und Schulmaterialien gesammelt, sortiert und als „KidPacks“ kostenlos an soziale Initiativen, Schulen oder Unterkünfte weitergegeben. So trägt Cradles to Crayons konkret dazu bei, Kinderarmut zu verringern.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du mitten in der „Giving Factory“. Du begrüßt Freiwillige und Ehrenamtsgruppen, erklärst ihnen die Arbeit der Organisation, zeigst ihnen die Sortierstationen und begleitest sie während ihrer Schicht. Du nimmst Spenden an, sortierst sie nach Größen und Kategorien und hilfst dabei, Pakete für Kinder zusammenzustellen. Vieles passiert im Stehen und in Bewegung, du bist also körperlich gut eingebunden. Je nach Interesse kannst du auch bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen oder eigene Ideen einbringen, wie Abläufe oder Angebote für Freiwillige verbessert werden können.

Philadelphia ist eine große Stadt mit spannender Geschichte, vielfältigen Vierteln und einer lebendigen Kultur- und Musikszene.

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Freiwillige von Family Promise Philadelphia verteilen Kleidung und Spielmaterial im Freien; Kinder basteln unter blühendem Baum.
Tom bei einem Event von FamilyPromise. Bild: ASF
Family Promise Team 2026: sieben lächelnde Personen in einem Gemeinschaftsraum, bunte Girlanden im Hintergrund.
Der Freiwillige Tom posiert für ein Bild mit seinem Family Promise Team. Bild: ASF
ASF-Freiwillige Fußballer posieren nachts vor Tor in weißen Trikots, lächelnd; ein Spieler hält Pokal.
Der Freiwillige Tom nach einem Fußballspiel von FamilyPromise. Bild: ASF

FamilyPromise of Philadelphia ist eine kleine Organisation, die Familien unterstützt, wenn ihnen Wohnungslosigkeit droht oder sie bereits ohne Obdach sind. Ziel ist es, Zwangsräumungen zu verhindern, Übergangslösungen zu finden und Familien dabei zu helfen, wieder eine eigene Wohnung und Stabilität im Alltag zu erreichen. Jedes Jahr werden viele Familien beraten und an passende Hilfsangebote vermittelt, oft bleiben Kontakte über längere Zeit bestehen.

In dieser Freiwilligenstelle bist du nah an der praktischen Arbeit mit Familien ohne Obdach. Du fährst Sachspenden aus, hilfst beim Transport von Möbeln und Haushaltsgegenständen, unterstützt bei Umzügen und bringst Dinge in Notunterkünfte oder neue Wohnungen. Dazu kommen einfache Büroaufgaben, das Abholen von Spenden und die Organisation eines kleinen Möbellagers. Die Arbeit ist körperlich, abwechslungsreich und oft sehr direkt an den Lebenssituationen der Familien orientiert. Du brauchst für diese Freiwilligenstelle einen Führerschein und solltest Spaß daran haben, unterwegs zu sein. Je nach Interesse kannst du eigene kleine Projekte vorschlagen oder mit Partnerorganisationen wie Cradles to Crayons zusammenarbeiten.

Philadelphia ist eine große Stadt mit spannender Geschichte, vielfältigen Vierteln und einer lebendigen Kultur- und Musikszene.

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Ältere asiatische Frau mit Liedblatt spricht mit jungem Freiwilligen; daneben Frau am Rollator, Flötistin im Hintergrund.
Bild: Hebrew Senior Life
Ältere Frau mit weißem Haar und buntem Schal sitzt bei Versammlung, hält Rollator; Hut mit Buttons und VOTE-Sticker sichtbar.
Bild: Hebrew Senior Life
Bostoner Skyline bei Abendlicht mit Yachthafen im Vordergrund und dem spiegelnden John Hancock Tower im Wasser.
Boston strahlt im Sonnenuntergang. Bild: ASF

Hebrew Senior Life ist eine große, jüdisch geprägte Einrichtung für ältere Menschen im Raum Boston. Dazu gehört das Senioren- und Rehazentrum in Boston sowie die Wohnanlage „Center Communities of Brookline“, in der ältere Menschen weitgehend selbstständig leben. Jüdische Traditionen, Feiertage und der Schabbat prägen das Leben in den Häusern, gleichzeitig sind auch nichtjüdische Bewohner*innen und Bewohner Teil der Gemeinschaft.

