Erinnern im digitalen Zeitalter
Johanna lebt als ASF-Freiwillige zur Zeit in Amsterdam, Niederlande, wo sie sich im Verzetsmuseum mit der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg auseinandersetzt.
Zudem war sie Teil des Projekts „Shoah Stories“. Die Online Plattform hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kurzvideo-Plattformen zur Holocaust-Bildung zu fördern. Dabei sollen Inhalte von bereits etablieren Kreator*innen und Institutionen genutzt und für Lehrende zugänglich gemacht werden. Die Plattform reagiert damit auf sich wandelnde Mediennutzungsverhalten von, vor allem jungen, Menschen. In einer Online-Bibliothek werden geprüfte Kurzvideos zu Themen und Perspektiven rund um den Holocaust bereitgestellt. Damit soll das historische Bewusstsein gestärkt und Desinformationen entgegengewirkt werden. Dazu werden internationale Workshops, Fortbildungen und Konferenzen für Pädagog*innen und Expert*innn organisiert, um Lehrmaterial zu entwickeln. Zudem werden junge Menschen ermutigt selbst Inhalte zum Gedenken an den Holocaust zu erstellen, wozu Schulungen im Rahmen des Anne Frank Jugendnetzwerks durchgeführt werden.
Hier mehr vom Projekt erfahren.
Johanna sagt dazu: „Gut finde ich, dass du hier viele Informationen findest: sowohl kürzere Inhalte auf einen Blick, als auch tiefgehende Informationen.“
In diesem Kontext steht auch ein Offener Brief, unterzeichnet von verschiedenen KZ-Gedenkstätten sowie Einrichtungen historisch-politischer Bildung. Im Brief fordern die Unterzeichner*innen ein konsequentes Vorgehen gegen KI-generierte Holocaust-Verfälschungen auf Social Media Plattformen. Diese Darstellungen zeichne ein verzerrtes und falsches Bild um historische Ereignisse. Die Inhalte würden der Reichweitenmaximierung, einer verdrehten Täter-Opfer Darstellung sowie einer Emotionalisierung von Inhalten dienen. Damit würden Sehgewohnheiten von Nutzer*innen verändert, sowie die Arbeit von Gedenkstätten, Archiven und Forschungseinrichtungen untergraben werden. Daher wird eine Einrichtugn von ethischen und historisch verantwortungsvollen Standards, speziell durch die Plattformbetreiber, gefordert.
Der Gesamte Offene Brief ist hier nachzulesen.