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Erinnern, verstehen, handeln: Begegnungsprogramme für Auszubildende in Polen
Nach der Vorbereitung in Berlin führte das Programm nach Krakau und nach Oświęcim. In der Internationalen Jugendbegegnungsstätte setzten sich die Teilnehmenden mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander. Ein Stadtrundgang beleuchtete die polnisch-jüdische Vergangenheit des Ortes, bevor eine intensive Führung durch die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau die Dimension der nationalsozialistischen Verbrechen eindrücklich erfahrbar machte.
Doch die Reise blickte nicht nur zurück. In Workshops diskutierte die Gruppe, wie Vorurteile, Diskriminierung und Gleichgültigkeit entstehen – und welche Folgen sie haben können. Die Botschaft des Holocaustüberlebenden Marian Turski, „Seid nicht gleichgültig“ gab dabei eine klare Orientierung: Zivilcourage bedeutet, nicht wegzusehen, sondern Ausgrenzung aktiv entgegenzutreten.
Im weiteren Verlauf sammelten die Teilnehmenden bei Praktika und Hospitationen in Warschau, Lublin, Krakau und Krzyżowa Erfahrungen in Gedenkstätten, sozialen Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Projekten. Die Begegnungen stärkten zugleich das Verständnis für die deutsch-polnische Geschichte und die Bedeutung eines geeinten Europas.
Die Rückmeldungen zeigen, dass das Programm weit über die Vermittlung historischen Wissens hinauswirkte. Viele Teilnehmende gewannen neue Perspektiven auf die eigene Familiengeschichte und setzten sich intensiver mit Verfolgung und Diskriminierung auseinander.
An den Programmen nahmen insgesamt 28 junge Personen aus Deutschland und Polen teil, die durch das Programm „Citizens, Equality, Rights and Values“ (CERV) der Europäischen Union gefördert wurden