In dieser Freiwilligenstelle begleitest du ältere Menschen im Alltag und bei Freizeitangeboten. Du hilfst bei Gruppenaktivitäten wie Gymnastik, Spielen, Kunst- oder Musikangeboten, liest vor, führst Gespräche oder besuchst Bewohner*innen und Bewohner in ihren Zimmern und leistest ihnen Gesellschaft. Im religiösen Bereich begleitest du zu Gottesdiensten und unterstützt dabei, dem Ablauf zu folgen. In Brookline wirkst du an Programmen für noch recht selbstständig lebende Menschen mit, hilfst bei Kursen, Ausflügen und Technikfragen rund um Handy oder Computer. Dazu kommen kleinere organisatorische und administrative Aufgaben, bei denen du das Team unterstützt.

Hebrew Senior Life liegt in Boston und im angrenzenden Brookline. Du bist mit der Straßenbahn schnell in der Innenstadt, kannst Parks, Viertel und das studentisch geprägte Umfeld rund um die Universitäten erkunden.

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Drei lächelnde Freiwillige in blauen HIAS Pennsylvania-Shirts stehen eng beieinander im Flur mit Herbstdekoration.
Die Freiwillige Mirjam mit Kolleginnen des HIAS-Team, 2022.
Dirigentin in weißer Bluse dirigiert Streichorchester bei Benefizkonzert; Notenpult hell beleuchtet.
HIAS berät nicht nur Migrant*innen, sondern organisiert auch soziale und künstlerische Events, wie hier das Benefizkonzert Breaking Silence for Immigration.
Helles Schlafzimmer mit Holzbett, blauem Bettzeug, Kommode unterm Fenster, Regal, Wandspiegel und Deckenventilator.
Das Freiwilligenzimmer den Gasteltern Ann und Stuart. Bild: ASF
Sieben Personen verschiedener Altersgruppen sitzen lachend an einem bunten Esstisch mit Tassen, Schüsseln und Getränken.
Aktuelle und ehemalige Freiwillige kommen bei Ann und Stuart zusammen. Bild: ASF
Philadelphia-Skyline bei Sonnenuntergang, Hochhäuser und gläserne Türme im warmen Abendlicht über der Stadt.
Philadelphia strahlt im Sonnenuntergang. Bild: ASF

HIAS Pennsylvania ist eine Organisation in Philadelphia, die geflüchtete Menschen und Immigrant*innen beim Ankommen in den USA unterstützt. Aus einer jüdischen Initiative des 19. Jahrhunderts entstanden, begleitet HIAS heute Menschen ganz verschiedener Herkunft mit rechtlicher Beratung und sozialen Angeboten. Die Arbeit orientiert sich an Werten wie Gastfreundschaft, Gerechtigkeit und der Überzeugung, dass Neuankommende eine Gesellschaft bereichern.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du das Team im Büro und in der direkten Begleitung von neu eingewanderten Familien und Einzelpersonen. Du nimmst an Orientierungstreffen teil, hilfst beim Ausfüllen von Formularen, beim Sortieren von Post, Rechnungen und Unterlagen und unterstützt Menschen dabei, sich im System von Sozialleistungen und Terminen zurechtzufinden. Oft begleitest du sie auch zu Ämtern, Ärztinnen oder Beratungsstellen und hilfst dabei, dass sie die angebotenen Leistungen wirklich erhalten. Im Büro übernimmst du je nach Bedarf kleine organisatorische und administrative Aufgaben und hältst Kontakt mit den zuständigen Ansprechpersonen im Team.

Philadelphia ist eine große Stadt mit spannender Geschichte, vielfältigen Vierteln und einer lebendigen Kultur- und Musikszene.

