- Sommerlager
Noch wenige offene Plätze in den Sommerlagern!
In diesen beiden Sommerlagern gibt es noch einige freie Plätze. Je früher du dich bewirbst, desto besser:
Aufarbeitung und Erinnerung: Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen 1992
Rostock, Deutschland, 06.09. – 13.09.2026
Das Sommerlager wird in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum „Lichtenhagen im Gedächtnis“ (Soziale Bildung e.V.) organisiert. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit dem rassistischen und antiziganistischen Pogrom in Rostock-Lichtenhagen 1992 in Form von Archivarbeit und thematischen Workshops.
Gemeinsam setzen wir uns mit der historischen Einordnung des rassistischen Pogroms auseinander, beschäftigen uns mit den Perspektiven und Forderungen der Betroffenen und beleuchten die Entwicklungen rund um Aufarbeitung, Erinnerung und rassistische Kontinuitäten. Deshalb laden wir Dich ein, aktiv zur Dokumentation des Pogroms beizutragen: Gemeinsam erschließen, sortieren und verzeichnen wir Zeitungsartikel, Flyer, Plakate und andere historische Dokumente. Gleichzeitig nehmen wir die fortwährenden Strukturen rechter Gewalt in den Blick und hinterfragen kritisch, wie Erinnerungspolitik und Gedenken seit 1990 bis heute gestaltet werden – und welche Rolle wir selbst dabei spielen. Anlässlich der 34. Jahrestage des Pogroms gibt es die Möglichkeit eine gemeinsame Gedenkaktion zu gestalten.
++++++++++++++++
Mikulov erleben – Jüdisches Erbe & Stadtgeschichte
Mikulov, Tschechien, 01.09.-09.09.2026
Mikulov, eine malerische Stadt im südmährischen Tschechien, besticht durch ihre beeindruckende Burg und die charmante Altstadt. Diese Stadt hat eine reiche Geschichte, die eng mit dem jüdischen Erbe verbunden ist. Im 18. und 19. Jahrhundert war Mikulov ein blühendes Zentrum der jüdischen Kultur in Mähren. Heute erinnern der alte jüdische Friedhof und die restaurierte Synagoge an diese bewegte Vergangenheit.
Im Sommerlager laden wir dich ein, aktiv an der Pflege und Erhaltung eines der ältesten und geräumigsten jüdischen Friedhöfe Tschechiens mitzuwirken. Die ersten Begräbnisse fanden hier bereits im 15. Jahrhundert statt, und der älteste noch erhaltene Grabstein datiert auf das Jahr 1605. Der Friedhof ist ein Ort des Gedenkens und der Erinnerung, der in den letzten Jahrhunderten viele Geschichten erzählt hat.Gemeinsam werden wir auf dem weitläufigen Friedhof Efeu und Wildwuchs beseitigen und Gräber sichtbar machen. Damit leisten wir unseren Beitrag, den Friedhof als Ort des Gedenkens und der Erinnerung zu gestalten.
Das Projekt richtet sich vor allem an Menschen ab 40 Jahren, steht jedoch allen volljährigen Interessent*innen offen. Auch jüngere Teilnehmende sind herzlich willkommen, um die intergenerative Zusammenarbeit zu fördern und gemeinsam an einem wichtigen kulturellen Erbe zu arbeiten.