- Freiwilligendienst ,
- In eigener Sache
ASF veröffentlicht Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt
ASF ist es ein großes Anliegen, Freiwillige, Sommerlager-Teilnehmer*innen und Mitarbeiter*innen vor Diskriminierung, sexualisierten Übergriffen und Gewalt zu schützen. Dazu gehört die systematische Prävention, eine gezielte wie sensible Intervention zum Schutz von Opfern im Fall von Übergriffen sowie die Aufarbeitung von Fällen in der Vergangenheit. ASF steht an der Seite der Betroffenen. Von ASF stehen auch unabhängige Ansprechpersonen bereit, um vertraulich und fachkundig Betroffene zu unterstützen.
Um diese Ziele bestmöglich umzusetzen, ergreift ASF bereits seit mehreren Jahren vielfältige Maßnahmen: Wir schulen unsere Mitarbeiter*innen, sensibilisieren Freiwillige und Teilnehmer*innen, lassen alle Programmverantwortlichen Selbstverpflichtungserklärungen unterzeichnen und setzen Vertrauenspersonen ein. Diese Maßnahmen sollen Freiwillige und Sommerlager-Teilnehmende dabei unterstützen, Übergriffe frühzeitig zu erkennen, sich zu schützen und Hilfe und Unterstützung zu erhalten.
Sexualisierte Gewalt findet in allen Gesellschaften und Lebensbereichen statt. Sie geht meistens von Männern aus und richtet sich insbesondere gegen Frauen und LGBTIQ*-Personen. Auch Männer können von sexualisierter Gewalt betroffen sein. In selteneren Fällen geht sexualisierte Gewalt auch von Frauen aus.
ASF hat die bestehenden Maßnahmen nun gebündelt und ein Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt veröffentlicht (zum PDF-Download).
Prävention und Intervention
In unseren Einführungsseminaren sensibilisieren wir Freiwillige und Sommerlager-Teilnehmet*innen für das Thema sexualisierte Gewalt. Wir stärken sie darin, aufmerksam zu sein sowie ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen, zu benennen und zu schützen.
Auch wenn Mitarbeiter*innen und Teamer*innen hinsichtlich ihres eigenen Verhaltens durch Fortbildungen und Selbstverpflichtungen sensibilisiert werden, kann es zu Übergriffen auf Seminaren, in Freiwilligenstellen oder auch im privaten Bereich kommen.
Wenn Freiwillige oder Teilnehmer*innen während ihres Dienstes sexualisierte Gewalt oder andere Übergriffe erleben, erhalten sie unmittelbar Unterstützung. Sie können sich an die zuständigen Mitarbeiter*innen wenden, die regelmäßig zu diesem Thema geschult werden. Darüber hinaus steht eine Vertrauensperson als Gesprächspartnerin zur Verfügung. Auch unsere Projektpartner*innen verpflichten sich, aufmerksam zu sein, potenzielle Gefahrensituationen zu erkennen und angemessen zu handeln.
Aufarbeitung
Wir wissen, dass es in der Vergangenheit von ASF auch Übergriffe von haupt- bzw. ehrenamtlichen Mitarbeitern gegenüber Freiwilligen gegeben hat. Bei Mitarbeiter*innen und ehrenamtlichen Teamer*innen gab es früher nicht immer ein Bewusstsein dafür, dass zwischen ihnen und jungen Freiwilligen ein Machtverhältnis besteht und (scheinbar) einvernehmliche Annäherungen oder gar Beziehungen nicht in Ordnung sind. Sie stellen vielmehr einen Übergriff beziehungsweise Gewalt in Form von Machtmissbrauch dar und können tiefe traumatisierende Spuren hinterlassen.
Wir bedauern zutiefst, dass es auch bei ASF sexualisierte Übergriffe gegeben hat und dass zu wenig getan wurde, um diese zu verhindern. Wir bedauern aufrichtig, wenn mit möglichen Hinweisen in der Vergangenheit nicht angemessen umgegangen wurde.
Wir ermutigen Menschen, sich zu melden, wenn sie bei ASF sexualisierte Gewalt, Übergriffe und Belästigungen erlebt oder beobachtet haben, vor allem, wenn sie von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen ausging. Es gibt dafür eine unabhängige Ansprechperson, die für vertrauliche Gespräche zur Verfügung steht. Wenn dies gewünscht wird, ist auch die Geschäftsführerin Jutta Weduwen ansprechbar.
Alle Gespräche werden vertraulich geführt.