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Drei Freiwillige begutachten alte Archivdokumente auf Tisch in Skokie-Archiv, konzentriert, hell beleuchtet
Die Freiwilligen Emily, Sarah und Karlo im Archiv des Museums von Skokie. Bild: ASF
Vier Personen vor Wand mit Schriftzug des Illinois Holocaust Museum & Education Center, lächelnd, zwei Ältere und zwei junge Erwachsene.
Die Freiwilligen Sarah und Karlo im Illinois Holocaust Museum. Bild: ASF
Zwei junge Freiwillige (Mann im blauen Anzug, blonde Frau) am Tisch gegenüber zwei älteren Zeitzeugen; Kamera, Licht, Wasser.
Die Freiwilligen Sarah und Karlo im Gespräch mit zwei Zeitzeugen bei einer TV-Aufnahme. Bild: ASF
Skokie 2: symmetrische Fassade bei Dämmerung mit zwei beleuchteten Gittertürmen, Bögen und Glas-Eingang.
Das Illinios Holocaust Museum. Bild: ASF

Das „Illinois Holocaust Museum & Education Center“ in Skokie bei Chicago, einer lebendigen Großstadt am Lake Michigan, ist eines der größten Museen zum Thema Holocaust in den USA. Es erinnert an die Verfolgung von Jüdinnen*Juden im Nationalsozialismus und setzt sich zugleich mit aktuellen Fragen von Ausgrenzung, Gewalt und Menschenrechten auseinander. Viele Überlebende und ihre Familien sind eng mit dem Museum verbunden und prägen seine Arbeit.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du vor allem im „Education Department“. Du hilfst bei der Organisation von Schulbesuchen und Rundgängen, unterstützt Zeitzeugengespräche, begrüßt Gruppen und erklärst ihnen kurz deinen Freiwilligendienst mit ASF. Du begegnest Überlebenden im Rahmen von Vorträgen oder Gesprächen und leistest ihnen gelegentlich einfach Gesellschaft. Dazu kommen unterstützende Tätigkeiten im Büro, in der Bibliothek und bei Veranstaltungen, etwa Kopieren, Datenpflege oder kleine Übersetzungen. Du arbeitest in einem größeren Team mit vielen Freiwilligen und kannst eigene Ideen einbringen, wie Bildungsangebote lebendig gestaltet werden können.

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Betreuerin und Co‑Workerin gehen Händchen haltend auf Weg; eine im blau gemusterten Kleid, die andere im schwarzen Pullover.
Eine Freiwillige unterhält sich mit einer Mitbewohnerin. Bild: ASF
Abendliches Lagerfeuer in Innisfree: Gruppe sitzt im Kreis um ein Feuer, orange Glut und Rauch, dunkle Silhouetten vor Hügeln.
Freiwillige und das Innisfree-Team sitzen bei einem Lagerfeuer zusammen. Bild: ASF
Drei Freiwillige sitzen am steinigen Bachufer; einer hält ein kleines Tier, die anderen schauen lächelnd.
Mitten in der Natur: Freiwillige von Innisfree gehen in der Freizeit wandern.
Wohnbereich Innisfreeb: offene Küche mit Spüle und Abtropfgestell, Esstisch, Sofas und Holzofen in hellem Raum
So sieht der Wohnbereich der Freiwillgien aus. Bild: ASF
Shenandoah-Tal mit grünen Hügeln, Nebelschwaden im Tal und goldener Abendhimmel über fernen blauen Bergen.
Malerische Umgebung: Das Shenandoah Valley strahlt im Sonnenuntergang. Bild: ASF

Innisfree Village ist eine Lebens-, Wohn- und Arbeitsgemeinschaft auf dem Land in Virginia, in der Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenleben. Die Gemeinschaft wurde von Eltern gegründet, die sich einen alternativen, familiären Ort für ihre erwachsenen Kinder gewünscht haben. Heute arbeiten alle gemeinsam in Werkstätten, Gärten und der Küche und gestalten ihren Alltag miteinander. Inklusion und gegenseitiger Respekt prägen das Zusammenleben.

In dieser Freiwilligenstelle lebst du in einem Haus der Gemeinschaft und begleitest erwachsene Mitbewohner*innen und Mitbewohner im Alltag. Ihr frühstückt und esst gemeinsam, ihr kocht, räumt auf, fahrt einkaufen und gestaltet Abende mit Spielen, Musik oder Ausflügen. Tagsüber unterstützt du in Werkstätten wie Bäckerei, Weberei, Holz- oder Keramikwerkstatt oder im Garten und hilfst Menschen, Aufgaben möglichst selbstständig zu übernehmen. Je nach Bedarf unterstützt du auch bei der Körperpflege und bist Ansprechperson bei Fragen und Sorgen. Du trägst Verantwortung im Haus, arbeitest im Team und nimmst an Besprechungen teil. Für diese Freiwilligenstelle brauchst du einen Führerschein, da auch Fahrdienste zu Terminen oder Ausflügen gehören.

