- Kuratorium
Guter Austausch im ASF-Kuratorium
Die ASF-Vorsitzende Ilse Junkermann begrüßt die Anwesenden im Haus der EKD am Berliner Gendarmenmarkt mit einem Impuls zum Engagement für Demokratien unter Druck ausgehend vom Wort des ASF-Gründers Lothar Kreyssig: „Aber man kann es einfach tun.“
Sie dankte den ausscheidenden Mitgliedern des Kuratoriums und begrüßte die Nachfolger*innen. Turnusgemäß gab es einen größeren Wechsel mit einer Reihe von Neuberufungen. Neu im Kuratorium sind Verena Bentele (VdK), David Begrich (Miteinander e.V.), Laura Cazés (Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland), Dr. Saba-Nur Cheema (Publizistin), Emran Elmazi (Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma), Elisabeth Gallas (Leibnitz-Institut Simon Dubnow), Deborah Hartmann (Haus der Wannseekonferenz), Präses Anna-Nicole Heinrich (EKD), Leonid Klimov (dekoder.org), Lisa Mangold (Ver.di), Tamara Or (Deutsch-Israelisches Zukunftsforum), Bodo Ramelow MdB, Henrike Tetz (Evangelische Kirche im Rheinland), Andrea Wagner-Pinggéra (Bethel), Erica Zingher (Journalistin).
Schwerpunkt des Austausches war anlässlich des neuen Jahresthemas „Demokratien unter Druck – entschieden gegen den Rechtsruck“ die Gefährdung unserer offenen Gesellschaft, Rechtsstaatlichkeit und freien Medien in Deutschland wie in unseren Partnerländern. Viele Kurator*innen schilderten aus ihren Feldern, wo sie die Demokratie unter Druck, aber auch demokratisches Engagement erleben, etwa an Gedenkorten, in sozialen Einrichtungen, Gewerkschaften, in den Medien, im Rechtssystem, an Universitäten und in den Kirchen. Wahrgenommen werden sowohl ermutigende Beispiele von Engagement, aber auch besorgniserregende Entwicklungen wie rechtsextreme Unterwanderungsversuche der Justiz oder die Einschüchterung von Gedenkstätten
In zwei Kleingruppen arbeitete das Kuratorium dann zusammen mit externen Gästen zu zwei Schwerpunkten: Der ASF-Freiwillige Merlin und unser Jerusalemer Landesbeauftragter Uriel berichteten über den Alltag in Israel und die gesellschaftliche Situation, die nach dem Krieg und angesichts neuer Spannungen von außen wie von innen unter großem Druck steht. Außerdem besuchten uns in einer zweiten Runde Charmaine Wagner und Anna Wagner vom 1. Sinti-Verein Ostfriesland, um gemeinsam mit unserer Kollegin Sara Spring vom Arbeitsbereich Geschichten in der Migrationsgesellschaft vom Projekt „10 Perspektiven. Sinti* über Auschwitz, Widerstand und Selbstbehauptung“ zu berichten.
Danke an alle für die guten Diskussionen!