Innisfree Village liegt ländlich nahe der Kleinstadt Crozet, umgeben von Hügeln, Wäldern und Farmen. Die Stadt Charlottesville erreichst du gut mit dem Auto, dort gibt es Cafés, Einkaufsmöglichkeiten und eine Universitätsatmosphäre.

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Cleveland-Skyline bei Nacht, leuchtende Wolkenkratzer inkl. bunt beleuchtetem Terminal Tower und Lichterspiegelung im Wasser
Eine lebendige Großstadt: Cleveland bei Nacht. Bild: Wikimedia Commons/Erik Drost [CC-BY 2.0]

Die InterReligious Task Force in Cleveland setzt sich für Menschenrechte in Zentralamerika und Kolumbien ein. Entstanden ist die Organisation 1980 als Reaktion auf schwere Gewaltverbrechen in El Salvador. Heute arbeitet sie mit Gemeinden, Studierendengruppen, Gewerkschaften und Menschenrechtsinitiativen zusammen. Im Mittelpunkt stehen Fragen von Gerechtigkeit, fairer Handel, Arbeitsbedingungen, die Rolle großer Konzerne und die Außenpolitik der USA. Menschen aus verschiedenen religiösen Traditionen engagieren sich gemeinsam für Solidarität und gegen Rassismus, Ausbeutung und Gewalt.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du die politische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit von IRTF. Du hilfst bei der Planung von Veranstaltungen, Kampagnen und Aktionen, recherchierst Hintergründe, pflegst Datenbanken, bereitest Mailings vor und wirkst an Newslettern und Social-Media-Beiträgen mit. Du arbeitest beim „Rapid Response Network“ mit, das auf aktuelle Menschenrechtsverletzungen reagiert, und kannst Workshops, Info-Stände oder kleine Veranstaltungen mit vorbereiten. Du wohnst im „Catholic Worker House“ in Ohio City, einer Hausgemeinschaft, die einfache Lebensweise, Solidarität und gemeinsames Engagement lebt. Dort kannst du zusätzlich bei Angeboten im Viertel mitmachen, zum Beispiel beim Verteilen von Essen oder Kleidung.

Cleveland ist eine Industriestadt am Eriesee mit sehr unterschiedlichen Stadtteilen. Ohio City gilt als lebendiges Viertel mit Markt, Cafés und Initiativen, die sich vor Ort für soziale Gerechtigkeit einsetzen.

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Junger Mann in blauem Shirt hält Tasche neben Einkaufswagen mit Spenden, Helfer im Hintergrund.
Ein Freiwilliger gibt Lebensmittel aus. Bild: ASF
Freiwillige verteilen in Camden, NJ Reihen weißer und schwarzer Einkaufstaschen vor einem geöffneten Lieferwagen im Schnee
Freiwillige helfen bei der Ausgabe von Lebensmitteln. Bild: ASF
Niedriges Backsteingebäude mit blauem Aufbau und 'Joseph's House'-Schild, Parkplätze, Bänke vor Eingang, Fotografenschatten.
Ein Ort der Begegnung und Solidarität: Das Joseph House. Bild: ASF
Schwestern von St. Joseph, Camden NJ, mit anderen an grün bedecktem Tisch, essen Kuchen; kleine rote Weihnachtsbäumchen.
Ein Freiwilliger und Gäste des St. Joseph beim gemeinsamen Essen. Bild: ASF
Parkplatz mit Autos und Taxis vor der Manhattan-Skyline, dem Empire State Building zentral vor klarem blauem Himmel
Ein Blick auf die Stadt Camden. Bild: ASF

Joseph’s House in Camden ist eine Anlaufstelle und Notunterkunft für wohnungslose Menschen in einer der ärmsten Städte der USA. Aus einer Initiative einer Kirchengemeinde entstanden, bietet Joseph’s House heute einen Übernachtungsbereich und einen Tagesaufenthalt mit Essen, Duschen, Wäsche, Kleiderkammer und einfachen Freizeitangeboten. Deine Freiwilligenstelle ist mit der „Christus Lutheran Church“ und dem „Sisters of St. Joseph’s Neighborhood Center“ verbunden, sodass du verschiedene Orte der Stadtteilarbeit kennenlernst.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du vormittags das Team im Tagesbereich von Joseph’s House. Du besetzt die Rezeption, nimmst Telefonate an, begrüßt Menschen im Wartebereich, verteilst Post und hilfst bei kleinen Büroaufgaben. Außerdem unterstützt du beim Annehmen und Sortieren von Spenden und trägst dazu bei, dass Abläufe im Tagesangebot ruhig und verlässlich funktionieren. Im Kontakt mit den Besucherinnen und Besuchern begegnest du Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen und bietest einen respektvollen, zugewandten Rahmen.

Camden liegt direkt am Fluss gegenüber von Philadelphia. Die Stadt ist von sozialen Problemen geprägt, zugleich erlebst du engagierte Nachbarschaften und Gemeinschaften, die sich füreinander stark machen.

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Cleveland Skyline im Dunst bei Sonnenaufgang über dem zugefrorenen Lake Erie, Baumreihe am Ufer sichtbar.
Cleveland ist eine lebendige Großstadt, die aber auch viele soziale Probleme hat. Bild: Bild: Wikimedia Commons/Erik Drost [CC-BY 2.0]

Die „Northeast Ohio Coalition for the Homeless“ setzt sich in Cleveland für die Rechte von wohnungslosen Menschen ein. Die Organisation arbeitet mit Menschen, die selbst ohne Obdach leben oder gelebt haben, und macht auf Ungerechtigkeiten im Wohn- und Sozialsystem aufmerksam. Ziel ist eine Stadt, in der alle ein sicheres Zuhause haben und mit Würde und Respekt behandelt werden. NEOCH engagiert sich gegen die Kriminalisierung von Obdachlosigkeit und für mehr sozialen Wohnraum.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du vor allem die Bildungs-, Kampagnen- und Büroarbeit von NEOCH. Du hilfst bei Recherchen, bereitest Infomaterial und Newsletter vor, unterstützt Social-Media- und Öffentlichkeitsarbeit und wirkst an Kampagnen und Veranstaltungen mit. Im Büro beantwortest du Anrufe, koordinierst Spenden und hilfst bei der Organisation von Meetings oder Workshops. Je nach Interesse kannst du auch an Bildungsformaten oder Aktionen teilnehmen, in denen NEOCH über Wohnungslosigkeit und soziale Fragen aufklärt.

Cleveland ist eine Industriestadt am Eriesee mit sehr unterschiedlichen Stadtteilen. Ohio City gilt als lebendiges Viertel mit Markt, Cafés und Initiativen, die sich vor Ort für soziale Gerechtigkeit einsetzen.

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Freiwillige geben Senioren Einkaufstaschen neben einem Project Ezra-Transporter; drei ältere Frauen mit Rollatoren.
Das Ezra-Team unterstützt ältere Menschen. Bild: ASF
Kork-Pinnwand mit zahlreichen Porträtfotos und beschrifteten Karten, mit bunten Reißnägeln befestigt.
Bilder aus vielen Jahren des freiwilligen Engagements. Bild: ASF
Zwei Personen sitzen auf Klappstühlen am Rasenrand eines Parks bei Abenddämmerung, dahinter beleuchtete Hochhäuser.
ASF-Freiwillige in einem New Yorker Park. Bild: ASF
Zwei junge Frauen gehen auf der Brooklyn Bridge bei Sonnenuntergang, Holzplanken und Skyline im Hintergrund.
Freiwillige spazieren über die Brooklyn Bridge. Bild: ASF

Project Ezra ist eine jüdische Organisation auf der Lower East Side in New York, die seit den 1970er Jahren ältere jüdische Menschen unterstützt und Einsamkeit im Alter entgegenwirkt. Viele von ihnen sind Migrant*innen und Migranten, die seit Jahrzehnten im Viertel leben. In kleinen Gruppen, bei Festen und Besuchen zu Hause pflegt Project Ezra jüdische Traditionen, stärkt Gemeinschaft und hilft im Alltag. Die Freiwilligenstelle ist geteilt zwischen Project Ezra und „Selfhelp Community Services NY“; dein Wochenplan wird vor Ort gemeinsam festgelegt.

In dieser Freiwilligenstelle stehst du in engem Kontakt mit älteren Menschen. Du besuchst sie zu Hause, führst Gespräche, gehst spazieren, hilfst bei Einkäufen und begleitest zu Arztterminen oder anderen Wegen. Im Haus von Project Ezra wirkst du bei Gruppenangeboten mit, zum Beispiel bei Gymnastik, Bastel- oder Filmgruppen und kulturellen Nachmittagen. Du kannst auch eigene kleine Aktivitäten vorschlagen, etwa ein Kreativangebot oder ein Gesprächskreis. Je nach Bedarf unterstützt du im Büro, hilfst bei Telefonaten, beim Erstellen von Einladungen oder bei der Vorbereitung von Ausflügen.

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Maskierte Freiwillige hilft älterer Frau beim Basteln; bunte Papierstreifen und Papierketten auf dem Tisch.
Die ASF-Freiwillige Julia gemeinsam mit einer Klientin. Bild: ASF
Zwei Personen sitzen auf Klappstühlen am Rasenrand eines Parks bei Abenddämmerung, dahinter beleuchtete Hochhäuser.
ASF-Freiwillige in einem New Yorker Park. Bild: ASF
Zwei junge Frauen gehen auf der Brooklyn Bridge bei Sonnenuntergang, Holzplanken und Skyline im Hintergrund.
Freiwillige spazieren über die Brooklyn Bridge. Bild: ASF

Selfhelp Community Services ist eine große Organisation in New York City, die ältere Menschen unterstützt, viele von ihnen sind jüdische Migrant*innen und Migranten und Überlebende der NS-Verfolgung. Die Idee dahinter: Menschen, die selbst als Geflüchtete nach New York kamen, geben die Hilfe weiter, die sie damals erhalten haben. Heute bietet Selfhelp verschiedene Wohnangebote, Sozialarbeit und Unterstützung im Alltag an.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du im „Holocaust Survivor Program“ in Manhattan. Du besuchst ältere Menschen zu Hause, hilfst bei kleinen Dingen im Haushalt, begleitest sie zu Arzt- oder Behördenterminen und bist Gesprächspartner im Alltag. Oft geht es auch darum, Fragen zu Handy, Computer oder Formularen gemeinsam zu klären. Im Büro unterstützt du je nach Bedarf das Team, zum Beispiel beim Ausfüllen von Anträgen, bei einfachen Übersetzungen oder bei der Vorbereitung von Informationsmaterial. Wenn du möchtest, kannst du dich stärker in die Sozialarbeit einbringen, etwa durch Recherchen zu Unterstützungsangeboten oder bei der Vorbereitung von Veranstaltungen wie den monatlichen „coffee houses“, wo sich Überlebende des Holocaust treffen können.

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Junger Freiwilliger schiebt Seniorin im Rollstuhl auf blumenreicher Hochhausterrasse, Stadtgebäude im Hintergrund.
Der Freiwillige Karl mit einer Bewohnerin auf einer Terasse. Bild: Emily Mohney
Freiwilliger und Senior malen zusammen, Pinsel, Aquarellkasten, Wasserglas und Ausmalvorlagen auf dem Tisch.
Der Freiwillige Karl malt mit einem Bewohner ein Bild. Bild: Emily Mohney
Seniorinnen und Senioren machen sitzende Gymnastik im Gemeinschaftsraum, Gehwagen im Vordergrund, Arme seitlich erhoben.
Der Freiwillige Karl bietet Gymnastik für die Bewohner*innen an. Bild: Emily Mohney

Selfhelp Home ist ein jüdisches Seniorenheim in Chicago mit einer eher kleinen, familiären Hausgemeinschaft. Entstanden aus einer Selbsthilfeorganisation deutschsprachiger jüdischer Emigrant*innen und Emigranten, leben hier heute ältere Menschen mit unterschiedlichen Biografien, viele mit Wurzeln in Europa. Im Haus gibt es verschiedene Wohnformen – von weitgehend selbstständigem Wohnen bis zur pflegeintensiven Betreuung –, gemeinsame Feste und ein aktives kulturelles Leben.

In dieser Freiwilligenstelle gestaltest du den Alltag der Bewohnenden mit. Du unterstützt das Team bei Freizeitangeboten wie Musik- und Spielrunden, Bastel- oder Kunstangeboten, kleinen Kursen, Bewegungsübungen oder Festen. Nach einer Einarbeitungszeit kannst du auch selbst Gruppen anleiten oder eigene Ideen für Aktivitäten einbringen. Du hilfst beim Erstellen des monatlichen Programmplans, informierst die Menschen im Haus über Termine und leistest Besuchsdienste, wenn jemand sich über Gesellschaft im Zimmer freut. Außerdem unterstützt du bei kleinen Computerfragen, etwa wenn jemand eine Grußkarte schreiben oder Fotos ansehen möchte, und übernimmst gelegentlich leichte Büroaufgaben oder Botengänge.

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Das Sisters of Saint Joseph Neighborhood Center ist ein Nachbarschaftszentrum in Camden, getragen von einem katholischen Orden. Camden liegt direkt gegenüber von Philadelphia am Fluss. In einer von Armut geprägten Stadt unterstützt das Zentrum vor allem Menschen aus der hispanisch geprägten Nachbarschaft. Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaft, gegenseitige Hilfe und die Stärkung von Anwohnerinnen und Anwohnern durch Bildung, praktische Angebote und Begegnung. Deine Freiwilligenstelle ist mit Joseph’s House Camden verbunden, sodass du unterschiedliche Seiten der Stadtteilarbeit kennenlernst.

In dieser Freiwilligenstelle begleitest du die Arbeit im Nachbarschaftszentrum. Du assistierst in Englischkursen, gibst bei Bedarf Nachhilfe, hilfst bei Näh- oder anderen Gruppenangeboten und kannst eigene kleine Projekte entwickeln, zum Beispiel Lerngruppen oder Kreativangebote. Ein wichtiger Teil ist die Lebensmittelausgabe: Du hilfst beim Aufbauen der Tische, sortierst Lebensmittel und verteilst sie an Menschen aus der Umgebung. Je nach Bedarf unterstützt du bei der Vorbereitung von Nachbarschaftsveranstaltungen und einfachen Büroaufgaben im Zentrum. Du arbeitest eng mit den Schwestern und anderen Mitarbeitenden zusammen und bringst deine eigenen Ideen ein.

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Junge Frau mit Papieren erklärt einer Gruppe vor großer schwarzer abstrakter Skulptur auf rotem Pflaster.
Die Freiwillige Marie gibt den anderen ASF-Freiwilligen in den USA eine Führung durchs Museum. Bild: Nils Bauer
ASF-Freiwilliger präsentiert vor Bildschirm mit Titel ‚Proyectos en Latinoamérica 2025–2026‘ im Konferenzraum
Bild: ASF
Menschenstrom in der großen Backsteinhalle des USHMM: Treppen, Geländer und Gruppen von Besuchern.
Das Museum ist gut besucht. Bild: ASF
Menschen in Museumsgang blicken auf Glasvitrinen mit Fotos und Porträtwänden, einige stehen in einer Schlange.
Besucher*innen betrachten die Ausstellung. Bild: ASF
Glaswand mit aufgedruckten Namen, dahinter Blick ins Ausstellungsfoyer des USHMM mit Besuchern und rotem Backstein.
Eine Gedenktafel im Museum. Bild: ASF
Brethren House Schlafzimmer: Bett mit dunkelblauer Decke, Stehlampe, zwei Sessel, Fenster mit Klimagerät.
So sieht ein Freiwilligenzimmer aus. Bild: ASF
Heller Esstisch im Brethren House mit Holzstühlen, Blumenvase und Küchenrollenhalter, Sonnenlicht durch Fenster.
So sieht der Wohnbereich der Freiwilligen aus. Bild: ASF

Das „United States Holocaust Memorial Museum“ in Washington, DC ist das nationale Holocaust-Museum der USA. Es erinnert an die Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen*Juden und weiterer Verfolgter im Nationalsozialismus und zeigt, wie diese Verbrechen möglich wurden. Neben der großen Dauerausstellung gibt es Bildungsprogramme, ein Forschungsinstitut, eine Bibliothek und umfangreiche Archive. Viele Besucherinnen und Besucher kommen, um mehr über die Geschichte ihrer Familien zu erfahren.

In dieser Freiwilligenstelle arbeitest du vor allem im „Holocaust Survivors and Victims Resource Center“. Du unterstützt die Recherche zu einzelnen Lebensgeschichten, arbeitest mit Datenbanken und Dokumenten, hilfst bei Anfragen von Angehörigen und Besucher*innen und Besuchern und beantwortest einfache Fragen zur Nutzung der Rechercheplätze. Dazu kommen Aufgaben wie das Erfassen und Einordnen von Informationen, kleinere Übersetzungen und E-Mail-Korrespondenz. An einem Tag pro Woche unterstützt du den Besucherservice, gibst grundlegende Auskünfte oder kurze Einführungen für Gruppen. Immer wieder begegnest du dabei auch Überlebenden und Angehörigen der zweiten Generation.

Washington, DC ist eine Stadt mit vielen Museen, Gedenkorten und Parks. In deiner Freizeit kannst du entlang der Mall spazieren und die verschiedenen Viertel und ihre Kulturangebote erkunden.

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Vereinigtes Königreich

Seit September 2025 müssen wir leider aufgrund verschärfter Visa-Bestimmungen im Zuge des Brexits die meisten Freiwilligenstellen unterbrechen. Bis auf die Coventry Cathedral wird keine Partnerorganisation den erheblichen Mehraufwand stemmen können. Wir setzen uns mit unseren Partner*innen sowie der Deutschen Botschaft für eine Erleichterung der Maßnahmen ein, um möglichst schnell wieder mehr Stellen in GB besetzen zu können.

Die Bandbreite der Freiwilligenstellen umfasste bisher die Betreuung von Überlebenden der Shoah, Archive und historische Lernorte, das Versöhnungszentrum Coventry Cathedral sowie verschiedene kulturelle sowie soziale Einrichtungen zur Unterstützung von psychisch und physisch beeinträchtigten Kindern und Erwachsenen.

Freiwillige in schwarzem T‑Shirt trägt ein Holzbrett in der Kathedrale von Coventry, grüner Altarteppich im Hintergrund.
Die Freiwillige Lea in der Kathedrale von Coventry. Bild: Harald Schmitt
Das Nagelkreuz von Coventry. Bild: Harald Schmitt
Holzkreuz im Vordergrund vor den verfallenen Mauern und Türmen der Coventry Cathedral, offener Innenhof, wolkiger Himmel
Die Kathedrale von Coventry. Bild: Harald Schmitt

Die „Coventry Cathedral“ gilt weltweit als ein wichtiger Ort der Versöhnungsarbeit. Aus der Erfahrung von Krieg und Zerstörung heraus engagiert sich die Kathedrale heute für Versöhnung in einigen der schwierigsten und lang andauernden Konfliktregionen der Welt und sucht den Dialog über Grenzen hinweg.

In dieser Freiwilligenstelle unterstützt du verschiedene Bereiche der Versöhnungsarbeit. Du hilfst bei der Vorbereitung von Projekten, Veranstaltungen und Bildungsangeboten, arbeitest an Materialien mit und begegnest Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kontexten. Außerdem bringst du dich in die spirituelle Gemeinschaft der Kathedrale ein – zum Beispiel bei Andachten, Gebetszeiten oder Gesprächsrunden – und gestaltest so das geistliche Leben vor Ort mit.

Coventry ist eine mittelgroße Stadt in Mittelengland mit Universitäten, einem vielfältigen Kulturangebot und einem spannenden Mix aus alter und moderner Architektur. Die Geschichte der im Krieg zerstörten alten Kathedrale und des modernen Neubaus prägt die Stadt bis heute. In deiner Freizeit kannst du die Umgebung erkunden, nach Birmingham oder in andere Städte der Region fahren und den Alltag in England aus nächster Nähe erleben.

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